Manchmal wird der kürzere Weg länger

Stryber Corporate Venture Portfolio Builder in der DACH Region

Stellen Sie sich und das Startup Stryber doch kurz unseren Lesern vor!

Jan Sedlacek: Stryber ist kein singuläres Startup, sondern ein Corporate Venture Portfolio Builder, der Ansätze aus der Venture Capital- und der Start-up-Welt vereint und Unternehmen durch den Aufbau strategischer Corporate Venture Portfolios zukunftsfähig macht. Zu unseren Kunden zählen Migros, Stöckli, Swisscom und viele andere. Stryber wurde 2016 von Alexander Mahr und mir gegründet. Inzwischen sind wir über 80 Mitarbeiter an den drei Standorten Zürich, München und Kiew.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Alexander Mahr: Wir haben  langjährige Erfahrungen im Corporate Innovation-Umfeld, waren Strategieberater, Corporate Innovation Manager, Linienmanager, Corporate Venture Capitalists aber insbesondere auch Startup Gründer, die mit Corporates Kooperationen schmiedeten. Ich denke, wir können glaubhaft sagen, wir haben das Problem, wie es Corporates machen, von allen Seiten betrachten dürfen. Und wir waren auch für viele gescheiterte Initiativen verantwortlich – gespickt mit kleinen Lichtblicken, wie es eigentlich funktionieren könnte. Aber wir konnten oder durften es nie so konsequent umsetzen. Mit Stryber sind wir angetreten, um es richtig zu machen. Im Kern haben wir uns die wichtige, aber großteils unterschätzte Methodik des Corporate Venture Building zu eigen gemacht.

Welche Vision steckt hinter Stryber?

Jan Sedlacek: Wir haben eher eine klare Mission als eine Vision: Als größter unabhängiger Corporate Venture Builder in der DACH Region wollen wir gezielt die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen steigern. Dabei grenzen wir uns bewusst von den üblichen Strategieberatungen ab. Denn während bei deren langwierigen Transformationsprozessen Unternehmen von digitalen Herausforderern überholt werden, bauen unsere Teams in Zürich, München und Kiew ein Portfolio an schlagkräftigen Ventures in kurzer Zeit. Da das Scheitern beim Venture Building einfach dazugehört, minimiert Stryber dieses Risiko durch den systematischen Portfolioaufbau.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Alexander Mahr: Als zwei Gründer mit einer Idee, von der man total überzeugt ist, hat man insbesondere die Herausforderung, andere davon zu überzeugen. Jeder Gründer kennt das: top Talente, mutige Kunden und gegebenenfalls Investoren von einem innovativen Geschäftsmodell zu überzeugen erfordert viel Überzeugungskraft und Ausdauer. 

Stryber Corporate Venture Portfolio Builder
Alex Mahr Foto Daniel Rothenberger

In unserem Fall waren wir von Tag 1 an Cash Flow positiv und wir haben nie daran gedacht, einen Investor mit an Bord zu nehmen. Das liegt an unserem Geschäftsmodell – natürlich ist das eine sehr spezielle Ausgangslage.

Wer ist die Zielgruppe von Stryber?

Jan Sedlacek: Mittelständische Unternehmen und Konzerne mit einem Umsatz von über 100 Millionen Euro – dabei setzen wir keine Grenze bei den Branchen. Es müssen allerdings Companies sein, deren Entscheidungsträger offen für neue Ideen sind und mit einer entsprechenden Unternehmenskultur die dafür offen ist. 

Wie funktioniert Stryber? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Venture Buildern?

Jan Sedlacek: Wir sind schnell, mit klarer Analyse und einem datengetriebenen Ansatz. Innerhalb weniger Monate bauen wir ein Portfolio an Startups für unsere Partnerunternehmen auf. Unsere Schnelligkeit ist dabei ein entscheidender Vorteil. So können die Unternehmen strategische Wetten schnell umsetzen und am Markt testen, Erfolge und Misserfolge werden direkt sichtbar. Neben der höheren Erfolgsquote bedeutet das auch eine Kostenersparnis für Unternehmen. Bildlich gesprochen: anstatt das ganze Budget für eine große imposante Sahnetorte auszugeben, die dann vielleicht niemandem schmeckt oder man Gefahr läuft, dass ein anderer Konditor doch noch eine bessere kreiert, bieten wir eine ganze Vitrine voller verschiedener Kuchenstücke an. Wir sehen dann welche Stücke schmecken und backen dann mehr von denen. 

Stryber, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Alexander Mahr: Wir haben eine klare Wachstumsstrategie und wollen einer der führenden und erfolgreichsten Company Builder im Markt zu sein. Vor allem wollen wir der beste Partner für Unternehmen sein und ihnen zu nachhaltigem Wachstum in neuen Business Feldern verhelfen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Jan Sedlacek: Eigentlich nur einen: Manchmal wird der kürzere Weg länger. Das vereint viele Aspekte die wichtig sind: Lerne, stelle dich auf Kurven und neue Tasks dahinter ein und wenn du denkst, du bist am Ziel, dann fängt es erst richtig an. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Alexander Mahr und Jan Sedlacek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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