Geduldig sein und auf sein Bauchgefühl hören

Lucy und Peter Leiter Gründer von SOROSE, Gesichtstoner aus naturreinem Rosenwasser, in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup SOROSE doch kurz vor!

Wir sind Lucy und Peter – Gründer und Geschäftsführer der The SO Company GmbH. Die Marke SOROSE ist nur eine der Brands, die zu unserem Unternehmen gehören. Mit SOROSE interpretieren wir eine 500 Jahre alte Tradition neu und präsentieren dabei eine 100% natürliche Möglichkeit zur Linderung der häufigsten Hautprobleme. SOROSE bietet eine exquisite Auswahl wirkungsorientierter Gesichtstoner auf Basis von naturreinem Rosenwasser in höchster Qualität. Um eine natürliche Wirksamkeit zu gewährleisten, ist jeder SOROSE Gesichtstoner mit exklusiven und hocheffektiven pflanzlichen Inhaltsstoffen wie japanischen Reiswein Ferment, grünem Tee oder Alpenedelweiss angereichert. Dabei halten wir uns an dem 0% Chemie Prinzip. 

Wie ist die Idee zu SOROSE entstanden?

Wie bereits erwähnt, ist SOROSE nur eine der Brands unter dem Dach der The SO Company GmbH. Angefangen haben wir mit der Gründung eines Online Shops für hochwertige asiatische Naturkosmetik – SHISHI CHÉRIE. Mit dem wachsenden Erfolg von SHISHI CHÉRIE, haben wir über die Jahre sehr viel Wissen über asiatische Inhaltsstoffe und Formulierungen gewinnen können. SOROSE entstand aus dem Wunsch heraus dieses Know-How und damit die Vorteile asiatischer Kosmetik auch europäischen Frauen in Form einer Eigenmarke näherzubringen. Dass die Eigenmarke ausgerechnet auf Rosenwasser basiert, hat etwas mit Lucys Herkunft zu tun – sie ist gebürtige Bulgarin. In Bulgarien ist es ein Traditionsprodukt, dass bei fast allen Hautproblemen hilft. Die Weiterentwicklung mit pflanzlichen Zusätzen aus Asien war ein logischer Schritt, denn diese ergänzen und verstärken die Wirkung des Rosenwassers auf ideale Weise. 

Welche Vision steckt hinter SOROSE?

Inzwischen ist weltweit bekannt, dass asiatische Naturkosmetik äußerst wirksam und vielen europäischen Produkten überlegen ist. Europa hat aber ebenso sehr bewährte Traditionen im Bereich der Naturkosmetik. Manche davon sind leider fast in Vergessenheit geraten. Mit SOROSE möchten wir das Beste aus beiden Kosmetikwelten verbinden.

Wer ist die Zielgruppe von SOROSE?

SOROSE orientiert sich an Frauen aller Altersklassen, die wirkungsorientierte Naturkosmetik anwenden und Wert auf Clean Beauty, Exklusivität und hohe Qualität legen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Wir haben uns eigentlich nicht beworben, sondern wurden von Sony Pictures eingeladen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sofort zu den Löwen darf. Wir mussten also zunächst einmal ein Bewerbungsvideo sowie alle sonstigen Unterlagen einreichen und auf die finale Entscheidung von VOX warten. Anfangs hatten wir große Bedenken, ob wir uns so kurzfristig & aufgrund der Herausforderungen im Daily Business überhaupt auf die Sendung vorbereiten können. Von der Einladung bis zu den Aufnahmen waren es 2 sehr verrückte Wochen. 

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

So gut wie gar nicht. Abgesehen davon, dass wir sehr kurzfristig zugesagt haben und aufgrund der Corona Situation die Umstände alles andere als einfach waren, hatten wir noch zusätzlich unser Tagesgeschäft zu managen. Sämtliche Abläufe im Unternehmen mussten Corona-bedingt anders gestaltet und kurzfristige Änderungen gemacht werden. In solchen Zeiten hat man als Geschäftsführer ausschließlich für sein Team und seine Lieferanten da zu sein. Die Vorbereitungen auf die Sendung liefen nebenbei. Einerseits war das gut, denn man läuft nicht Gefahr sich unnötig viele Gedanken zu machen und nervös zu werden. Andererseits hatten wir nicht wirklich die Möglichkeit, das Set so zu gestalten, wie wir es normalerweise gestalten würden. Zum Glück hat uns das Team vor Ort sehr gut unterstützt und innerhalb kürzester Zeit etwas Passendes gezaubert.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir sind sehr dankbar, es in die Sendung geschafft zu haben. Obwohl wir kein klassisches Startup sind und bereits gut funktionierende Strukturen haben, hat uns dieses Projekt extrem herausgefordert, innerhalb kürzester Zeit das Unternehmen noch weiter zu professionalisieren. Dabei haben wir unheimlich viel dazugelernt, so dass wir uns auch als Unternehmer stark weiterentwickelt haben.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf SOROSE und SHISHI CHÉRIE aufmerksam werden?

Dieser Schritt ist ein Meilenstein für uns. Erfahrung mit Medien hatten wir bereits, denn unsere Produkte wurden oft in führenden Lifestyle Magazinen gefeatured. Doch die enorme Aufmerksamkeit durch TV ist etwas ganz anderes. Für ein junges Unternehmen ist es fast unmöglich, aus eigenen Kräften qualitativ hochwertige und relevante TV Auftritte zu organisieren und zu finanzieren. Dabei ist eine wachsende Reichweite entscheidend für die Weiterentwicklung. „Normale“ Marketing Maßnahmen haben ihre Grenzen. Neben dem medialen Aspekt hat uns die Teilnahme an der Sendung auch intern vor vielen neuen Herausforderungen gestellt. Wir mussten sowohl die eigene Produktion für SOROSE schnellstens erweitern und weiter automatisieren, sowie unsere Logistikprozesse für die SHISHI CHÉRIE Lieferungen aus Asien optimieren. Die Themen IT und B2B Vertrieb waren ebenfalls auf der Agenda. Das hört sich vielleicht anstrengend an, doch wir wünschen es jedem Unternehmer, denn dadurch wächst sowohl die eigene Expertise, als auch der Teamspirit. 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Im Fokus waren Frau Judith Williams wegen ihrer Kosmetikexpertise und Frau Dagmar Wöhrl wegen ihrer Expertise im nachhaltigen Markenaufbau im Premium Segment.

Lucy und Peter, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mit SOROSE haben wir bereits die Internationalisierung in zwei asiatischen Ländern angestoßen. In 5 Jahren sehen wir die Marke flächendeckend vertreten in allen relevanten asiatischen Ländern. Selbstverständlich wird die Marke kontinuierlich mit neuen Produkten ergänzt. Mit SHISHI CHÉRIE sind wir aktuell nur in der DACH Region tätig. Hier streben wir eine Internationalisierung im gesamten europäischen Raum an. Darüber hinaus ist der Launch von zwei weiteren eigenen Kosmetikbrands bis 2022 geplant.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Wenn man ein Unternehmen gründet, sollte man eins mit seiner Idee sein und nicht etwas starten, nur weil es darin Potential gibt oder die Branche gerade boomt. Die DNA eines Startups ist die Passion des Gründers. Nur dann kann man einzigartig bleiben.
  • Man muss sein Unternehmen lieben, aber Loslassen ist genauso wichtig. Durch das gelegentliche Loslassen gewinnt man die nötige Distanz, das Unternehmen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Sonst sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht.
  • Geduldig sein und auf sein Bauchgefühl hören. Wenn man am Anfang ist, möchte man in jeder Hinsicht schnelle Ergebnisse erzielen. Ein solides Fundament ist jedoch essentiell, auch wenn man viel Geduld mitbringen muss. Das ist sicher nichts für schwache Nerven. Hinzu kommt, dass anfangs oft Zweifel aufkommen. Man neigt dazu, zu viel auf Experten zu hören und nicht auf sich selbst. Dabei gilt es die Balance zu wahren zwischen externen Expertenmeinungen & dem eigenen Bauchgefühl.

Bild: Lucy und Peter Leiter aus München präsentieren mit „SOROSE“ einen Gesichtstoner aus naturreinem Rosenwasser. Sie erhoffen sich ein Investment von 200.000 Euro für 20 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie SOROSE am 12. Oktober in der Höhle der Löwen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lucy und Peter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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