Sportbusiness Campus verbindet Studium und sportliche Karriere

Sportbusiness Campus Studium und Weiterbildung vereint mit Profisport und Sportbusiness

Wie ist die Idee zu Sportbusiness Campus entstanden und wie wurden Sie zur Gründerin?
Während meiner eigenen Karriere als Profisportlerin habe ich Studium und sportliche Karriere verbunden – und das auch noch in Deutschland und den USA.
In den USA hat das problemlos geklappt, in Deutschland musste ich extrem hohen Aufwand betreiben, um von den Universitäten zu den Trainingsplätzen zu kommen. Schon damals dachte ich mir, warum es nicht machbar ist, dass nicht immer nur Sportler zur Bildung kommen müssen, sondern dass Bildungsmöglichkeiten auch einmal direkt zu den Sportlern kommen bzw. das Ganze verbunden wird.
So entstand die Grundidee zum SPORTBUSINESS CAMPUS. Das Hochschul-Know-How habe ich mir über einige Jahre als Dozentin und zudem auch Leiterin eines Master-Studiengangs bei einer privaten Hochschule angeeignet. Im Austausch mit einem erfahrenen Kontakt mit einem großen Netzwerk aus der Sportartikel- und Sportbusinessbranche wurde die Idee dann immer konkreter – und ganz konkret wurde der Sportbusiness Campus auf einer Autofahrt zwischen München und Salzburg  „geboren“. Nur zehn Monate nach diesem Tag eröffnete im Juni 2014 der erste Campus in Fürth.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausfordungen und wie haben Sie sich finanziert?
So überraschend es klingt, es gibt keinen einzigen Cent Fremdkapital im Unternehmen und ich habe auch keinen Kredit aufgenommen. Das war eine bewusste Entscheidung und auch die nötige Portion Glück und gutes Netzwerk kamen noch dazu: Viele Experten aus diversen Branchen vertrauten der Sportbusiness Campus-Idee komplett und stundeten ihre Arbeitsleistung bis zum Beginn des ersten Semesters. So konnte ein absolut professionelles Set-Up geschaffen werden und wir dennoch eine Finanzierung mit der mit der schwarzen 0 stemmen. Dass für so einen Kraftakt die komplette Freizeit im ersten Jahr von Idee über Konkretisierung bis zu Semesterbeginn draufging, ist selbstverständlich – erst im zweiten Jahr konnten Angestellte fest eingestellt werden.

Die größte Herausforderung war es, den passenden Bundesligisten zu finden – es wurden viele Gespräche geführt, auch mit namhaften Vereinen und teilweise wurde auch die Naivität die man als Gründer hat „ausgenutzt“, um sich Teile unserer Idee selbst zum Nutzen zu machen. Umso schöner ist es, dass wir mit dem Verein, der von Anfang an unbedingt die Nummer 1 sein wollte und uns ernst genommen hat, schon in den dritten Jahrgang starten in diesem Wintersemester die nächste Stufe unserer Bildungsangebote „zünden“: Eine Sportler-Studiengruppe, die explizit sportliche Karriere und akademische Ausbildung vereinen kann.

Welche Vorraussetzungen müssen die Bewerber erfüllen? Wie kann man sich für den Sportbusiness Campus bewerben?
Wir bieten an den zwei Standorten, am Kleeblatt Campus in Fürth und am VfL Campus in Wolfsburg, verschiedene Bildungsmöglichkeiten an. Die Inhalte und der Abschluss sind jeweils gleich. Als privater Hochschulcampus liegen die betriebswissenschaftlichen Bachelor (B.A.)- und Master (M.A.)-Studiengänge im Fokus, hierfür benötigt der/die BewerberIn die allgemeine Hochschulreife bzw. ein Abschluss der dem gleichkommt. Beim Master wird dementsprechend ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt. Wir haben uns außerdem bewusst auf Bachelor in Business Administration bzw. Master in General Management entschieden – mit thematischer Vertiefung Sportbusiness – und nicht auf Sportmanagement oder Sportbusiness-Studiengänge, um den Absolventen auch eine Karriere abseits des Sports möglich zu machen.
Für alle Nicht-Akademiker oder eben auch Profi-Sportler, die sich nicht drei Jahre lang binden bzw. verpflichten können, gibt es alternativ zu einem Studium die einjährige Weiterbildung mit Schwerpunkt Fußball Management oder Sportbusiness Management.
Hier gilt als Bewerbungsvoraussetzung mind. 18 Jahr alt zu sein, sowie ein aussagekräftiges Motivationsschreiben.

Wie hoch sind die Gebühren für das Studium?
Die Gebühren für ein Bachelor-Studium (B.A.) betragen 27.900 Euro, der Master beläuft sich auf 24.900 Euro. Es handelt sich hier um eine Komplettgebühr, zu der noch eine Immatrikulationsgebühr von 540 Euro kommt.
In den Kosten inbegriffen sind Catering an allen Präsenztagen, Prüfungsgebühren, Studienbücher, Kopien, Skripte sowie natürlich auch unbezahlbare Vorteile, wenn man im Stadion eines Bundesligisten studiert. Die Heimspiele müssen nicht ohne unsere Studierenden stattfinden…

Wie ist das Studium aufgebaut?
Das Studium in Business Administration (B.A.) beispielsweise an einem der Campus beinhaltet 15 Module., elf Grundlagen Module sowie vier Wahlpflicht Module.
Jedes Modul wird an vier bis acht Präsenztagen unterrichtet, im Regelfall aufgeteilt in Zwei-Tages-Präsenzphasen (normalerweise Freitag / Samstag). Insgesamt umfasst das Studium 76 Präsenztage, aufgeteilt auf drei Jahre.
Dazu kommen die zwischen den Modul-Blöcken von den Studierenden geschriebenen und eingereichten Transfer Document Reports (TDR
Im 3. Semester fällt eine Projektstudienarbeit an, im 4. Semester eine Arbeit über „interkulturellen Austausch“ und im 5. Semester eine Studienarbeit zu einem Wahlpflicht-Modul sowie der Abschluss des Studiums im 6. Semester: Das Verfassen der Bachelorarbeit und Verteidigung dieser im Kolloquium.

Ist der Studienabschluss staatlich anerkannt?
Ja. Die SPORTBUSINESS CAMPUS GmbH kooperiert für die Angebote exzellenter privater Hochschul-Campus bei Profivereinen mit der Steinbeis Business Academy als Bildungspartner.Das Resultat dieser Kooperation ist, dass alle Abschlüsse an unseren Campus staatliche anerkannt sind. Das war bereits seit der ersten Idee eine Voraussetzung und wir freuen uns sehr, hier so eine optimale Lösung für die Studierenden gefunden zu haben.

Sportbusiness Campus wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wachsen bewusst langsam und unser Wachstum wird auch endlich sein – deswegen kann ich auch genau sagen, wo wir sein werden, vielleicht auch schon schneller als in fünf Jahren.
In fünf Jahre hoffen wir neben dem Süden (Kleeblatt Campus) und dem Norden (VfL Campus) noch den Osten und Westen mit einem Campus erschlossen zu haben.

Zum Schluß: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
So abgedroschen es auch klingt: Durchhaltevermögen.
Einen unterstützenden Freundeskreis, die an die Idee glauben und einen mit Ratschlägen, aber auch einmal ehrlicher Kritik versorgen oder sogar einmal die ein oder andere Aufgabe übernehmen.
Was man oft unterschätzt, man sollte sich einen perfekten Steuer- und auch Bankberater suchen, damit alles von Anfang an geregelt ist und man die wirtschaftlichen Zwischenschritte immer vor Augen hat.

Bild: (c) ANIJA SCHLICHENMAIER photography – www.anijaschlichenmaier.com

Wir bedanken uns bei Ka Lehmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X