Gute Inhalte sind Geld wert

Berliner Startup Steady hilft Journalisten, Bloggern und Podcastern, mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen

Gute Inhalte sind Geld wert. Unter diesem Credo bietet die neue Plattform Steady Content-Produzenten – vom Journalisten oder Blogger über Musiker und Künstler bis hin zu Programmierern, die Open-Source-Code anbieten – eine Möglichkeit, für ihre Arbeit entlohnt zu werden. Nach dem Prinzip des Crowdfundings kann sich eine Vielzahl von Menschen mit kleinen monatlichen Beträgen an Projekten beteiligen, die sie spannend finden. So werden über Steady unter anderem unabhängige Lokalzeitungen, Kunstprojekte oder Podcasts realisiert.

Die Crowdfunding-Plattform Steady bietet unabhängigen Content-Produzenten jeglicher Art die Möglichkeit, regelmäßig Geld von Unterstützern zur Realisierung von Projekten einzusammeln. Die sogenannten Publisher erstellen ihre eigene Kampagnenseite auf Steady und legen selbst fest, welchen Betrag sie jeden Monat für ihre Arbeit benötigen. Diese individuelle Kampagnenseite integrieren die Publisher auf ihrer Website und verbreiten sie über ihr soziales Netzwerk. Ihre Nutzer können sie dann monatlich mit kleinen Geldbeträgen unterstützen, um gemeinsam die Gesamtsumme zu stemmen. Steady stellt Produzenten dabei nicht nur die Infrastruktur für die Crowd-Finanzierung zur Verfügung, sondern übernimmt auch die gesamte Zahlungsabwicklung. Die Crowdfunding-Plattform selbst finanziert sich über eine Provisionsgebühr von 10%, die nur erhoben wird, wenn auch Geld eingenommen wird.

Lokaler Qualitätsjournalismus aus Bergisch Gladbach

Der Journalist Georg Watzlawek verdient bereits Geld mit Steady. Er ist Gründer der digitalen Lokalzeitung „Bürgerportal Bergisch Gladbach”. Seit 2009 berichtet er dort über die Geschehnisse in der nordrhein-westfälischen Stadt und hält seine Leser zusätzlich via Newsletter, WhatsApp und über diverse Social Media-Kanäle auf dem Laufenden. Das Bürgerportal finanziert sich momentan vor allem über Werbung und Beiträge des sogenannten Freundeskreises, eine Art informeller Aufsichtsrat der Digitalzeitung. Über Steady ist es nun möglich, Teil dieses Freundeskreises werden.

Für einen Betrag von 5€ im Monat wird man Freund, für 10€ Förderer und für 15€ Sponsor des Bürgerportals. Je höher der Beitrag, umso mehr Privilegien erhält man. Als Sponsor hat man so neben freiem Archivzugang zum Beispiel auch ein Recht auf zwei Plätze bei jeder Veranstaltung des Bürgerportals. Prämien, die jeder Steady-Nutzer für sein Projekt selbst bestimmen kann. Zwingend sind sie nicht.

Watzlawek will derzeit monatlich insgesamt 1.000€ durch seine Steady-Kampagne einnehmen. Das hat er fast erreicht. Regelmäßig hält er seine Unterstützer auf dem Laufenden, was er durch die Finanzspritze bereits erreichen konnte. Als die monatliche 500€ Marke gemeistert wurde, startete er zum Beispiel die Rubrik „Thema des Monats” über das Bürgerportal. Eine vom Leser bestimmte Thematik, über die er nach ausführlicher Recherche im Bürgerportal berichtet. Das ist möglich, da Steady die erzielten Einnahmen auch dann auszahlt, wenn die Zielsumme noch nicht erreicht wurde. Das ist bei herkömmlichen Crowdfunding-Plattformen oft nicht der Fall.

Steady-Mitgründer Sebastian Esser ist sich bewusst, wie schwierig es ist, mit unabhängigen Publikationen Geld zu verdienen: „Werbefinanzierung und Paywalls sind für unabhängige Publisher oft keine Option. Wir wissen aber, dass 5% des Publikums ihre Lieblingsautoren, Podcaster oder Videoproduzenten regelmäßig finanziell unterstützen würden. Steady motiviert die Communities nun ihren Künstler gemeinsam einen Schritt in Richtung finanzielle Unabhängigkeit zu bringen. Davon profitiert nicht nur der Publisher, sondern auch seine Arbeit, in die er durch diese Sicherheit noch mehr Zeit investieren kann. Das kommt dann natürlich seinen Nutzern zugute.”

Ihre Beiträge zahlen die Unterstützer ganz einfach mit den gängigen Bezahlmethoden Lastschrift, Kreditkarte und Paypal. Um jegliche Rechnungs- und Steuerfragen kümmert sich Steady selbst, damit sich die Publisher voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrieren können.

Fotograf: Frank Suffert

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Quelle Tonka GmbH

redaktion

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