Tell your Story!

Wie Sie Ihre Startup-Geschichte in der PR sinnvoll nutzen

Wie bei jedem neuen Trend – heißt er nun Content Marketing oder Storytelling– geht es doch um ein altes Thema: Haste was zu erzählen oder nicht? Und wenn Du was zu erzählen hast, kommen die nächsten Fragen: Ist es interessant und relevant? Ist es ausgedacht oder echt?
Startups widmen der eigenen Geschichte, die etwas mit Pioniergeist und Leidenschaft zu tun hat, nicht immer genug Aufmerksamkeit. Doch es ist ein echtes Differenzierungsmerkmal im Vergleich zu großen gesichtslosen Konzernen. Ihre Startup-Geschichte ist echt und kann gar nicht häufig genug erzählt werden. Halten wir uns also nicht mit dem WIE der Verbreitung auf und konzentrieren wir uns heute auf das WAS in der Kommunikation.

Startups haben immer eine Geschichte

Als Startup sind Sie im Vergleich zu manch einem Konzern in der glücklichen Lage, eine authentische Geschichte erzählen zu können. Sie müssen sich keine konstruierte Geschichte ausdenken, damit es losgehen kann. Bei Ihnen ging es los, weil Sie eine Geschichte haben. Mir gegenüber sitzen gern verzweifelte Startups, die mir etwas über die Programmierung, Email-Marketing oder Produktionsverfahren erzählen. Die Punkte sind wichtig für Ihr Unternehmen, doch wenn ich mal sehr menschlich frage, wie sie auf die Idee kamen, warum sie sich selbständig gemacht haben und was sie selbst an der Idee begeistert. Dann wird es für einen Kommunikator wie mich erst richtig interessant, denn diese Informationen sind Gold wert und bilden die Basis Ihrer Brandstory.

Warum eine Geschichte?

Die gesellschaftlichen Entwicklungen spiegeln sich auch in der Kommunikation wieder nach einem Zeitalter der Technik und Fakten suchen die Menschen (auch Entscheider) nach Nähe, Authentizität und Menschlichkeit. Je sympathischer und persönlicher also die Startup-Geschichte desto mehr Menschen erreichen Sie mit Ihrem Unternehmen oder Produkt.
Die Basis dieser Freude ist die Brandstory, die die Bedürfnisse der Kunden und den Nutzen der Marke/ des Produktes mit etwas sehr Menschlichem Ihres Unternehmens verbindet. Ihre Startup-Geschichte hat mit Neugierde, Wissen und Erfahrung zu tun vielleicht auch mit Glück, einem Schlüsselerlebnis oder einer einmaligen Begegnung in Ihrem Netzwerk. Überlegen Sie selbst was Ihre Geschichte ist, und wie Sie diese im Vergleich zu anderen noch besonderer macht.

Wie wird daraus eine Geschichte?

Was sind die Bestandteile einer Geschichte? Die kürzeste Form ist natürlich Einleitung, Hauptteil, Schluss. Dazu kommt die Frage: Wer macht was wann wie warum? Das sind übrigens auch die 5 W-Fragen, die Basis jeder Pressemeldung sind. Scheiben Sie jedes dieser Ws in eine Zeile und fangen Sie an,Ihre Fakten zu jeder W-Frage zu notieren. Dann versuchen Sie daraus mal einen roten Faden für Ihre eigene Geschichte zu spinnen. Los geht’s!

Wie sag ich’s dem Kinde?

Jetzt haben Sie Ihre Geschichte geschrieben und stellen fest: Ist ganz schön lang geworden. Dann stellen Sie sich doch mal die Frage, welchem Publikum Sie diese Geschichte erzählen werden. Dem Nachbarn, dem Banker den potentiellen Lieferanten. Alle drei haben keine Zeit Romane zu hören, doch alle drei sind neugierig und Sie wollen sie für sich gewinnen.
Wie sag ich’s dem Kinde steht hier eher als Sinnbild für den Stil Ihrer Geschichte. Einfach, knapp auf den Punkt mit einem Schuss Emotion & Persönlichkeit.
Überlegen Sie, welche Menschen in Ihrem Umfeld gut sprechen können, erzählen Sie ihnen die Geschichte und bitten Sie diese in Ihren Worten wieder zu geben. Sie werden Erstaunliches feststellen und jedes Mal Ihre Geschichte verfeinern.

Fazit: Die Story ist Basis für alles

Wenn die Story steht, werden Sie feststellen, dass sie in ganz vielen Bereichen hilft und Quell der Inspiration in ideenschwachen Momenten sein kann. Für die CI, für die Website, für den Messestand, für das Employer Branding oder die PR. Die Story hilft Ihnen die Basis nicht aus den Augen zu verlieren.
Ihr Vorteil ist, dass man von Startups immer Leidenschaft und Enthusiasmus erwartet, geben Sie dem Publikum also Informationen mit Begeisterung. Denken Sie daran, dass die Story als Basis jeder Verstehen muss. Je nach Publikum oder Informationsempfänger dürfen Sie natürlich auch ein wenig mehr nützliche Infos liefern, um Sie oder Ihr Unternehmen kennen zu lernen.
Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre eigene Geschichte konsistent und konsequent erzählen – über einen sehr langen Zeitraum hinweg bis es auch der letzte verstanden hat.

Foto © BillionPhotos.com -fotolia.com

Annett Oeding

Annett Oeding berät seit 20 Jahren Geschäftsführer und Vorstände in Kommunikationsfragen. Sie leitete Kommunikationsabteilungen von Konzernen und arbeitete als Pressesprecherin. 2013 gründete sie ihre eigene Strategieberatung für Kommunikation AOSK und unterstützt neben etablierten Unternehmen immer mehr Startups, die sie in unterschiedlichen Phasen kommunikativ berät, trainiert, coacht und begleitet. Alle Informationen finden Sie auch auf http://aosk.de/

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