Erfolgreiches Funding-Jahr für österreichische Gründer

Startup Report Austria 2018: Erfolgreiches Funding-Jahr für österreichische Gründer

  • 53 Prozent mehr Finanzierungsrunden und 63 Prozent mehr gesammeltes Geld setzen ein starkes Signal für die österreichische Startup-Szene
  • Die Top 11 der größten Finanzierungsrunden allein erhielt mehr Kapital als die 63 im Startup Report Austria 2017 ausgeführten Unternehmen zusammen

Die Startup-Szene Österreichs setzt ihren Finanzierungsboom weiter fort. Das wird aus dem Startup Report Austria 2018 deutlich, der jährlich von GetFunding.how herausgegeben wird und die österreichischen Funding-Aktivitäten im detaillierten Jahresvergleich analysiert. So haben im vergangenen Jahr insgesamt 101 Finanzierungsrunden in jeweiliger Höhe von mindestens 250.000 Euro stattgefunden, was einer Steigerung von 53 Prozent im Vergleich zu 2017 entspricht. Dabei wurde mit 238 Millionen Euro satte 63 Prozent mehr Kapital als im Vorjahr gesammelt. Die elf größten Finanzierungsrunden brachten in Summe etwa 145 Millionen Euro ein – das ist mehr als alle 63 im Startup Report Austria 2017 gelisteten Unternehmen, die 133 Millionen Euro eingesammelt hatten.

„Das Interesse an Beteiligung und Risikokapitalfinanzierung steigt kontinuierlich weiter, sowohl bei den Investoren als auch bei den Gründern“, stellt Birgit Reiter-Braunwieser, Direktorin Startups bei der Betriebsansiedlungsgesellschaft Austrian Business Agency (ABA), fest. „Das ist ein starkes Signal für die Startup-Szene in Österreich.“

Besonders die Investitionen in das Wiener Reise-Startup Tourradar in Höhe von 42,5 Millionen Euro trugen zu diesem Anstieg bei. Die zweitgrößte Finanzierungsrunde schaffte das Kärntner Videostreaming-Startup Bitmovin mit 24,4 Millionen Euro. Doch auch die Zahl der Deals in der Größe von einer bis zwei Millionen Euro ist gestiegen. Diese gelten bekanntlich als besonders schwierig, da sie für Business Angels oft zu groß sind, für Venture Capital Firmen aber oft noch zu klein.

Strahlkraft eines förderungsfreudigen Staats

„Offensichtlich schlagen die gezielten Maßnahmen an, mit denen die Bundesregierung die heimische Community unterstützt“, so Frau Reiter-Braunwieser. „Erst im Januar 2019 wurde von der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck ein zusätzliches Startup-Maßnahmenpaket angekündigt, mit steuerlichen Anreizen für Investoren und Beschleunigungen bürokratischer Prozesse. Das führt dazu, dass sowohl die Zahl der ausländischen und als auch der heimischen Geldgeber deutlich ansteigt.“

Dass die Szene reifer wird, liegt allgemein an der ausgeprägten Förder- und Investitionslandschaft. So bieten die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und die Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) durch spezialisierte Programme und Gründerfonds wertvolle Unterstützung. Die 14-prozentige Forschungsprämie macht ebenfalls den Standort Österreich für Gründer und Investoren attraktiv.

Startup Report Austria

Florian Kandler und sein Team von GetFunding.how stellen auf Basis einer Datenbank, von Online-Medien und aus direkten Kontakten aus der Community die komplette Liste an Finanzierungsrunden zusammen. Ziel des Reports ist es, junge Gründer zu inspirieren und auf den für Startups attraktiven Wirtschaftsstandort Österreich aufmerksam zu machen.

Bild: pixabay

Quelle Hill+Knowlton Strategies GmbH

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