Startup vs. Großkonzern – Wo fühle ich mich wohler?

Jeder Arbeitsplatz ist anders – genau wie jeder Arbeitnehmer. Hier die richtige Kombination zu finden, ist oft gar nicht so leicht. Besonders als Berufseinsteiger hat man die Qual der Wahl: Lockere „We are Family-Startup-Mentalität“ oder doch lieber glänzende Karrieremöglichkeiten bei einem großen Konzern? Unterschiedlichster können beide Arbeitsplätze nicht sein und haben jeweils ihre Vor- und Nachteile.

Startup – jung und dynamisch behaftet mit Risiko

Wenn man Startup hört, denkt jeder gleich an ein junges aufstrebendes Unternehmen, das mit einer Idee oder einem Produkt versucht, den Markt zu erobern und das ganz große Geld machen will. Die Anfänge liegen meist in den Garagen der Eltern oder in den Studenten WG’s der Gründer. Wenn’s läuft, folgt im Idealfall ein Büro ausgestattet mit Kicker und PlayStation – damit der Startup-Charakter auch erhalten bleibt. Der Umgang im Team ist ungezwungen bis hin zu familiär und freundschaftlich. Weitreichende Entscheidungen werden schnell und ohne bürokratischen Aufwand getroffen. Jeder darf und soll sich mit Ideen und seinen Talenten einbringen. Der Arbeitsplatz ist dabei aber nicht immer festgelegt. Gerade wenn die Mitarbeiteranzahl noch überschaubar ist, wird man als Allrounder in vielen Arbeitsbereichen aushelfen müssen. Doch man wächst mit dem Unternehmen, sammelt viele Erfahrungen und hat so reichlich Möglichkeiten, sich auszuprobieren.

Wer in einem Startup arbeiten möchte, sollte Eigenständigkeit und vor allem Kreativität mitbringen. Wer feste Strukturen braucht, ist hier fehl am Platz. Oft gibt es auch keine geregelten Arbeitszeiten, Überstunden sind schon fast Standard. Auch das Gehalt ist bei kleinen Unternehmen niedriger. Zudem kommt, dass nicht jedes Startup gleich Airbnb oder Spotify ist – das sollte jedem bewusst sein. Nicht jede Idee setzt sich am Markt durch und deshalb scheitern viele neu gegründete Unternehmen. Diese Punkte solltest du dir bei der Bewerbung bei einem Startup im Hinterkopf behalten. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Großkonzern – sicher und geordnet mit Aussicht auf Karriere

Mit Großkonzernen verbindet man riesige Gebäude im Geschäftsviertel der Stadt, Menschen, die mit Anzügen und Aktenkoffer hektisch umherirren und Großraumbüros, in denen man höchstens den Nachbarn am Nebentisch kennt. Großkonzerne punkten dort, wo Startups schwächeln: hierarchisch, geordnete Strukturen, hohe Arbeitsplatzsicherheit und bessere Gehälter. Dazu kommen Benefits wie Weihnachtsgeld, Firmenwagen und eigenes Smartphone. Aufstiegsmöglichkeiten, Auslandsaufenthalte und Weiterbildungen sind bei Großkonzernen aufgrund ihres höheren Budgets auch eher möglich als bei Startups.

Andererseits ist man bei einem Großunternehmen häufig nur eine Nummer. Aufgrund der vielen Mitarbeiter bleibt man meist anonym. Wer hier als Berufseinsteiger arbeiten will, muss damit umgehen können, sich eingefahrenen Strukturen zu fügen und seine spezifische Arbeit zu erledigen. Für Menschen, die innovative Veränderungen im Arbeitsablauf einbringen wollen, gibt es hier oft nur wenig Entfaltungspotenzial. Der Kontakt zum Vorgesetzten ist zudem meist schwierig und weitreichende Entscheidungen können langwierig und bürokratisch sein. Hier ist Durchhaltevermögen und Ausdauer gefragt.

Welcher Job passt besser zu mir?

Sowohl der Job in einem Startup als auch in einem Großkonzern hat Vor- und Nachteile. Wenn du jung bist, aufstrebend und nicht weißt, wohin mit all deinen kreativen Gedanken, dann bist du in einem Startup ohne feste Strukturen sehr gut aufgehoben. Wenn du doch eher jemand bist, der Sicherheit braucht und schnell die Karriereleiter hochklettern möchte, dann wirst du in einem Großkonzern glücklich.

Grundsätzlich gilt aber: Höre auf dein Bauchgefühl und nimm den Arbeitgeber genau unter die Lupe. Das kannst du online über die Unternehmensseite sowie über die Social Media Accounts und diverse Bewertungsseiten machen. Wenn du von Vornherein weißt, dass diese Stelle nicht zu dir passt, dann solltest du dich nach einem anderen Job umschauen und wo anders bewerben. Zu einem guten Gefühl im Bewerbungsverfahren gehören neben deiner Motivation aber auch richtig gute Bewerbungsunterlagen. Das Bewerbungsschreiben können dabei Profis für dich übernehmen. So bist du perfekt für deinen neuen Job vorbereitet, egal ob es im Endeffekt jetzt ein Startup oder doch der Großkonzern wird.

Autor: Hannes Jürgensen

Hannes Jürgensen studierte Medienwissenschaften und absolviert momentan ein Praktikum im PR- und Online-Marketing-Bereich bei dem Startup richtiggutbewerben.de. Ein Dienstleister, der Bewerbungen schreibt und so zum Traumjob verhilft. Erfahrungen konnte er auch schon in den Bereichen Print und Fernsehen sammeln. Privat verreist er gerne, treibt Sport und fotografiert gerne.

 

Bild: pixabay

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