Die Höhle der Löwen: Warum Start-ups auf cloudbasierte Shopsysteme setzen

Die Höhle der Löwen (DHDL) ist vor ein paar Wochen in die achte Staffel gegangen und zieht wieder Millionen Zuschauer in den Bann. Im Schnitt schalten rund 2,5 Millionen Fernsehzuschauer wöchentlich ein, um Start-ups und Promi-Investoren beim Zittern und Verhandeln zuzusehen. Für viele Unternehmer ist die beliebte Start-up-Serie eine Art Ritterschlag. Wer einmal in der Show teilgenommen hat, kann mit Investments, einer erhöhten Reichweite, deutlichen Traffic-Anstiegen und somit auch höheren Verkaufszahlen rechnen. 

Teilnehmer berichten von deutlichen Traffic-Anstiegen

Ganz so einfach ist das von technischer Seite nicht: die plötzlichen Traffic-Anstiege können beizeiten auch ihre Server, und somit ihre Onlineshops, in die Knie zwingen. Erfahrungsgemäß steigt der Traffic schon während der Ausstrahlung der DHDL-Folge deutlich an. Das Food-Start-up 3Bears, das Porridge produziert, hat rund um die Ausstrahlung der Sendung 47.000 Bestellungen verzeichnet. Von deutlich erhöhten Verkaufszahlen berichteten auch die Gründer von Pumperlgsund, die Eiweißshakes herstellen. Sie konnten schon während der Sendung einen Run auf ihre Produkte verzeichnen – von Privatpersonen und auch aus dem Einzelhandel gingen tausende Bestellungen ein. Kurzzeitig konnten sie sogar keine Neubestellungen mehr annehmen, um die Produktion gewährleisten zu können. 

Jennifer Lapidakis, Gründerin der Kosmetikmarke STRONG, setzte schon vor ihrer DHDL-Teilnahme auf Shopify. Ein entscheidender Faktor war, dass auch Kylie Jenner, die den erfolgreichsten Beauty-Shop der Welt hostet, auf Shopify setzt. Für die Gründerin des Po-Masken-Start-up PoBeau, Sandy Glückstein, waren auch die Möglichkeit des Kundenkontakts sowie bestehende Schnittstellen zu Payment-Anbietern und für ein späteres Fulfillment entscheidend. Auch sie konnte einen gestiegenen Traffic während der Ausstrahlung der Folge feststellen. Besucherzahlen auf dem Shop verdreifachten sich am Tag der Ausstrahlung und blieben auch die folgenden Tage stabil hoch. Es kann also sehr sehr schnell gehen. Viele Onlineshops sind so sehr überwältigt, dass sie teilweise kaum von dem durch DHDL verursachten Ansturm profitieren können. 

Cloudbasierte Shop-Systeme ermöglichen schnelles Skalieren

Die Skalierbarkeit der Shops sollte daher schon beim Aufbau und Launch des Onlineshops in Betracht gezogen werden. Dazu sollten die Start-ups auf cloudbasierte Shopsysteme setzen. Sie haben den großen Vorteil, extrem skalierbar zu sein. Zudem sind cloudbasierte Systeme mit weniger Kostenaufwand verbunden. Generell ist die Nutzung eigener Server wesentlich teurer und ab einem bestimmten Punkt müssen Serverkapazitäten erweitert werden, was wiederum mit Mehrkosten verbunden ist. Ein weiterer Vorteil cloudbasierter Systeme ist, dass Händler zu jeder Zeit und an jedem Ort auf ihre Daten zugreifen können. 

Durch Hosting auf der Cloud sind also selbst bei plötzlichen Traffic-Anstiegen keine zusätzlichen Server nötig. Das Geschäft kann so einfach skaliert werden und ist bestens auf Anstürme, wie sie durch DHDL oder den Black Friday hervorgerufen werden, vorbereitet. Zahlreiche DHDL-Start-ups entscheiden sich daher für Shopify. Die führende Multichannel-Commerce-Plattform stellt eine cloudbasierte “All-in-One”-Lösung für Onlinehändler zur Verfügung. Das ist ein entscheidender Faktor, denn so können sich Onlinehändler auf ihr Core-Business konzentrieren: das Herstellen und Verkaufen ihrer Produkte.

Autorin: Linda Guddat, Senior Business Development Manager bei Shopify

Linda Guddat ist Senior Business Development Manager bei Shopify, der führenden Multichannel-Commerce-Plattform, die von mehr als einer Million Händlern weltweit genutzt wird. Seit August 2019 ist sie für die Geschäftsentwicklung von Shopify in Deutschland zuständig. Während dieser Zeit war sie beispielsweise verantwortlich für die Shopify-Kooperationen mit ebay Deutschland, idealo und Spreadshirt. Bevor sie zu Shopify kam war sie in Salespositionen verschiedener Tech-Unternehmen tätig. Sie bekleidete beispielsweise Posten wie Head of Key Account Sales bei simplesurance und Sales Manager Nordics bei Spreadshirt. Linda Guddat hat einen Magister in Anglistik, Politikwissenschaften und Philosophie von der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. Sie lebt und arbeitet in Berlin. 

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