Erfolg trotz anhaltender Unsicherheit

Wie kleine Unternehmen und Startups jetzt von visuellem Content profitieren können

Wie viel Wahrheit auch heute noch dahinter steckt, hat die Coronakrise zuletzt eindrucksvoll bewiesen. Vor allem kleine und lokale Unternehmen wurden hart von den gesetzlichen Regelungen getroffen. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, haben sich viele Laden- und Restaurantbetreiber etwas Neues einfallen lassen und innerhalb kürzester Zeit Lieferdienste, Online-Beratungen oder Maskenproduktionen auf die Beine gestellt. Dass sie dadurch zu lokalen Alltagshelden aufgestiegen sind, bestätigt auch eine Untersuchung von iStock: Seit dem Ausbruch des Coronavirus stieg der Bedarf nach Bildmaterial, das einen „Laden vor Ort“ zeigt, um satte 190 Prozent. Der Suchbegriff „lokale Unternehmen“ schoss sogar um 345 Prozent in die Höhe. Angesichts des gesteigerten Interesses ist es wichtiger denn je, wie sich kleine Unternehmen und Startups in der Öffentlichkeit präsentieren. Doch wie können sie diese Chance jetzt am besten nutzen?

Vertrauen schaffen

Fun Fact: Das menschliche Gehirn kann Bilder sehr viel besser und schneller verarbeiten als einen geschriebenen Text. 90 Prozent der übermittelten Informationen sind visueller Natur, weshalb die Auswahl des richtigen Bildmaterials essenziell ist. Da sich der Alltag in Folge der Pandemie grundlegend verändert hat und verstärkte Hygienemaßnahme zur neuen Normalität geworden sind, ist es sinnvoll, diese auf der Website oder anderen Kanälen wie dem Instagram-Account des Unternehmens entsprechend einzubauen.

Egal ob Restaurant, kleine Boutique oder Kosmetik-Studio:

Bildmaterial, das den aktuellen Gegebenheiten entspricht und visualisiert, dass alle Beteiligten ihr Bestes tun, um für ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu sorgen, gibt den potenziellen Kunden das gute Gefühl, das sie in dieser von Unsicherheit geprägten Zeit brauchen.  Servicekräfte, die bei der Arbeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen oder sich die Hände waschen, sind dafür ein gutes Beispiel. Große Unternehmen wie Lufthansa oder die Restaurantkette Hans im Glück haben das bereits seit Längerem auf ihren Websites umgesetzt.

Kleinere Unternehmen können sich hier also den ein oder anderen Trick bei der visuellen Umsetzung abschauen. Wie das im konkreten Fall von Hotels oder Pensionen konkret aussehen kann, zeigt unter anderem die Hotelkette Motel One, die für ihre Besucher eine separate Landing-Page mit anschaulichen Informationen zur Pandemie eingerichtet hat. Durch die Auswahl solchen passenden Bildmaterials können Unternehmen und Startups die Botschaft vermitteln, dass sie angesichts der derzeitigen Lage ihr Bestes zu tun, damit ihre Kunden und Mitarbeiter sicher und gesund bleiben. Das zeigt nicht nur, dass das Unternehmen seine Kanäle immer auf dem neusten Stand hält, sondern schafft seitens der Kundschaft auch das Vertrauen, das in dieser unsicheren Zeit unbedingt nötig ist.

Weniger ist mehr

Festivals oder aber auch Restaurants, die zuvor für ihre großen Familienfeiern beliebt waren, müssen jetzt umdenken – ebenso wie Bars, Kinos, Schwimmbäder oder Freizeitparks. Denn: Bilder von Menschenansammlung, die gemeinsam ausgelassen feiern, entsprechen aufgrund der geltenden Abstands- und Kontaktbeschränkungen derzeit einfach nicht der Realität. Aus diesem Grund kann entsprechendes Material momentan äußerst deplatziert wirken, was im schlimmsten Fall sogar dazu führt, dass potenzielle Kunden einen großen Bogen um die jeweilige Location machen. Besser ist es, diese Bilder bis auf Weiteres gegen neutralere Darstellungen zu ersetzen – bestenfalls gegen solche, die das jeweilige Unternehmen zwar von seiner besten Seite, aber unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Abstands- und Hygienevorschriften zeigt. Noch besser ist es, in aktuelles Bildmaterial zu investieren. So kann sich das jeweilige Unternehmen als flexibel und rücksichtsvoll präsentieren und ganz nebenbei zeigen, dass es seinen Kunden trotz der geltenden Bestimmungen stets den bestmöglichen Service bietet.

Authentizität und Transparenz

Egal, ob kleine Unternehmen und Startups bereits vorhandenes Material wählen, das zur derzeitigen Situation besser passt, oder direkt neue, passendere Bilder anfertigen lassen: Authentizität ist das A und O. Im Rahmen einer umfassenden Analyse hat Getty Images, das Mutterunternehmen von iStock, herausgefunden, dass realistische visuelle Darstellungen ein wesentlicher Faktor sind, der die Kaufentscheidung von Konsumenten wesentlich vorantreibt. Diversität und Inklusion spielen dabei eine wesentliche Rolle, denn die Zeit, in der stereotypisierende Hochglanzbilder Begeisterung weckten, sind längst vorbei. Was sich die Menschen stattdessen wünschen, sind Werbe- und Unternehmenskampagnen, die ihren Alltag so darstellen, wie er wirklich ist. Für den Aufbau von Markenvertrauen ist das von entscheidender Bedeutung – und zwar heute mehr als je zuvor.

Dieselbe Offenheit wünschen sich die Konsumenten aber auch von den Unternehmen selbst:

Fast drei Viertel der Verbraucher, die im Rahmen der Analyse von Getty Images an einer Umfrage in Kooperation mit dem internationalen Marktforschungsinstitut YouGov teilgenommen haben, gaben an, sich uneingeschränkte Transparenz zu wünschen und wissen zu wollen, was tatsächlich hinter den Kulissen geschieht, wenn ein Produkt hergestellt wird. Die Kunden aktiv einzuladen, genau von diesem Prozess ein Teil zu werden, um genauer zu verstehen, wie die Entwicklung, Logistik und interne Zusammenarbeit konkret aussehen, ist ein wirksames Mittel, um mehr Vertrauen zu schaffen.

Denn dieser Einblick in das, was Externen in den meisten Fällen verborgen bleibt, ermöglicht es den Kunden, sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie das jeweilige Unternehmen arbeitet, und sorgt damit für ein größeres Engagement und letztendlich auch für mehr Treue und eine engere Bindung. Das gilt nicht nur während der anhaltenden Pandemie, ist aber gerade jetzt wichtiger denn je. Die eigene sowie die Gesundheit seiner Freunde und Familie zu schützen, hat derzeit für viele Menschen oberste Priorität. Umso wichtiger ist es, den Unternehmen, mit denen man interagiert, sein volles Vertrauen schenken zu können.

Autor: Alwyn Gosford, Senior Video Art Director bei iStock

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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