Overnewsed and underinformed

Trotz Informationsflut gehört und gesehen werden

Warum fällt es so vielen Startups so schwer, das richtige Maß von Informationsgehalt und Menge zu finden? Die Antwort ist einfach: Mangelnde Erfahrung und fehlende Zeit. Statt das Wichtige von dem Unwichtigen zu unterscheiden, versuchen viele Startups dann frei nach dem Motto „zu viel ist immer genug“ alles, was sie wissen, an alle, die man kennt, zu kommunizieren. Gern auch mal nachts, wenn alle Aufgaben erledigt sind und einem beim runter fahren des Rechners einfällt, dass kommunizieren auf dem ToDo-Zettel stand. Doch nicht alle da draußen interessiert wirklich alles, was hier drinnen im Startup passiert. Damit es gelingt, hier ein paar wesentliche Punkte:

Gefahr 1: Overnewsed

Es ist eine Kunst, eine echte Neuigkeit zu präsentieren. Statt vorher auszusieben, was wie und in welchem Kanal kommuniziert wird, oder sorgfältiger Vorbereitung inkl. Definition der Empfänger, überschlägt sich die aktuelle Nachrichtenwelt – auch bei Startups. Die Gefahr eines „overnewsed“ Empfängers ist riesig und wächst.

Gefahr 2: Underinformed

Die Informations- und Nachrichtenflut reißt nicht ab. Und so wie es Ihrem Postfach in Ihrem Startup zugeht, geht es auch den Journalisten, Influencern, Bloggern etc. jeden Tag nur zehnmal so viel. Die Menge zu beherrschen, ist fast nicht möglich. Zusätzlich kommt noch der Bilder- und Informationsdruck, der in Summe aber zu keiner Besserung führt. So passiert es schnell, alle trotz der Informationen im Überfluss underinformed sind.

1. Tipp: Fassen Sie sich kurz!

In einer Zeit, in der das Bild mehr zählt als das Wort sollten die Worte nicht verschwinden, doch Sie haben nur 3 Sekunden, in denen der Leser/Betrachter entscheidet, ob er weiterliest – es ihn also interessiert. Helfen Sie dem Empfänger außerdem und kennzeichnen Sie Ihre Information als z. B. Pressemitteilung Ihres Startups.

2. Tipp: Dosieren Sie die Informationen!

Nehmen Sie sich Ihren Jahreskalender und planen Sie die News Ihres Startups. Und entscheiden Sie bei jeder Meldung: Wer bekommt was? Sollte die Frage nicht leicht zu beantworten sein, nehmen Sie diese Frage dazu: Wen informiere ich warum? Damit haben Sie Ihren Empfängerkreis pro Meldung einfach und schnell definiert.

 3. Tipp: Strukturieren Sie die Informationen!

Headline ist wichtiger als Subline. Aber was die Headline verspricht, erklärt die Subline ganz sachlich und knapp mit einigen Worten. Der dann folgende Text erfüllt inhaltlich die Versprechung und informiert wiederum sachlich mit nützlichen Details – für den Empfänger!

4. Tipp: Das Netzwerk & die Multiplikatoren!

Beide sind unbezahlbar für den Erfolg des Startup werden aber für die PR immer noch unterschätzt. Nutzen Sie jede Begegnung mit jedem für Ihren Erfolg, denn jeden, den Sie treffen ist ein Multiplikator für Ihr Startup und Ihre Idee. Bauen Sie sich Stück für Stück Ihr Netzwerk auf, dass Ihrem Startup in jeder Lebenslage helfen kann.

Fazit

Treue Leser ahnen es vielleicht und ja, es kommt jetzt: „be prepared!“ Es ist mein Arbeitsmotto und seit 21 Jahren mein persönliches Erfolgskonzept. Denn Erfolg kann man planen und alle, die keinen schicksalshaften Glücksmoment mit Millionenfrage haben, braucht eben diesen Plan.

Annett Oeding

Annett Oeding berät seit 20 Jahren Geschäftsführer und Vorstände in Kommunikationsfragen. Sie leitete Kommunikationsabteilungen von Konzernen und arbeitete als Pressesprecherin. 2013 gründete sie ihre eigene Strategieberatung für Kommunikation AOSK und unterstützt neben etablierten Unternehmen immer mehr Startups, die sie in unterschiedlichen Phasen kommunikativ berät, trainiert, coacht und begleitet. Alle Informationen finden Sie auch auf http://aosk.de/

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