Mit gutem Team-Spirit übersteht man auch die ein oder andere Krise!

Spyra: Wasserpistole der Zukunft die Spyra One

Stelle dich und das Startup Spyra doch kurz unseren Lesern vor!
Hallo, ich bin Rike, Co-Founderin des Startups Spyra. Wir entwickeln die Spyra One, die Wasserpistole der Zukunft. Durch klare Treffer, automatisches Aufladen und ein digitales Display wird die aus der Kindheit geliebte Wasserschlacht auf ein ganz neues Level gehoben. Mit diesen Features ist ein strategischeres Gameplay möglich. So wird die Wasserpistole endlich auch für Erwachsene wieder spannend.

Und damit treffen wir offensichtlich einen Nerv: Unsere Kickstarter-Kampagne für die Spyra One erreichte nach dem Start ihr Finanzierungsziel in nur 25 Minuten. Nach 24 Stunden hatten wir schon mehr als 150.000 Euro eingeworben (und waren ziemlich überwältigt!).

 

Wie ist die Idee zu Spyra One entstanden und wie habt ihr euch als Gründerteam zusammengefunden?
Meinem Mitgründer Sebastian kam die Idee bei einer Schlauchbootfahrt mit Freunden. Als er dafür nach einem geeigneten Modell suchte, wurde er schwer enttäuscht, denn nach dem Wasserpistolen-Boom in den 90ern waren Wasserpistolen nur noch schlechter geworden. Nach einer Weile beschloss er, seinen gutbezahlten Job zu kündigen und sich der Wasserpistolenrevolution zu widmen.

Das fanden nicht alle unmittelbar einleuchtend, aber ein paar Verrückte wie unser zweiter Mitgründer Marius und auch mich hat die Vision sofort überzeugt. Heute ist die erst mal spaßig klingende Wasserpistolen-Idee ein richtiges „Serious Business“ mit sieben weiteren Teammitgliedern in München. Und wir wachsen weiter:

Nach unserer Kickstarter-Kampagne wollen wir uns mit einem technischen Leiter für die Serienproduktion weiter professionalisieren.

Team-Besprechung im Büro im Herzen Münchens
Team-Besprechung im Büro im Herzen Münchens

Welche Vision steckt hinter Spyra One?
Mit der Spyra One wollen wir eine seit 20 Jahren stillstehende Industrie revolutionieren und die beste Wasserpistole der Welt bauen. Wie sich am großen Erfolg der Kickstarter-Kampagne und der Begeisterung der Community zeigt, haben wir damit wohl ins Schwarze getroffen.
Der große mediale Wirbel durch Beiträge in Pro7/Galileo, der Süddeutschen Zeitung und in internationalen Tech-Portalen wie Gizmodo und Wired beweist, dass die Zeit für eine Wasserpistolenrevolution gekommen ist – jetzt müssen wir sie nur noch verwirklichen.

Was waren bisher die größten Herausforderungen und wie hat sich Spyra finanziert?
Es gibt kaum Herausforderungen, die man mit einem guten Team nicht lösen kann. Das bedeutete umgekehrt in der Anfangsphase allerdings auch, dass die größte Herausforderung die Zusammenstellung des Teams war.

Die richtigen Leute für eine scheinbar verrückte Idee zu begeistern, war nicht leicht. Und am Industriestandort München boomt momentan der Arbeitsmarkt. Kandidaten vor allem aus dem technischen Bereich werden zahlreiche Alternativen geboten. Heute stehen wir in der Hinsicht jedoch sehr gut da und freuen uns, zunehmend Bewerbungen spannender Kandidatinnen und Kandidaten in unserem Posteingang zu finden.

Die Entwicklung unserer Hightech-Wasserpistole wird seit 2017 durch das EXIST-Programm der deutschen Bundesregierung unterstützt und seit Anfang 2018 auch durch zwei Investoren.

Die erste Serie der Spyra One können wir dank der Begeisterung der Community durch unsere erfolgreiche Kickstarter-Kampagne decken.

Warum habt ihr euch für eine Crowdfunding-Finanzierung entschieden? Wo seht ihr die Vorteile für euch?
Mit der Vorfinanzierung durch unsere Unterstützer können wir auch als unabhängiges kleines Startup eine Serienproduktion starten. Auch die Crowdfunding-Unterstützer profitieren davon: Da wir auf Kickstarter Margen für Zwischenhändler und andere Kosten sparen, bekommen sie unsere Hightech-Wasserpistole zu einem deutlich günstigeren Preis.
Von Anfang an war uns der rege Austausch mit unserer Community besonders wichtig – da bietet Kickstarter tolle Möglichkeiten.
Und die Finanzierung per Crowdfunding bedeutet für uns eine wirkliche Marktvalidierung – wir wissen jetzt, dass man mit Hightech-Wasserpistolen offenbar große Kinder von Deutschland über Japan bis in die USA gleichermaßen begeistern kann!

Auch Testerinnen sind von der Spyra One begeistert

Was werdet ihr nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Da die Kampagne bereits wenige Minuten nach dem Start finanziert war, starten wir bereits jetzt mit der weiteren Abstimmung unserer Lieferanten und der finalen Serienentwicklung. Die Produktion wird dann voraussichtlich im Januar 2019 beginnen.

Und wer sich bis zum 4. September noch eine Spyra One auf Kickstarter holt, der hat dann im Sommer 2019 die Hightech-Wasserpistole bei sich daheim.

Wer ist die Zielgruppe von Spyra One?
Mit der Spyra One möchten wir in erster Linie Erwachsene ansprechen, die Spaß an einem strategischen und sportlichen Gameplay haben und sich dafür auch mal nach draußen locken lassen. Unter unseren bisherigen Unterstützern finden sich zahlreiche „große Kinder“, die es kaum erwarten können, mit der Spyra One gegen ihre Kollegen oder Freunde anzutreten. Vor allem Kinder der 1990er fühlen sich mit der Spyra One in die heißen Sommer mit Super Soaker und Co. zurückversetzt. Sobald sie dann aber unser neues Outdoor-Gadget in der Hand halten, sind die alten Zeiten vergessen und der richtige Spielspaß beginnt!

Was ist das Besondere an der Spyra One?
Eine Wasserpistole wie die Spyra One hat es so bisher noch nie gegeben. Im Vergleich zu den gängigen Modellen der 90ern gibt es keine simple Nassmacherei mehr, sondern klare Treffer von einzelnen Wasserkugeln. Das Auffüllen des Tanks unter dem Wasserhahn hat durch die automatische integrierte Pumpe ein Ende, genauso wie das anstrengende manuelle Pumpen. Bis zum letzten Schuss schießt die Spyra One mit 100% Druck, und durch das integrierte Display weiß man sowieso immer, wie voll der Tank noch ist und wann wieder Aufladen angesagt ist.

Im Vergleich zu den meisten Anbietern setzen wir mit der Spyra One zudem auf hochqualitative Materialien, die nicht wie üblich nach der ersten Wasserschlacht kaputt gehen.

Spyra, wo geht der Weg hin? Wo seht ihr euch in fünf Jahren?
Unser Fokus liegt momentan voll und ganz auf der erfolgreichen Serienproduktion und Auslieferung der Spyra One, denn nicht nur wir, sondern vor allem die vielen Unterstützer auf Kickstarter warten ja bereits ungeduldig auf die Wasserschlachten im nächsten Sommer!
Während der Entwicklung fallen der Community und uns natürlich immer wieder neue und spannende Ideen ein, wie man die Wasserpistolenrevolution noch einmal auf ein neues Level heben kann. Wie der Name Spyra One schon sagt, gibt es auch Raum für die Generation Two, Three oder Four… . Ideen gibt es von unserer Seite genug – und Bedarf ja laut der Community auch!

Welche 3 Tipps würdest du angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ein Startup zu gründen ist heute eigentlich relativ leicht. Damit es aber zu einem Unternehmen werden kann, braucht es einen Business Case. Das wird leider im Feuerwerk von Förderungen und Preisen oft erstaunlich lange übersehen. Eine Idee, die zwar alle begeistert, für die aber niemand (ausreichend) zahlen will, sollte lieber nur ein Hobby bleiben.

Steht eine solche Idee, ist ein starkes Gründer-Team mit sich ergänzenden Persönlichkeiten und Kompetenzen das absolute A und O. Denn mit gutem Team-Spirit übersteht man auch die ein oder andere Krise – die auf jeden Fall irgendwann mal auftauchen wird.

Und zuletzt ist Durchhaltevermögen angesagt.

Auch wenn Entscheidungen im Startup deutlich schneller fallen als im Konzern, dauert am Ende alles doch immer länger als gedacht. Nur wer jetzt von seiner Idee überzeugt ist, wird sich durchbeißen, um die Idee schließlich zur Realität zu machen.

Link zur Crowdfunding-Kampagne

Weitere Informationen finden Sie unter

Wir bedanken uns bei Rike für das Interview!

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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