Strategiespiele und Finanzen. Wie können Sie im wirklichen Leben davon profitieren?

Strategiespiele und Finanzen haben in der Praxis eine enge Verbindung

Schon die kleinen Kinder werden durch Spiele gefördert, weshalb man selbstverständlich auch im erwachsenen Alter von den Games profitieren kann. Vor allem die Strategiespiele sind sehr interessant, da bei ihnen der Zufall oder der Glücksfaktor nur eine ganz kleine Rolle spielen. Der Sieg ist vorwiegend von einer voraussehenden Planung abhängig, wobei das eigene taktische Denken zum Einsatz kommt. Strategiespiele zählen übrigens mit zu den beliebtesten Games der Deutschen, es gibt sie in so gut wie allen Kategorien, also nicht nur die typischen Fantasystrategiegames, sondern auch Kriegsspiele oder Science Fictiongames. Auch für Kinder jeder Altersgruppen, stehen in dieser Hinsicht sehr viele Optionen zur Auswahl.
Strategiespiele können aber auch für Gründer eine sehr gut Übung sein, um zu lernen, wie man überhaupt mit Finanzen in der Praxis richtig umgeht und was bei einem Startup überhaupt alles zu beachten ist.

Wieso kann ein Startup von Strategiespielen profitieren?

Strategiespiele sind nicht nur ein herrlicher Zeitvertreib, wo man so richtig guten Spaß und Aktion haben kann. Mittlerweile gibt es auch Games, wo man beispielsweise eine eigene Firma gründen kann und dann mit anderen Playern dem harten Konkurrenzkampf ausgesetzt ist. Das beste Beispiel für solche Spiele sind beispielsweise das Capitalism-Game, was schon seit über 10 Jahren auf dem Markt ist, sich aber trotzdem noch sehr großer Beliebtheit erfreut. Dabei können mehrere Spieler gleichzeitig gegeneinander wirtschaften, wobei am Anfang die Ziele festgesetzt werden müssen, also beispielsweise der Wert vom privaten Kapital und die Mitarbeiteranzahl. Diese Ziele muss man dann beim Spielen innerhalb eines befristeten Zeitraums erreichen, schafft man es schon vorher, dann ist der vorzeitige Sieg schon auf der eigenen Seite.

Das Besondere an solchen Strategiegames ist, dass dabei auch die Marktwirtschaft und die Börsenkurse berücksichtigt werden, so dass man als Gründer davon wirklich doppelt profitieren kann. Es geht hier also nicht um reines Spielvergnügen, sondern um einen harten Überlebenskampf mit den anderen Mitspielern, die sich natürlich auch nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen werden.

Dieses Jahr soll übrigens auch eine neue Plattform für Computerspiele auf den Markt gebracht werden, wo angeblich sogar die Deutsche Börse mit eingestiegen ist. Auf dieser Plattform, die unter dem Namen „Switex“ bekannt ist, werden dann Ingame-Items für den Handel angeboten, also für Computerspiele benötigte Gegenstände, wie z.B. Waffen oder andere nützliche Utensilien, die man natürlich auch schon jetzt bei den jeweiligen Games erwerben kann, aber nicht über eine weltweite und noch dazu einheitlich regulierte Plattform.

Bei solchen Simulationen hat man als zukünftiger Gründer die ausgezeichnete Möglichkeit, seine eigenen Fähigkeiten optimal auszuprobieren und aus den Misserfolgen für die eigene Praxis zu lernen. Bei dem „Anno 2205“ Strategiespiel geht es beispielsweise darum, nicht nur normale Klimagebiete zu besiedeln, sondern unter anderem auch die Arktis und sogar den Mond. Auch bei diesem sehr beliebten Game muss man erst einmal lernen, wie man unter den unterschiedlichen Klimabedingungen überhaupt effizient bauen kann, woher man die benötigten Rohstoffe bekommt und vor allem auch, welche Notlösungen man bei bestimmten Problemen in Erwägung ziehen kann.

Bei solchen Strategiespielen ist es für den Spieler so gut wie unmöglich, schon nach kurzer Spielzeit eine gute Ahnung zu erhalten, wie es in der Zukunft weitergeht. Die Komplexität der neueren Games wird ständig größer, so dass man auch laufend immer größeren Herausforderungen und allen Arten von Problemen ausgesetzt ist. Eine unbedachte Spielreaktion setzt dann bei den meisten Games eine sehr negative Kettenreaktion ein, die im weiteren Spielverlauf dann die komplette Bilanz beeinträchtigen kann. Nur mit einer ausgezeichneten strategischen Planung ist es möglich, sich aus diesen Situationen wieder zu retten.

Daraus wird deutlich ersichtlich, dass solche Strategiegames in sehr enger Beziehung zu einem neuen Startup stehen können. Die meisten Gründer konzentrieren sich in der Regel nur auf einen bestimmten Faktor und übersehen dabei meistens auch andere wichtige Aspekte, die das geplante Unternehmen schon im Voraus zum Scheitern verurteilen können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Business- oder der Finanzplan nicht korrekt erstellt wurde und unvorhergesehene Ausgaben dabei nicht berücksichtigt wurden.

Fazit

Strategiespiele und Finanzen haben also auch in der Praxis eine enge Verbindung, denn die besten Vorbereitungen für das Startup werden nicht viel nützen, wenn man schon am Anfang den notwendigen Überblick verliert oder wenn man nicht zukunftsorientiert arbeiten kann. Viele Gründer beispielsweise versteifen sich auch auf eine ganz bestimmte Geschäftsidee, die allerdings dann im Geschäftsleben überhaupt nicht ausführbar ist oder die nicht zum gewünschten Erfolg beiträgt. Man muss also unbedingt lernen, flexibel zu sein und auch bei unvorhergesehenen Krisen nach einer geeigneten Lösung zu suchen und nicht einfach gleich den Kopf in den Sand stecken.

Strategiespiele können deshalb eine ausgezeichnete Vorbereitung für das reale Geschäftsleben sein, um sich zumindest eine ungefähre Ahnung machen zu können, welche Probleme auf einen Gründer zukommen können und von welchen Faktoren der Erfolg abhängig sein wird. Allerdings sollte man auch aufpassen, bei solchen intensiven und spannenden Games nicht abhängig zu werden, was natürlich auch sehr leicht der Fall sein kann.

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.

Bild: Pixabay

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