Nimm dir Zeit, das richtige Team aufzubauen

StoryDOCKS: Digitales Storytelling im Kindermedienbereich

Stellen Sie sich und das Unternehmen StoryDOCKS doch kurz unseren Lesern vor!
Die StoryDOCKS ist eine Ausgründung des Verlags Friedrich Oetinger. Aus der DNA des Kinderbuchverlags entstanden, beschäftigen wir uns vorwiegend mit Lösungen des digitalen Storytellings im Kindermedienbereich. Auf den Punkt gebracht verbinden wir dabei Kreativität und Technologie für die Medienerlebnisse von morgen. Mit renommierten Investoren entwickeln wir innovative Produkte und spannende Geschäftsmodelle für den Aufbau nachhaltiger und schnell skalierender Unternehmen. Derzeit sind unter unserem Dach vier Startups fest verankert: TigerBooks, TigerCreate, Framily und Onilo. Außerdem beteiligen wir uns an ausgewählten, innovativen Startups im Bereich des digitalen Storytellings und stehen der gesamten (Buch)branche auch als Berater in der digitalen Transformation zur Seite.

Welche Vision steckt hinter StoryDOCKS?
Gute Geschichten entfalten erst dann ihr volles Potenzial, wenn sie einen starken Partner an ihrer Seite haben. Wir wollen dieser Partner sein, der Welten schafft, in denen Menschen gute Geschichten auf allen Kanälen erleben können.
Mit innovativen Technologien, die ein neues Medienerlebnis ermöglichen und mit einem scharfen Blick für Kundenbedürfnisse setzt StoryDOCKS Lösungen für alle Bereiche um – zu Hause können Kinder mit TigerBooks, der größten Kindermedienplattform in Deutschland, über 4.000 Geschichten als E-Book, Hörbuch oder interaktives Buch erleben. Mit Onilo, der Lernplattform mit digitalen Boardstories, unterstützen wir die Lese- und Sprachförderung an Schulen und Bibliotheken und mit Framily schenken wir Kindern ihr ganz einzigartiges, extra für sie angefertigtes Buch – z.B. ihre ganz persönliche Geschichte mit Bibi & Tina, Wickie oder den Olchis.

Wie ist die Idee zu StoryDOCKS entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Till Weitendorf hat bereits vor Jahren und als Geschäftsführer des Oetinger Verlags digitale Geschäftsmodelle entwickelt und nach vorne gebracht. Neben dem Verlagsgeschäft ein rein digitales Unternehmen aufzubauen, hatte dann mehrere Gründe: Einerseits muss man digitale Geschäftsmodelle radikal anders denken und umsetzen als das traditionelle Verlagsgeschäft. Hierfür braucht man eine andere Organisation und Unternehmenskultur. Zum anderen wollten wir auch die Voraussetzungen schaffen, externe Partner und Investoren mit an Bord nehmen zu können. Und schließlich ist es auch unser Ziel, losgelöst von Oetinger auch für andere Content-Partner zur Verfügung stehen und unsere Lösungen und Dienstleistungen für alle Verlage und weitere Kunden zu öffnen. Dies gelingt bereits sehr gut: Die Software TigerCreate beispielsweise, die zunächst für die Animation von Kinderbüchern entwickelt wurde, wird nun im Rahmen einer Dienstleistung für große Kunden wie McDonalds oder IKEA eingesetzt.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Mit dem Friedrich Oetinger Verlag hatten wir von Beginn an einen starken Partner im Rücken. Das hat uns natürlich sehr geholfen und vor allem zum Start so manche Tür für uns geöffnet. Eine der größten Herausforderungen war jedoch im zweiten Schritt, uns auch ein Stück weit von unserer Mutterfirma zu lösen, um in der Verlagsbranche als neutraler und vertrauenswürdiger Content-Partner auftreten zu können. Das haben wir durch unser konsequent neutrales Agieren und die Relevanz unserer Produkte und Lösungen nun sehr gut erreicht.

Wer ist die Zielgruppe von StoryDOCKS?
Wir bewegen uns derzeit noch fast ausschließlich im Kindermedienbereich. Die Zielgruppen der einzelnen Units sind also vorwiegend Eltern und ihre Kinder sowie alle, die mit Kindern in Verbindung stehen, wie z.B. Pädagogen. In Richtung B2B gedacht wenden wir uns aber sowohl an Partner aus dem Verlags- und Medienbereich, als auch an gänzlich andere Branchen: Uns ist wichtig, Geschäftsmodelle übergreifend zu denken und für jeden zugänglich zu machen.

Wie kommt man als Startup in Ihr Portfolio?
Uns einfach ansprechen und die strategische Relevanz der Produkte und Geschäftsmodelle vorstellen. Wenn wir von der Idee und dem Team überzeugt sind, kann es sehr schnell gehen. Wir sind übrigens kein Inkubator, der als Durchlauferhitzer nur vorübergehend die Startups begleitet. Wir arbeiten als nachhaltiger Investor mit einer langfristigen Perspektive.

Wie werden die Startups von Ihnen unterstützt?
Wir unterstützen Startups ganz unterschiedlich und individuell: Mal ist es eine bloße finanzielle Beteiligung als Investor, mal eine beratende Funktion, in der wir unsere Expertise im Business Building und unser Netzwerk zur Verfügung stellen, mal ist es ein gemeinsamer Messeauftritt oder auch einfach ein Arbeitsplatz in unseren Räumlichkeiten – wir haben keine vorgefertigten Maßnahmenpläne, wir wollen unsere Unterstützung den Bedürfnissen und dem Wissens- und Entwicklungsstand der einzelnen Partner anpassen.

Welche Vorteile bietet StoryDOCKS? Wo liegt Ihr USP?
In der Verlagsbranche sind wir einzigartig: Einerseits wissen wir genau, wie Verlagsmenschen ticken und was sie brauchen, andererseits können wir mit unserer Digital-Expertise die nötigen Fortschritte und Innovationen anstoßen. Wir setzen auf Experten, die querdenken und interdisziplinär arbeiten. Marken und Geschäftsmodelle aufzubauen, die in den Köpfen der Kunden bleiben und durch schnelles, schlankes Company-Building eine agile Plattform für Businesspartner und Investoren zu bieten, ist unser erstes Ziel.

StoryDOCKS, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Credo war von Beginn an „vom I zum P zum G: Von der Idee zum Produkt zum Geschäftsmodell“. Was vielleicht zunächst als kleinteilige Lösung anfängt, soll weiter gedacht und schließlich auf andere Branchen, Medien oder Produkte ausgeweitet werden. Hieran werden wir weiter arbeiten. Auch die Internationalisierung unserer Geschäftsmodelle spielt eine große Rolle: Im ersten Schritt ist uns das mit Framily bereits gelungen, nun wollen wir weiter und auch mit unseren anderen Startups auf den internationalen Markt vordringen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Glaube an deine Ideen und kämpfe dafür.
2. Sei flexibel und passe dich den Marktumfeldern agil an.
3. Nimm dir Zeit, das richtige Team aufzubauen. Nicht nur an Mitarbeitern, sondern auch bei den Investoren, denn auch die sollten Teil des Teams sein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Michael Adam für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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