Donnerstag, Januar 27, 2022

Testet viel, testet sinnvoll, seid schnell und lernt.

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

space one: VISPA Remote Meetings und Workshops – nachhaltig und effizient

Stellen Sie sich und das Startup space one GmbH doch kurz unseren Lesern vor!

Das Team hat sich aus zwei Unternehmen gebildet (SOLID WHITE design & digital media GmbH & NOVIGADO GmbH). Witzigerweise haben wir uns in unserem alten Job als Auftraggeber und Agentur kennengelernt. 

Wir sind jetzt gemeinsam ein Team mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung von B2B 3D Apps, haben ein eingespieltes, erfahrenes Entwicklerteam und verbinden Designkompetenz mit viel Erfahrung mit unserer Zielgruppe insbesondere bei Workshop-Methoden. Wir lieben Innovationen, kombinieren Dinge, die sonst niemand kombiniert und philosophieren auch gerne mal stundenlang über zukünftige Anwendungsfälle, Zielgruppen und Funktionen unserer App VISPA. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir lieben es Innovationen auf die Straße zu bringen und mit unseren Usern Probleme zu lösen. Dies tun wir schnell und dafür benötigen wir pragmatische Entscheidungswege. In diesem Satz steckt der Wunsch nach Selbstbestimmtheit, Selbstverwirklichung und der Drang große Veränderungen des Status-Quo umzusetzen. Das geht nur als Gründer. 

Welche Vision steckt hinter dem Produkt VISPA?

Wir gestalten die Zukunft von Remote Meetings & Workshops – Immersiv (präsent), nachhaltig und effizient. Unser Fokus liegt in der Ermöglichung von Zeitersparnis durch virtuelle Workshop-Helfer und die Schaffung einer Umgebung, die Kreativität und Zusammenarbeit fördert. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind bis heute bootstrapped, aber natürlich auf der Suche nach Seed-Investoren. Das ist zugleich aktuell unsere größte Herausforderung. Wir sind kontinuierlich auf der Suche nach Investoren. Da muss es aber natürlich auf beide Seiten passen und gerade auch auf Investorenseite ein Verständnis für die Technik und deren Möglichkeit vorhanden sein. Leider haben wir mit Investoren in Deutschland bisher nicht die besten Erfahrungen gemacht, was uns bei der Suche immer weiter von Deutschland entfernt. Im Ausland ist VISPA bei verschiedenen Investoren hingegen sehr beliebt. Dabei möchten wir eigentlich mit VISPA Tech Made in Germany machen. Wir hoffen weiterhin auch auf regionale Investoren, die gemeinsam mit uns ein Risiko eingehen möchten.

Wer ist die Zielgruppe von VISPA?

Grundsätzlich sprechen wir mit VISPA jeden an, der an Innovationen arbeitet, mit Kollegen zusammen neue Themen und Konzepte entwickelt oder seine bisherigen Meetings effizienter und innovativer gestalten will. VISPA bietet hierfür einen kontinuierlichen virtuellen Raum (Space) zur Entwicklung und Weiterentwicklung von Idee/Produkten/Services etc.

Das trifft auf der einen Seite auf alle zu, die in ihren Unternehmen gemeinsam Lösungen entwickeln (v.a Unternehmen, die international agieren). Auf der anderen Seite zählen auch zahlreiche Berater und Coaches zu unseren Usern, die gemeinsam mit ihren Kunden Neues schaffen. Zudem kommen sehr viel Universitäten auf uns zu und wir schauen uns gemeinsam Anwendungsfälle für Studenten an.

Wie funktioniert VISPA? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

VISPA ist eine Applikation, die auf PC, Mac, in Virtual Reality und (in abgespeckter Form) mobil läuft. VISPA User können eigene virtuelle Spaces/Räume kreieren, mit anderen dort über Monate in Projekten zusammenarbeiten und die Räume sind immer und zu jeder Zeit von allen im Projekt betretbar. In unseren 3D Räumen navigiert und interagiert man mit anderen über einen individualisierbaren Avatar. Man kann zwischen verschiedenen Perspektiven der Kamera im Raum frei wählen, viele Whiteboards im Raum platzieren, anpassbare Notes an die Boards heften, auf Boards und dem Boden zeichnen und 3D Objekte (Formen, Figuren) in den Raum stellen. 

Unser großer Vorteil aktuell gegenüber dem Wettbewerb ist die Kombination von Design und praktischer Workshop Erfahrung. Wir ermöglichen unseren Usern, dass sie Spaces bauen, die ihre Kreativität nicht unnötig ablenken. Wir sind dabei reduziert auf das Nötigste, schränken unsere User aber nicht ein. Wer kennt das nicht, wenn in einem Workshop ein Board voll ist. Das passiert bei uns nicht. Unsere Boards skalieren und wachsen mit den Ideen. Das alles führt dazu, dass wir nicht einfach die physische Welt kopieren und virtualisieren, sondern die Vorteile der virtuellen Welt mit dem verbinden was in der physischen Welt gut funktioniert. 

Aktuell sind wir zudem fokussiert auf Effizienz-Features, die die Dauer von Workshops und Meetings verkürzen sollen und bessere Ergebnisse liefern werden.    

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Es ist extrem schlimm wie Corona unsere Wirtschaft getroffen hat. Vor allem die Unternehmerinnen und Unternehmer, bei denen sich von heute auf morgen ihr Geschäftsmodell aufgelöst hat. Trotzdem schafft jede Krise auch Neues. Wir sind ein Teil davon. 

Wir sind bereits letzten September gestartet, aber hätten niemals solches Userwachstum in einem so kurzen Zeitraum erwartet – vor allem weil wir noch relativ am Anfang unserer Entwicklungen stehen. 

Durch Corona ist in den Unternehmen ein neues Mindset zur Digitalisierung entstanden. Home-Office ist doch sehr gut möglich. Geschäftsreisen werden mehr und mehr auf den Prüfstand gestellt. Davon werden wir auch nach Corona profitieren. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben uns voll darauf konzentriert unseren Usern die Weiterarbeit in dieser schwierigen Zeit zu ermöglichen und freie Lizenzen angeboten. Damit konnten wir zumindest etwas helfen andere Geschäftsmodelle weiterzuführen, die sonst von physischer Präsenz gelebt haben. Zudem haben wir unsere Kapazitäten natürlich auf das Onboarding neuer User konzentriert. Auch aktuell bieten wir unseren von Corona betroffen Usern ein “Pay as you wish” Modell bis Jahresende an. Sie können ihre Monatspreise selbst wählen, je nachdem was ihr Geschäft erlaubt. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Ein neues Mindset in Unternehmen. Weniger Geschäftsreisen, vermehrte Möglichkeit zum Homeoffice, weniger Pendler, mehr digitale Lösungen. Das ist nicht nur für uns eine Chance sondern auch für viele andere Startups. Zudem hat diese Entwicklung positive Einflüsse auf die Nachhaltigkeit von Unternehmen. 

Space One, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Diese Frage ist in der heutigen Zeit nicht mehr zu beantworten. Bis dahin hat sich unser Geschäftsmodell, unsere Zielgruppe und auch unser Produkt durch kontinuierlichen Austausch mit unseren Usern sicher stark verändert. Wir hoffen aber, dass wir signifikante Probleme in der Zusammenarbeit von Menschen lösen können und wir als Stuttgarter Startup unseren Teil zur innovativen deutschen Tech-Szene beitragen können. Wir müssen unbedingt zeigen, dass tolle Software nicht immer aus dem Silicon-Valley kommen muss. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Team first: Sucht euch Menschen, die euer Mindset teilen & eure Fähigkeiten erweitern. Das bringt Spaß und sicherlich zukünftig auch Erfolg.

Kundenfeedback & Co-creation: Sprecht mit euren Kunden. So oft es geht. Nutzt diese Interaktion nicht nur für Feedback sondern setzt euch explizit mit den Use Cases eurer Kunden auseinander. Vor allem als CEO dürft ihr niemals den Kontakt zum Kunden verlieren. 

Iteration: Testet viel, testet sinnvoll, seid schnell und lernt. Schafft euch Möglichkeiten Dinge in kleinen Schritten einfach verändern zu können. Das gilt sowohl für euer Produkt wie auch für euer Geschäftsmodell. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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