Dienstag, August 3, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Sonho Stories hochwertige, zeitlose Mode aus reinen, natürlichen Materialien und 0% Synthetik

Stellen Sie sich und das Startup Sonho Stories doch kurz unseren Lesern vor!

Bei Sonho Stories betrachten wir den gesamten Lebenszyklus deiner Kleidung. Vom Knopf bis zum Garn verzichten wir auf Synthetik. Durch die Verwendung von 100 % biologischer Materialien, soll unsere Kleidung nach der Tragezeit vollständig recycelt oder kompostiert werden können. Deinen Style musst du dafür nicht opfern! Wir orientieren uns an Modeklassikern und interpretieren diese neu.

Gegründet haben wir, Hannah und Romana, Sonho Stories im August 2020. 

Hannah hat BWL studiert und in der Mode- und Möbeldesignbranche gearbeitet. Sie bringt langjährige Erfahrungen in Sales und Marketing mit. Bei Sonho Stories betreut sie die Bereiche Design, Marketing & Kommunikation, Sales, Customer Service und Logistik.

Romana hat Financial Management studiert und bringt mehrere Jahre Berufserfahrung aus dem Controlling internationaler Großkonzerne mit. Bei Sonho Stories betreut sie die Bereiche Design, Produktmanagement, Einkauf und Finanzwesen.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind Frauen, die gerne unabhängig und selbstbestimmt leben. Außerdem sind wir mutig und folgen unseren Träumen. Sonho bedeutet Traum – mit Sonho Stories starten wir unsere Traumgeschichte!

Warum wir uns dazu entschlossen haben, ein faires Modelabel zu gründen? 

Romana reiste mehrere Male in den globalen Süden und erlebte dort die Auswirkungen unserer westlichen Lebensweise: den Klimawandel, verdrecke Strände oder Meere voller Müll.

Ich arbeitete während meines Studiums bei einem Modekonzern im Verkauf und saß an der Ursache: unserem Konsum. Die immer kürzer werdenden Saisons, die Überproduktion und das viele Polyester erschrak mich irgendwann an der Branche so sehr, sodass ich ihr den Rücken zuwendete.

Wir beide versuchten, unabhängig voneinander, unser Leben grüner zu gestalten. Es gelang uns in vielen Punkten, aber nur bedingt, wenn es um Kleidung ging. Als wir uns dann kennenlernten, kamen wir direkt auf dieses Thema zu sprechen – ein Jahr später begannen wir, an Sonho Stories zu arbeiten.

Was war bei der Gründung von Sonho Stories die größte Herausforderung?

Die Zeit: bis wir eine passende Produktion fanden, die Prototypen finalisierten und die Website stand, verging ein knappes Jahr. Das haben wir uns schneller vorgestellt und dann daraus gelernt: in der Modeindustrie braucht man Geduld und gleichzeitig Hartnäckigkeit, vor allem als kleines Label. Wenn es um die Priorisierung der Produktionszeiten geht, werden die großen Abnehmer bevorzugt.

Natürlich haben wir in dem letzten Jahr auch ganz viel anderes getan: gegründet, an Coaching teilgenommen, uns eine kleine Community aufgebaut und das Crowdfunding auf Startnext gestartet. Darauf sind wir stolz!

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ja klar, aber wir würden empfehlen, immer zu testen. Wenn du ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten möchtest, befrage deine Zielgruppe dazu, hole dir Meinungen ein. So kannst du mit deinen (potentiellen) Kunden wachsen und arbeitest nicht am Markt vorbei.

Welche Vision steckt hinter Sonho Stories?

Wir träumen von einer Welt, in der wir im Einklang mit der Natur leben. Eine Welt, in der wir erneuerbare Ressourcen verwenden, auf toxische Materialien verzichten und in der unsere Produkte kreislauffähig sind.

Wer ist die Zielgruppe von Sonho Stories?

Wir sprechen Menschen an, die Wert auf Nachhaltigkeit und Design legen und bewusstere Kaufentscheidungen treffen möchten. Unsere Zielgruppe ist für die faire Behandlung von Menschen, Tier und Natur. Das heißt nicht, dass der Style dabei auf der Strecke bleibt!

Was ist das Besondere an der Mode von Sonho Stories?

Unsere Inspiration nehmen wir aus Nord (Klarheit) und Süd (Leichtigkeit). Unser Design ist ehrlich und rein, kann aber auch verspielt und sinnlich sein. Besonders wichtig ist uns, dass der/die Träger*in nicht lange braucht, um unsere Teile zu stylen. Stück für Stück möchten wir eine Auswahl schaffen, bei der sich die Kleidungsstücke untereinander oder mit schon vorhandenen Basics einfach kombinieren lassen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das aktive Angehen des Problems in der Industrie: zu viel Polyester oder Mischfasern, zu saisonale Angebote und kurze Tragezeiten, zu intransparente Abläufe, zu viel Textilmüll!

Wir kreieren hochwertige, zeitlose Mode aus reinen, natürlichen Materialien und 0% Synthetik. Das ist gut für den Menschen und die Natur! Dabei ist unser Ziel, die Produkte kreislauffähig zu machen.

Außerdem leben wir konsequent den Traum von einem ethischen Unternehmertum.  Jeder Arbeitsschritt wird auf nachhaltige Möglichkeiten überprüft und danach ausgerichtet. So arbeiten wir ausschließlich mit Geschäftspartnern zusammen, die ihre Werte teilen – von dem Finanzinstitut über den Webseitenanbieter bis zum Versanddienstleister. Dabei orientieren wir uns an der Gemeinwohlökonomie. 

Sonho Stories, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben große Pläne. Zunächst möchten wir Vollzeit für das Label arbeiten und uns eigens finanzieren können. Weiter denken wir an ein Rücknahme-Programm, durch das wir fertiggetragene Produkte zurücknehmen, um diese 100 % zu recyceln. Andere Produkte sollen kompostiert werden können. Mit beiden Verfahren schließen wir den Kreislauf und machen entweder ein neues Produkt aus dem alten oder geben es durch das Kompostieren zurück in die Natur. Außerdem möchten wir ein Team und eine Community aufgebaut haben – wir müssen viele sein, um etwas zu bewegen! 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Dein/e Gründungspartner*in muss nicht dein/e beste/r Freund*in sein: suche in deinem Netzwerk nach Menschen, die die gleichen Werte haben und deren Fähigkeiten wertvoll für dein Team sein könnte! 

Bewirb dich für Gründerstipendien: dort wird deine Geschäftsidee nochmal unter die Lupe genommen und hinterfragt. 

Bleibe deinen Werten treu: es wird viele Wege geben, die schneller, günstiger oder einfacher sind. Entsprechen diese aber nicht deinen Werten und langfristigen Zielen, sind es wohl möglich nicht die richtigen Wege für dich. 

Wir bedanken uns bei Hannah und Romana für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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