5 Tipps für die Steuererklärung 2015

Steuererklärung 2015 – So bereitest du dich vor

Der 31. Mai nähert sich mit großen Schritten – und darum auch deine (möglicherweise erste) Steuererklärung als Selbstständiger. Wir haben zusammengefasst, wie du dich am besten auf die Steuererklärung vorbereitest .

1. Belege sammeln

Das Prinzip der Buchführung lautet: „Keine Buchung ohne Beleg.“ Jede Einnahme und jede Ausgabe muss vor dem Finanzamt durch einen Beleg eindeutig nachgewiesen werden können.

Regelmäßige Buchführung macht sich also spätestens bei der Steuererklärung bezahlt. Denn wenn du deine Ausgabenbelege, Quittungen und Rechnungen bereits im Laufe des letzten Jahres gesammelt und archiviert hast, ersparst du dir nun viel Arbeit. Wenn nicht, dann gilt erstmal: Auf Belegsuche gehen.

Diese Belege solltest du sammeln:

• Rechnungen an deine Kunden
• Ausgabenbelege wie Quittungen und Rechnungen
• Verträge mit Geschäftspartnern
• Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen
• Kassenbuch (bei der Verwaltung von Bargeld)

2. Belege ordnen

Nun bist du deiner Steuererklärung schon etwas näher gekommen. Um die Übersicht nicht zu verlieren, solltest du deine gesammelten Belege ordnen und archivieren .

So ordnest du deine Belege richtig:

• Archivierung in chronologisch-aufsteigender Reihenfolge
• Trennung der Belege in „Kasse“ (für Barzahlungen) und „Bank“ (bei Überweisungen)
• „Bank“: Abheftung der Belege nach Buchungsdatum, hinter dem entsprechendem Kontoauszug
• „Kasse“: Sortierung der Belege nach Ausstellungsdatum des Belegs
• Trennung der Einnahmen von den Ausgaben
• Datum und Gesamtbetrag hervorheben, z.B. mit Textmarker

3. Gewinn ermitteln

Hast du dir nun einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben verschafft, ist es Zeit für den wichtigsten Zwischenschritt der Steuererklärung: Die Gewinnermittlung. Dazu gibt esmehrere Möglichkeiten:

Einfache Gewinnermittlung: Bei einem Umsatz von bis zu 17.500€ jährlich (Kleinunternehmer) genügt für dich eine einfache Gewinnermittlung mit Gegenüberstellung deiner Einnahmen und Ausgaben.

Einnahmen-Überschuss Rechnung: DieEinnahmen-Überschuss Rechnung (EÜR) ist ein amtliches Formular und dient ebenfalls der Gewinnermittlung. So frei wie bei der einfachen Gewinnermittlung bist du hier nicht. Ihren Gewinn nach EÜR ermitteln können alle Freiberufler sowie Gewerbetreibende ohne Kaufmannseigenschaften, die jährlich weniger als 600.000€ Umsatz und weniger als 60.000€ Gewinn machen.

• Gewinn- und Verlustrechnung: Alle anderen Unternehmer müssen im Rahmen der doppelten Buchführung ihren Gewinn über die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ermitteln. Diese ist Teil der Bilanz – und die damit aufwendigste Art der Buchführung.

4. Stolperfallen vermeiden

Hast du bei den Ausgaben auch an deine Umsatzsteuer gedacht? Nein? Aber gerade das ist ein häufiger Fehler bei der Steuererklärung. Denn auch deine Umsatzsteuerzahlungen an das Finanzamt gelten als Betriebsausgaben.

Daneben gibt es auch noch andere Stolperfallen, wie beispielsweise:

• Abschreibung von Anlagevermögen
• Betriebliche PKW-Nutzung
• Innergemeinschaftliche Lieferungen
• Privateinlagen / Privatentnahmen
• Reisekosten, Bewirtungskosten

Hier solltest du dich intensiv vorab informieren – oder in einen Steuerberater investieren.

5. In einen Steuerberater investieren

Steuerberater kosten Geld. Aber noch mehr Geld könnten dich mögliche Bußgelder kosten, wenn das Finanzamt Unstimmigkeiten in deiner Steuererklärung feststellt. Es lohnt sich also, in Steuerfragen auf einen Fachmann zu bauen.

Geld sparen kannst du, indem du alltägliche Routineaufgaben der Buchführung selbst erledigst und deinen Steuerberater nur die Steuererklärung machen lässt. Das ist nicht nur gut für deine Brieftasche, sondern auch für dein Geschäft: Denn nur wenn du deine Finanzen immer im Blick hast, weißt du auch, wie gut dein Business wirklich „läuft“.

Foto: © jorgophotograph -Fotolia.com

Andrea Lackner

Andrea ist Buchhaltungsexpertin bei Debitoor. Debitoor ist eine einfache Rechnungs- und Buchhaltungssoftware für Startups, Freelancer und Kleinunternehmer. Mit wenigen Klicks können Angebote, Rechnungen und Mahnungen geschrieben werden. Die intuitive Oberfläche ermöglicht dabei selbst Buchhaltungs-Laien einen schnellen Einstieg in das Programm. 2013 gegründet wird Debitoor mittlerweile in mehr als 30 Ländern aktiv genutzt.

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