Such dir ein starkes Team, das dich ergänzt und Stärken mitbringt, die du selbst nicht hast!

streetkickers: Die App für dein Fußball Training

Stellen Sie sich und das Startup streetkickers doch kurz unseren Lesern vor!
Hallo, wir sind Micha, Ibsi, Sven und Nuno – die Gründer von streetkickers. Bei einer Weltmeisterschaft würden wir in drei verschiedenen Teams spielen; einer mit Cristiano Ronaldo für Portugal, einer für Ägypten neben Mo Salah und zwei im deutschen Team unter Jogi Löw – unterschiedliche Persönlichkeiten, aber mit dem Ziel den Titel zu holen.

Unser Ziel ist es die ultimative Fußballtrainingsapp zu entwickeln und Kids den Traum vom Profi, auf eine spielerische Art und Weise, einen Schritt näher zu bringen.

Wie ist die Idee zu streetkickers entstanden?
Micha spielt seit 20 Jahre selbst Fußball und ist verschiedene Vereine durchlaufen. Durch die Position seines Vaters als Vorstandsvorsitzender bei seinem ersten Verein, hat er früh mitbekommen, dass auch in der Kreisliga jede Saison um die besten Spieler gebuhlt wird. In Deutschland hat Fußball einen enormen Stellenwert – es gibt gefühlt 80 Millionen Bundestrainer.

Ein generelles Problem im Fußball: es ist zwar beeindruckend, wenn Leute ihre Freizeit opfern um ein Team zu trainieren, aber oft haben sie keine offizielle Trainerlizenz oder sonstige Lehrgänge besucht. Streetkickers sieht da mit fortschreitender Digitalisierung eine Marktlücke, die viele Möglichkeiten bietet. Das wurde bereits bei anderen Sportarten aufgegriffen: Bei freeletics gibt es ein von Profisportlern designtes Trainingsprogramm zum nachmachen. Bei runtastic kann ich meine Leistungen ganz automatisiert tracken und jederzeit nachvollziehen. Instagram wird immer größer und auch viele Fußballer haben angefangen ihre Trainingseinheiten zu posten. In einer ersten Recherche haben wir gesehen, dass diese digitale Schnittstellen für Fußballer noch nicht existieren.

Uns war klar: Das muss geändert werden. Und nun setzen wir die Idee in die Realität um.

Welche Vision steckt hinter streetkickers?
Wir wollen jungen Fußballer/innen dabei helfen, stückweise näher an ihren Traum vom Fußballprofi zu kommen. Neun von zehn Spieler/innen wollen Profi werden. Das gilt nicht nur für die ganz Jungen – der Traum bleibt oft sogar bis in die A-Jugend bestehen. Mit Profi Trainern und Spielern erstellen wir Trainingseinheiten: im ersten Schritt auf Individualebene mit Videotutorials, um keine Ausreden wie wenig Trainingspartner zu haben – Die Tutorials sind intuitiv aufgebaut und animieren zum Nachmachen. Die Ergebnisse können in der App eingetragen werden, die besten Spieler/innen können sogar für besonders gute Resultate Trophäen sammeln und sich mit anderen Spielern vergleichen.

Viele Bundesligaclubs zeigen bereits Interesse an Kooperationen für eigene Trainingseinheiten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war im ersten Schritt das richtige Gründerteam zu finden. Das hat etwa zwei Jahre gedauert. Jetzt sind wir vier Gründer mit verschiedenen Stärken, – das hilft, die Schwächen gegenseitig auszubügeln. Wie in einer Fußballmannschaft bringt es nichts, wenn du elf Stürmer auf den Platz stellst. Die ersten Monate haben wir ge-bootstrapped, also uns selbst finanziert. Mit der Idee war es jedoch nicht sehr schwer bald den ersten Business Angel zu überzeugen, womit wir auch haben wir die Chance bekommen haben am Accelerator Programm von APX teilzunehmen – ein Joint Venture von Axel Springer und Porsche.

Wir bekommen noch immer starken Support und es wurden weitere Kontakte zu Mentoren und anderen Business Angels angeboten, die wir dann auch als Investoren gewinnen konnten. Momentan befinden wir uns in einer Finanzierungsrunde und haben das Ziel bis Mitte 2019 ein Investment von insgesamt mind. einer Million Euro von Investoren einzusammeln.

Wer ist die Zielgruppe von streetkickers?
Unsere antizipierte Kernzielgruppe sind Fußballer/innen zwischen zehn und zwanzig Jahren. Wir merken allerdings bereits jetzt, dass wir unter unseren 3.000 Testnutzern eine weitaus breitere Zielgruppe haben. Sowohl jüngere, als auch wesentlich ältere Spieler/innen haben Spaß an streetkickers.

Letztlich ist die App spannend für alle, die ihre Leistungen im Fußball steigern wollen.

Wie funktioniert streetkickers?
Die App steht kostenlos im App Store (Android & Apple) zum Download bereit. Bei der Registrierung werden die Nutzer nach ihrem primären Ziel gefragt. Man kann aussuchen ob man beispielsweise sein Dribbling oder seinen Schuss verbessern will. In der App gibt es dann die Möglichkeit über den virtuellen Trainer einen persönlichen Trainingsplan zu bekommen, der sich dem Ziel anpasst. Dann gehts auch schon los. Heute kann der Nutzer zwischen den verschiedenen Übungen in sechs Kategorien (Schießen, Fitness, Dribbling….) wählen.

Nachdem das Video Tutorial zeigt, wie du Übung zu absolvieren ist, macht man sie nach und trägt die Ergebnisse in die App ein. Diese werden in der eigenen Spieler Scorecard gespeichert. Der Nutzer erstellt sich also einen digitalen Zwilling, in dem er auf dem Platz trainiert. Die Spieler Scorecard ist das Herzstück der App und erinnert stark an die “Ultimate Team Card” vom Videospiel FIFA.

So können sich die Spieler/innen nicht nur mit Freunden oder Mitspielern vergleichen, sondern auch mit den eigenen Vorbildern. Am Besten einfach mal ausprobieren.

Welche Vorteile bietet streetkickers? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Unsere Vorteile sind, dass wir mit echten Profi Trainern – und Spielern zusammenarbeiten. So stellen wir sicher, dass wir die effektivsten Workouts anbieten und den Spieler wirklich weiterentwickeln. Der große Unterschied zu anderen Anbietern ist, dass unsere User kostenlos eine sehr große Anzahl an Übungen zur Verfügung bekommen und direkt starten können.

streetkickers, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren wollen wir uns den Titel „die ultimative Fußballtrainingsapp“ verdient haben und unseren Nutzern dabei helfen von Proficlubs entdeckt zu werden. Die Technologie wird bis dahin immens weiterentwickelt sein und wir werden weitere Performance Tracking Methoden in der App haben, um das Training für den Nutzer wie ein “Echtes” zu gestalten. Es gibt etliche Möglichkeiten der Weiterentwicklung, selbst das Angebot von Workouts in anderen Sportarten können wir heute nicht ausschließen – obwohl wir wissen, dass Fußball die am weitesten verbreitete Sportart ist und somit auch das größte Potential hat.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Such dir ein starkes Team, das dich ergänzt und Stärken mitbringt, die du selbst nicht hast. Es ist immer wertvoll sich mit Menschen zu umgeben, die dich verstehen und trotzdem jeden Tag aufs Neue herausfordern. Stell dich darauf ein, dass es ein harter Weg wird und du nicht von heute auf morgen erfolgreich wirst. Gründer sein bedeutet, für das eigene Projekt zu brennen und selbst beim x-ten Niederschlag wieder aufzustehen. Finde Mentoren mit denen du offen über deine Idee sprechen kannst und habe keine Angst, dass es jemanden gibt, der dir deine Idee klaut. Es gibt sowieso immer mindestens eine Hand voll Menschen, die zur gleichen Zeit etwas sehr Ähnliches machen. Dafür ist es hilfreich mit erfahrenen Menschen zu sprechen, die eine ähnliche Reise schon hinter sich haben.

Zuletzt ist dein Produkt immer der Kern deines Unternehmens, hüte es wie einen Goldschatz und setze immer die besten Ressourcen darauf, nur dann kannst du dir sicher sein große Erfolgschancen zu haben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Leonard Pust für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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