Freitag, Oktober 22, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Spendesk All-in-One-Lösung für das Ausgabenmanagement, die alle Zahlungsarten und Prozesse im Rahmen von Geschäftsausgaben durchgängig abdeckt

Stellen Sie sich und das Startup Spendesk doch kurz unseren Lesern vor! 

Ich bin Rodolphe Ardant, CEO von Spendesk, einem französischen FinTech Unternehmen, das im Jahr 2016 in Paris gegründet wurde. Wir statten Finanzabteilungen mit einer Komplettlösung für das professionelle digitale Ausgabenmanagement aus. Mithilfe der Software und den integrierten Zahlungsmöglichkeiten sparen Unternehmen eine Menge Zeit – und Mitarbeiter sind in der Lage, selbstbestimmt und unbürokratisch notwendige Käufe über das Firmenkonto zu tätigen. An den vier Standorten Paris, London, Berlin und San Francisco haben wir insgesamt 300 Mitarbeiter. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Ich wollte schon immer etwas Eigenes aufbauen: Direkt nach meinem Studienabschluss habe ich mein erstes Unternehmen gegründet, das ich später an Solocal (ehemals Pages Jaunes) verkauft habe. Anschließend habe ich bei Drivy als Chief Operating Officer neue Erfahrungen als Angestellter im Unternehmen gesammelt. Dabei habe ich aber schnell gemerkt, dass ich wieder selbstbestimmt an einem eigenen Projekt arbeiten möchte. Ich bin gerne bereit, für meine Ziele gewisse Risiken einzugehen. Mir ist es wichtig, mit meinem Handeln einen Unterschied zu machen und die Ergebnisse auch unmittelbar sehen zu können. Dabei ist mir vor allem das Team wichtig, mit dem ich über längere Zeit an einem gemeinsamen Projekt arbeiten kann. 

Welche Vision steckt hinter Spendesk? 

Mit Spendesk wollen wir Unternehmen von zeitraubenden und lästigen Verwaltungsaufgaben befreien, damit sich alle Beteiligten auf wirklich wichtige Dinge konzentrieren können. Dafür müssen die bisherigen Arbeitsprozesse tiefgreifend verändert werden. Auf diesen Wandel sind viele Finanzabteilungen nicht ausreichend vorbereitet. Häufig werden Zahlungsmethoden und Arbeitsabläufe bewusst eingeschränkt, damit der Arbeitsaufwand von den Finanzabteilungen überhaupt bewältigt werden kann. Das verkompliziert den Arbeitsalltag und enttäuscht die Erwartungen der Mitarbeiter: Im Endeffekt möchten alle Angestellten in der Lage sein, die besten Tools und Services zur Erledigung ihrer Aufgaben zu nutzen. Deshalb befähigen wir Finanzteams dazu, die Ausgabenverwaltung zu dezentralisieren. Seit der Gründung von Spendesk haben wir uns der Entwicklung einer leistungsstarken Plattform verschrieben, die Unternehmen dabei hilft, ihren Kosten- und Zeitaufwand zu optimieren. 

Von der Idee bis zum Start: Was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Die erste Herausforderung war unser rasantes Wachstum von 30 auf 300 Mitarbeiter in nur drei Jahren. In dieser Zeit war es für mich als Gründer eine Herausforderung, unsere ursprüngliche Unternehmenskultur aufrechtzuerhalten. Für mich ist es zentral, dass sich alle im Team gegenseitig vertrauen und jeder seine Arbeit unabhängig und eigenverantwortlich machen kann. Die Corona-Pandemie hat uns dann zusätzlich auf die Probe gestellt. Das letzte Jahr war für uns alle eine neue Situation, die so niemand kannte. Plötzlich war das Team dauerhaft räumlich voneinander getrennt, während das Unternehmen schneller als je zuvor wuchs. Aber auch das haben wir geschafft, worauf ich besonders stolz bin. 

Und nicht zuletzt ist es auch für mich persönlich eine Herausforderung, dem schnellen Wachstum von Spendesk gerecht zu werden. Im Grunde muss ich genauso schnell lernen, wie das Unternehmen wächst. Im Schnitt ändert sich mein Job alle sechs Monate: Angefangen habe ich mit der Entwicklung unseres Produktes. Dann kommen Aufgaben wie die Kapitalbeschaffung oder die Leitung eines schnell wachsenden Teams hinzu. Spendesk hat sich bisher mit 60 Millionen Euro Wagniskapital finanziert, zuletzt hatten wir eine 50- Millionen-Euro Series-B-Investition. 

Wer ist die Zielgruppe von Spendesk? 

Zu unserer Zielgruppe gehören Finanzteams in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die etwa zwischen 50 und 500 Vollzeitangestellte haben. Aber im Grunde kann jedes Unternehmen, das für einen funktionsfähigen Arbeitsablauf regelmäßig Ausgaben tätigen muss, Spendesk nutzen. Unsere Kunden stammen aus vielen verschiedenen Branchen. Im Endeffekt kommt es darauf an, dass die Finanzabteilungen offen für moderne Arbeitsabläufe sind. 

Wie funktioniert Spendesk? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Wir operieren auf einem sehr unterversorgten Markt. Unser Hauptkonkurrent ist im Prinzip der Status quo der traditionellen Arbeitsabläufe, die etwa weiterhin auf manuelle Spesenabrechnungen und geteilte Firmenkreditkarten basieren. Mit Spendesk können Ausgaben dezentralisiert und Mitarbeiter von lästigen Verwaltungsaufgaben befreit werden. Gleichzeitig können die Angestellten alles bezahlen, was sie für ihre Arbeit benötigen. Spendesk bietet eine echte All-in-One-Lösung für das Ausgabenmanagement, die alle Zahlungsarten und Prozesse im Rahmen von Geschäftsausgaben durchgängig abdeckt. Eine Umfrage unter Kunden hat zum Beispiel ergeben, dass im Schnitt 98 Prozent aller Zahlungsbelege mit Spendesk gesammelt werden – und das schnell problemlos an einem zentralen Ort. Außerdem bietet Spendesk eine transparente Übersicht über alle getätigten Ausgaben und automatisiert zahlreiche manuelle Aufgaben. Damit sparen die Finanzabteilungen unserer Kunden im Schnitt pro Monat vier Arbeitstage ein. 

Spendesk, wo geht ihr Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen das Problem der Verwaltung von Geschäftsausgaben lösen und Zahlungen im Büro grundlegend modernisieren. Spendesk soll der neue Standard im Ausgabenmanagement werden als weltweiter Marktführer. Und ich persönlich möchte ein großartiges Unternehmen aufbauen, das noch viele Jahrzehnte überdauern wird. Ich will, dass unsere Mitarbeiter mal auf dieses Projekt zurückblicken werden und sagen: Das war die beste Zeit in meiner Karriere. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Vertraut euren Mitarbeitern und dezentralisiert die Verantwortung im Unternehmen, um eine großartige Kultur zu schaffen, schneller zu wachsen und ein motiviertes Team zu haben. Denkt immer zuerst an eure Kunden und an die Bedürfnisse des Marktes. Und nicht zuletzt solltet ihr auch über eure eigenen persönlichen Ziele nachdenken, bevor ihr ein Unternehmen gründet. Gründer zu sein ist einer der schwierigsten Jobs – also nehmt das nicht auf die leichte Schulter! 

Wir bedanken uns bei Rodolphe Ardant für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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