Es braucht ein starkes Team, um die Idee umzusetzen

Studentensteuererklärung: Die online-Steuererklärung für Studierende

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Studentensteuererklärung doch kurz unseren Lesern vor!
Mit unserer Plattform Studentensteuererklärung sind wir das erste Unternehmen in Deutschland, dass Studenten und Absolventen eine speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Online-Steuererklärung ermöglicht. Wir halten nicht viel von unverständlichen und unübersichtlichen Steuerformularen. Wir wollen das Thema Steuern für junge Menschen so einfach wie möglich aufbereiten. Deshalb haben wir alle offiziellen und für unsere Zielgruppe relevanten Steuerformulare in einfache Fragen übersetzt. Anhand dieser Fragen navigiert unser Steuer-Tool die Nutzer schnell und sicher durch ihre Steuererklärung, die abschließend per Mausklick direkt an das Finanzamt gesendet werden kann. Unser Ziel ist, Studenten und Absolventen durch unseren Service eine maximale Erstattung ihrer Ausbildungskosten zu ermöglichen. Mittlerweile bieten wir auch spezialisierte Steuer-Tools für andere Zielgruppen an, darunter Auszubildende, Soldaten, Polizisten, Feuerwehrleute und Rentner.

Wie ist die Idee zur Studentensteuererklärung entstanden?
Als ich während meiner Studienzeit das erste Mal eine Steuererklärung machen wollte, bereitete mir die Flut an unverständlichen Steuerformularen so manche Schwierigkeiten. Für einen Steuerberater viel Geld ausgeben wollte ich nicht. Die gängigen Steuerprogramme und Online-Anwendungen sind zwar für Arbeitnehmer ganz gut geeignet, für die speziellen Bedürfnisse von Studierenden aber bei weitem nicht ausreichend. Nachdem ich mich dann selbst durch unzählige Paragrafen des deutschen Steuerrechts gequält habe, hatte ich im Ergebnis zum einen eine abgabefertige Steuererklärung, zum anderen aber auch die Erkenntnis: Das muss einfacher gehen! Aus Frust über die Komplexität des Themas Steuern entstanden schnell die Motivation und die Idee, das Steuersystem in Deutschland zu revolutionieren. Wir wollen Studenten eine einfache Möglichkeit bieten, ohne viel Anstrengungen eine Steuererklärung zu erstellen und dadurch möglichst viele Studienkosten zurückzubekommen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine große Herausforderung entstand bei der initialen Entwicklung der Plattform. Dadurch, dass die Anbindung zum Finanzamt sehr komplex ist, haben wir viel Mühen investiert, eine fehlerfreie Software auf die Beine zu stellen. Hierfür mussten wir zunächst passende Entwickler finden, die zum einen technische Hürden nehmen konnten und zum anderen auch mit der Steuerthematik vertraut waren bzw. sich schnell in diese einlesen konnten. Um das Tool für Studenten so einfach und effizient wie möglich zu konzipieren, mussten wir zudem Steuerexperten finden, die sich mit der speziellen Situation von Studenten umfassend auskennen. Es gibt zwar eine Flut an Steuerberatern in Deutschland, doch nur die wenigsten haben sich auf Studenten als Zielgruppe spezialisiert.
Finanziert haben wir uns in den ersten Monaten zunächst einmal selbst. Als wir feststellten, dass unser Service gut angenommen wird und unsere Idee ein großes Problem löst und viel Potenzial hat, haben wir eine Seed-Runde gestartet. Die Seed-Finanzierung kam ausschließlich über unser Netzwerk aus Berliner Startup-Unternehmern.

Warum sollten Studenten eine Studentensteuererklärung machen?
Viele Studenten sind der Auffassung, dass sich eine Steuererklärung für sie nicht lohnen würde. „Ich verdiene ja kaum etwas und zahle noch keine Steuern, warum sollte ich mich überhaupt mit dem Thema Steuern und Steuererklärung beschäftigen!?“ Der Grund ist einfach: Alle Ausgaben, die zum Zwecke eines Studiums aufgebracht werden, können steuerlich geltend gemacht werden. Dazu zählen Studiengebühren oder Semesterbeiträge, Fahrten zur Uni, Bibliothek oder zum Nebenjob, Kosten für Auslandssemester und Praktika, Fachliteratur und vieles mehr.
Werden noch keine Steuern gezahlt, können sich Studenten durch einen sogenannten Verlustvortrag eine Art Steuerbonus für den Berufseinstieg sichern. Das Finanzamt merkt sich bei diesem Modell über die Studienjahre hinweg alle erklärten Studienkosten. Sobald zum ersten Mal Steuern gezahlt werden, werden diese Ausgaben steuerlich verrechnet und führen zu einer Steuererstattung. Auf diese Weise lassen sich tausende Euro an Studienkosten vom Staat zurückholen. Studenten und Absolventen können aktuell sogar noch bis zu sieben Jahre rückwirkend ihre Steuererklärung abgeben.

Welche Hilfestellungen bieten Sie an? Welche Vorteile haben die Studenten?
Unser Steuer-Tool ist speziell für Studenten und Absolventen konzipiert. Hierzu haben wir aus den offiziellen Steuerformularen alle relevanten Punkte herausgefiltert und in einfache Sprache übersetzt. Dadurch bleibt der Zeitaufwand zur Erstellung einer Steuererklärung minimal. Durch Hilfen und Tipps direkt im Tool stellen wir sicher, dass die Nutzer keine steuermindernden Ausgaben vergessen. Alle typischen Pauschalen haben wir zudem vorausgefüllt, das spart den Nutzern ebenfalls Zeit und garantiert eine möglichst hohe Steuererstattung. Wenn Studenten mehrere Steuererklärungen mit uns machen, werden viele Daten automatisch ins nächste Jahr übertragen. Eine Steuerberatung findet durch uns nicht statt, ist aufgrund der Konzeption des Tools aber auch nicht nötig.

Studentensteuererklärung, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Zunächst einmal freuen wir uns, dass unser Service so gut angenommen wird. Seit dem Start im Dezember 2015 wurden über unser Tool weit mehr Steuererklärungen erfolgreich abgegeben, als wir dies erwartet hätten. Die stetige Weiterentwicklung unserer Plattform sowie die Gewinnung neuer Kunden ist natürlich eines unserer Hauptziele. Daneben wollen wir sukzessive unseren Service auch für andere Zielgruppen anbieten. Für Auszubildende, Rentner, Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute bieten wir schon heute jeweils spezialisierte Online-Anwendungen zur Erstellung von Steuererklärungen an. Es werden sicher noch weitere Plattformen für andere Berufsgruppen hinzukommen. Zudem werfen wir auch den Blick über unsere Landesgrenzen hinaus. In fünf Jahren werden wir sicher nicht nur ein breit gefächertes Angebot für Nutzer in Deutschland haben, sondern auch in anderen Ländern aktiv sein. Wir sind auf einem sehr guten Weg, die erste Anlaufstelle zu werden, wenn es um das Thema Steuern und Steuererklärung geht – das beste Steuer-Tool in Deutschland bieten wir heute schon an.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sucht euch ein Problem, das möglichst viele Menschen betrifft, und löst dieses Problem. Wenn man einen wahren Nutzen schafft, kommt der Erfolg von alleine. Wer nur gründet um des Gründens willen oder, noch schlimmer, um reich zu werden, wird vermutlich keinen Erfolg haben.
Nur eine gute Idee zu haben, ist aber zu wenig. Es braucht auch ein starkes Team, um diese Idee umzusetzen. Zeit in ein nachhaltiges Recruiting zu investieren, lohnt sich daher immer.
Zuletzt: Lasst euch nicht unter Druck setzen. Ein junges Unternehmen muss gesund wachsen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei David Czaniecki für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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