Das Team ist entscheidend, um das Ganze dann auch in die Realität umzusetzen

Treffen Sie Stratosphere Games auf der Lange Nacht der Startups in Berlin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Stratosphere Games doch kurz unseren Lesern vor
Unser Virtual-Reality und Mobile-Games-Studio Stratosphere Games wurde 2014 von zwei Kollegen und mir gegründet, Wir haben zuvor bei namhaften Entwicklern und Publishern, wie SplashDamage, Nexon, Rocksteady und Yag ergearbeitet. Seitdem setztdas mittlerweile aus 11 Mitgliedern bestehende Team in Berlin Mitte alles daran, innovative High-End-F2P-Spiele für das Smartphone zu entwickeln.
Unterstützt durch unsere eigene Entwicklungs-Architektur und mit der Unity-Game-Engine schafft das internationale Team Next-Gen-Erfahrungen für die Hosentasche mit einem starken Fokus auf AAA-Qualität, modernste Multiplayer-Features und innovative Retention-Elementen. Eine klassische Win-Win-Situation. Ein Ansatz, der übrigens von Google höchst persönlich belohnt wurde: Als eines von nur 14 Spielen wurde unser erster Titel „Nemesis Air Combat“, in „Early Access“ aufgenommen. Ein Programm, mit dem Google den weltweit besten, neuen Spielen seit diesem Jahr eine Plattform bietet. Auf der Langen Nacht der Startups präsentieren wir bereits die nächsten Titel,die wir Anfang 2017 veröffentlichen werden.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Ich lebe Computerspiele seit meiner Kindheit. Ende der 90er Jahre war ich einer der Pioniere im E-Sports Bereich, habe mit meinem Team gegen Gegner auf der ganzen Welt gespielt. Zudem habe ich mehr als fünf Jahre als Journalist für Spiele-Magazine wie z. B. EuroGamer gearbeitet und war bei der ersten Handyspiele-Welle live dabei. Bei jedem einzelnen Titelist mir immer etwas aufgefallen was ich verändern würde. Daher war der Schritt für mich nur konsequent.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie Ihr Startup finanziert?
Am schwersten war es, den Absprung zu schaffen. Ich und meine Mitgründer hatten gut bezahlte Jobs, allerdings immer noch zu wenig Geld um direkt voll durchzustarten. Den letzten kick hat der Zufall gegeben: Meine letzte Arbeitsstelle musste Insolvenz anmelden, Ich stand daherzwangsläufig – im Rückblick betrachtet zum Glück – vor der Entscheidung: Neuer Job oder eigenes Studio? Einen seit meiner Schulzeit guter Freund (und Mitbegründer), der das nötige Kleingeld hatte und von unserer Idee überzeugt war, hat uns schlussendlich geholfen auch die finanzielle Hürde zu nehmen.

Wer ist die Zielgruppe von Stratosphere Games?
Aktuell klassische Mid- und Hardcore-Gamer. Diese sind in unserem Falle oft männlich und im Alter von 12-45. Das liegt vor allem an unserem SciFi- und Militär-Hintergrund. Mal schauen, ob wir in Zukunft auch was für Frauen bieten können.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben?
Michael Liebe von der Gamesweek hat mich darauf hingewiesen, dass es diesmal auch eine Game-Sektion gibt. In Deutschland ist das Interesse von Seiten klassischer Startup-Medien und Investoren deutlich niedriger, als im Ausland. Ich hoffe mit dem Games-Bereich kommt da etwas Schwung rein.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen die es auf die Lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von dem Event?
Wir sind zwar noch ein klassisches Startup, aber haben eben auch schon Spieler und eine Menge Business-Partner. Deswegen nimmt das Tagesgeschäft für uns schon eine Menge Raum ein. Trotzdem erhoffe ich mir von dem Event vom klassischen Entwickler-Geschäft den nötigen Push in Richtung Self-Publishing zu bekommen. Das bedeutet, dass wir unsere Spiele selbst auf den Markt bringen möchten.Dafür benötigen wir weitere Partner, die uns sowohl mit ihren Netzwerken als auch finanziell unterstützen. Aktuell arbeiten wir noch mit externen Publishern zusammen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Ich muss zugeben, ich bin noch etwas vorsichtig, wenn es um die Resonanz geht. Im Gegensatz zu klassischen Games-Ländern, wie Finnland, die sogar einen eigenen staatlichen Games-Fond aufsetzen, sind deutsche Investoren noch sehr vorsichtig. Gerade deswegen bin ich sehr gespannt, was die Lange Nacht der Startups für uns bringt. Ich freue mich schon richtig darauf Interessenten zu erklären, was uns anders, was uns besonders macht…

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Obwohl das eine Standardfrage ist, ist sie nicht einfach zu beantworten. Ein Vorbild ist die Firma Supercell. Sie haben es mit einem verhältnismäßig kleinen Team (180 Mann und Frau)geschafft, die mobile Welt aus den Angeln zu heben, erreichen pro Tag mehr als 100 Mio. Spieler. Auch wir möchten Titel entwickeln, die auf der ganzen Welt leidenschaftlich gespielt werden; und das nicht nur für ein paar Tage oder Stunden sondern den Spielern über Jahre Freude bereitenDiese Produkt-Philosophie möchte unser gesamtes Team umsetzen.Mal schauen, vielleicht klappt das ja auch schon ein wenig früher.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Zu viele angehende Gründer sind zu verliebt in ihre Geschäftsidee. Fast alle erfolgreichen Startups, die ich kenne, haben erst einmal ihre Vision ausgearbeitet und dann ihre Idee immer wieder angepasst, bis sie den richtigen Ansatz gefunden haben. Außerdem ist das Team entscheidend, um das Ganze dann auch in die Realität umzusetzen. Denn erst mit diesem Schritt trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Erst mit der Umsetzung zeigt man, dass man aus dem richtigen Holz gemacht ist.

Wir bedanken uns bei Kristian Metzger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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