Überlegt euch gut wen ihr euch ins Boot holt

Stilbot: Die schönsten und besten Produkte von Amazon

Stellen Sie sich und Ihr Startup Stilbot doch kurz unseren Lesern vor!
Nach dem Motto “Schönes von Amazon ” zeigen wir auf stilbot.com die schönsten und besten Produkte von Amazon. Aufgebaut ist das Ganze wie ein Webshop, der allerdings ein wenig wie eine Social Media Plattform funktioniert. So können registrierte Benutzer beispielsweise ihre Lieblingsprodukte liken und in eigenen Sammlungen organisieren, um sie zu einem späteren Zeitpunkt leichter wieder zu finden. Hinter Stilbot verbergen sich zwei Software Entwickler aus Wien – Simon Brändle und Mario Netzer.

Wie ist die Idee zu Stilbot entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir sind schon seit einigen Jahren gut befreundet und immer auf der Suche nach interessanten Ideen, aus denen sich softwaretechnisch etwas machen lässt. Vor 2 Jahren sind wir auf einen Trend gestoßen den man am besten als kuratiertes Shopping beschreiben kann. Dabei suchen Menschen, die im Idealfall eine gewisse Expertise besitzen, Produkte aus die Gleichgesinnten gefallen könnten. Sie treffen quasi eine Vorauswahl um anderen Käufern die Entscheidung zu erleichtern. Im Falle von Stilbot handelt es sich um Designartikel, die auf Amazon erhältlich sind.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Finanziert haben wir das Projekt bisher selbst. Wir sind ja noch ganz am Anfang und bisher konnten wir so gut wie alles selbst machen. Bis auf Zeit hat uns der Aufbau der Plattform noch nicht viel gekostet. Die größte Herausforderung in unserem Fall ist ganz klar das bekanntmachen unserer Plattform und der Aufbau einer Community, ohne dafür riesige Geldsummen in die Hand nehmen zu können.

Wer ist die Zielgruppe von Stilbot?
Wir haben mal irgendwo den Begriff designaffine Menschen verwendet, das geht uns aber eigentlich nicht weit genug. Im Prinzip wollen wir Leute ansprechen die sich gerne mit schönen Dingen umgeben. Sei es Zuhause, im Büro, Unterwegs, oder sonst wo.

Wie funktioniert Stilbot?
Grundsätzlich ist die Webseite aufgebaut wie ein Webshop der die ausgewählten Produkte anzeigt. Der Unterschied ist eben die verknüpfte Community. Die Leute können sich mit ihrem Facebook Account ganz einfach bei uns anmelden und dann ihre Lieblingsprodukte liken und sammeln. Diese werden dann für sie gespeichert und auf einer eigenen Profilseite dargestellt. Es gibt auch die Möglichkeit anderen Benutzern zu folgen. Alles was Benutzer denen gefolgt wird liken und sammeln landet dann im persönlichen Feed. Wir haben auch noch einen Chatbot für den Facebook Messenger programmiert. Hier kann man quasi direkt mit dem Stilbot kommunizieren und sich beispielsweise bei der Geschenksuche helfen lassen.

Welche Vorteile bietet Stilbot?
Wir helfen den Leuten die schönsten und besten Produkte auf Amazon zu finden. Der Versandriese besitzt den größten Produktkatalog im deutschsprachigen Raum. Bücher, Möbel, Computer, Fernseher, alles wird verkauft und der Fokus liegt auf günstigen Preisen und schnellem Versand. Bei uns liegt der Fokus auf den Produkten und dem Einkaufserlebnis. Unsere Besucher kriegen also das Beste aus beiden Welten.

Wie ist das Feedback?
Durchwegs positiv, den Leuten scheint das Konzept und die Produktauswahl zu gefallen. Auch für das Design und den Aufbau der Seite haben wir schon viel Lob bekommen. Wir sind aber wie gesagt noch am Anfang unseres Weges und unser Publikum muss noch breiter werden um zu sehen ob alle unsere Annahmen halten.

Stilbot, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben ja erst 2016 gestartet, da lag der Fokus auf Produktentwicklung. 2017 liegt der Fokus auf Wachstum, also mehr Besucher bzw. Benutzer auf unsere Webseite zu lotsen. Natürlich wird auch die Webseite kontinuierlich um Funktionen erweitert werden und auch das Chatbot Thema wollen wir verstärkt angehen. In fünf Jahren wollen wir Stilbot als eine Art Role-Model im Bereich kuratiertes Shopping im deutschsprachigen Raum etabliert haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Als erstes würden wir sagen unbedingt ein Thema suchen mit dem man sich auch wirklich intensiv und lange auseinander setzen will. Auf kurzfristige Trends aufspringen zu wollen birgt immer auch die Gefahr, dass man genauso schnell wieder das Interesse daran verliert. Zweitens, lasst euch nicht zu sehr von behördlichen oder gesetzlichen Hürden abschrecken und einschüchtern. Zu Beginn klingt immer alles sehr kompliziert, aber am Ende gibt es meist doch eine relativ einfache Lösung. Drittens, überlegt euch gut wen ihr euch ins Boot holt. Ihr werdet viel Zeit mit diesen Leuten verbringen und gemeinsam wichtige Entscheidungen treffen müssen. Das Ganze soll ja schließlich auch Spaß machen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Mario Netzer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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