Strom, Spaß und Sparen: Drei Startups mischen den Energiemarkt auf

Kraftzwerg: Nie mehr leere Handy-Akkus beim Festivalbesuch

White Grid: Stromanbieterwechsel leicht gemacht

Qmod: Aus Kompost und Pilzen Energie ernten

Die große Umstellung der Stromversorger auf erneuerbare Energien bedeutet große Veränderungen für die Energiewirtschaft. Unternehmen müssen flexibel, aktiv, anpassungsfähig und mit Initiative reagieren. Von Altbewährtem abweichen und mit Mut und Zuversicht neue Wege gehen – dies ist der Anspruch, den der E.ON Accelerator :agile stets an sich selbst hat, aber wozu er auch seine Zöglinge ermutigen möchte. Denn gerade Startups haben den Vorteil, dass sie ihre Geschäftsmodelle noch recht flexibel an die Energiewende anpassen und so das Leistungsangebot für ihre Kunden optimieren können. Über mehrere Monate steht das :agile Programm Jungunternehmen mit Energiebezug auf dieser Reise zur Seite – sowohl mit Rat und Expertise als auch finanziell. Vier Jahre nach der Gründung werden zurzeit 35 Startups in verschiedenen Entwicklungsphasen betreut, von denen :agile im Folgenden drei vorstellt:

Kraftzwerg: Festivalbesuch mit Zuhause-Feeling

Kraftzwerg-Gründer David Gaul liebt Festivals. Vor allem die Musik, die Party, den Spaß und das Feiern. Er liebt aber auch einen vollen Handy-Akku. Genau das stellte ihn so manche Male vor ein Problem: „Was macht man, wenn man seine Freunde auf dem Festival im Getümmel verliert und der Akku leer ist? Eventuell hilft ein Bier, aber auch nur dann, wenn es eisgekühlt ist. Und auch das kann ein Problem auf einem Festival sein“. Das brachte den CEO auf eine Idee: Der Kraftzwerg war geboren.

Ein kleiner Outdoor-Akku, über den alle elektrischen Geräte mit Strom versorgt werden können. Mit bis zu 5 kWh versorgt der Lithium-Ionen-Akku ein Smartphone genauso zuverlässig mit Strom, wie ganze Kühlschränke. Der Service ist einfach: Kraftzwerg kann direkt mit dem Festival-Ticket gebucht werden. Bei der Ankunft sendet der Kunde seinen Standort per App an den Festival-Service des Startups. Dieser kommt und verankert den Akku direkt neben dem Zelt. Vollgeladen kann der Kraftzwerg beispielsweise 32 Stunden lang einen Kühlschrank am Laufen halten. Während des Festivals funkt das Gerät dauerhaft seinen Ladestand an den Kunden und den Service. Sind die Strom-Kapazitäten aufgebraucht, tauscht der Service automatisch die Akkus aus. Nach dem Festival checkt der Kunde sich einfach per App beim Festival-Team aus, den Abbau übernimmt das Unternehmen. So müssen Camping-Begeisterte auch während eines Festivals nicht auf Rasierer, Föhn, Kaffeemaschine oder Leselampe verzichten. Der Service hat sich bereits in der Szene herum gesprochen: Der größte Festival-Betreiber Europas ist auf das junge Unternehmen aufmerksam geworden und mietet in diesem Jahr für seine fünf größten Veranstaltungen alle vorhandenen Akkus. Somit sind die Kraftzwerge im Sommer unter anderem auf den Festivals Hurricane, Deichbrand, Mera Luna und Chiemsee Summer zu finden.

Zurücklehnen und Entspannen: White Grid übernimmt den Stromanbieterwechsel

Jeder, der sich bereits mit dem Wechsel des Energieanbieters auseinandergesetzt hat, weiß, dass dies eine sehr frustrierende Angelegenheit sein kann. Mit dutzenden Dienstleistungen und unzähligen Produkten wird der Energiemarkt immer undurchsichtiger. White Grid hilft beispielsweise mit dem Wechsel-Bo dabei, den günstigsten Stromanbieter zu finden: Der Kunde muss dafür einmalig seine Präferenzen und Informationen zum Wohnort und Haushalt angeben – und schon übernimmt das Startup den nahtlosen Strom- oder Gasanbieterwechsel. Darüber hinaus bietet White Grid einen Erinnerungsservice, um dauerhaft ohne Aufwand im günstigsten Tarif zu bleiben, eine hohe Transparenz beim Ausweis des Sparpotentials sowie einen Stromvergleich ohne kritisch eingestufte Anbieter. Dabei legen die Jungunternehmer sehr großen Wert auf einen professionellen und reibungslosen Kundenservice. Die Idee zum Wechsel-Bo entstand, als einer der Gründer nicht rechtzeitig zu einem neuen Energieversorger wechselte und somit die jährliche Bonuszahlung verpasste. Die Überlegung: Es muss eine Lösung her, um die Komplexität der Energieprodukte zu filtern und zu reduzieren, so dass der Kauf von Energie einfach und bequem wird, wie zum Beispiel eine Buch-Bestellung im Internet. So gründeten Alexander Gebauer, Stefan Malcherek und Tormod Hirt das Unternehmen mit der Mission, die Energiebranche leichter, fairer, günstiger und nachhaltiger zu gestalten.

Mit dem Qmod Energie Ernte-Kit nachhaltiges Denken bei Kindern fördern

Nachhaltig produzierte Energie ist wichtiger denn je – aber Kinder lernen viel zu wenig darüber. Qmod möchte dieser Entwicklung entgegenwirken: Der Gründer Dana Cannan und sein Team reisten um die Welt, um zu erforschen, wie man das Thema „Grüne Energie“ in spielerischer Art und Weise entdecken kann. Mit dem inzwischen angesammelten Wissen und Inspiration im Gepäck launchte Qmod am 14. Juli 2014 den Qmod Energy Kit, mit dem Kinder spielerisch und intuitiv Strom von verschiedenen Quellen wie zum Beispiel Pflanzen, Kompost und Pilzen ernten können: „Wir freuen uns sehr, dass wir :agile von unserem Lernspiel über nachhaltige Energie für Kinder überzeugen konnten. Das Mentoren-Team hat uns geholfen, unsere Idee weiterzuentwickeln und unseren Blick auf die Kunden zu schärfen. Mit neuem Know-how zum Management, Hochskalierung und Energie starten wir nun am 1. Mai unsere Crowdfunding-Kampagne über Kickstarter“, so Cannan. Qmod möchte früh Bewusstsein für Kinder schaffen, wenn es um Umwelt und erneuerbare Energien geht. Mit verschiedenen Spiel-Modulen sollen sich Kinder an die Energieerzeugung herantrauen: Von leitfähigem Spielteig, Zitronen und Gurken über eigenproduzierte Batterien und LEDs bis hin zu einer Spielstadt mit direkter Stromversorgung lernen sie spielerisch die Grundlagen von elektrischen Schaltungen, Stromkreisen, Energieerzeugung und -speicherung.

Quelle Mashup Communications GmbH

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