Deutschlands größtes Afrika-Crowdfunding

Frankfurter Startup bettervest startet Crowd-Finanzierungsrunde für innovatives Solarkraftwerk in Mali

Ein Jahr nach der rekordverdächtigen Schwarmfinanzierung des ersten Afrika-Projektes von bettervest, bei dem in nur vier Tagen 107.700 Euro von 174 Bürgern eingesammelt wurden, startet nun die Finanzierung von zwei weiteren solaren Energiequellen für das malische Dorf Djoliba. Die Umsetzung des Projektes führt zu jährlichen Einsparung von mehr als 100 Tonnen CO2 gegenüber den bisher verwendeten Dieselgeneratoren und reduziert die Energiekosten der Menschen vor Ort von bis zu 1 Euro pro kWh um die Hälfte. Für das Vorhaben benötigt die Betreiberfirma Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG insgesamt 346.500 Euro. Investoren, die sich mit ab 50 – 10.000 Euro beteiligen können, erhalten 8 Jahre lang eine jährliche Verzinsung von 7,25%, die aus den Stromverkäufen erwirtschaftet wird.
Seit Fundingstart wurden bereits über 98.000 Euro eingesammelt.

Das ausgeklügelte System der Solarcontainer kann weltweit verschifft werden und ist innerhalb weniger Stunden aufgebaut und einsatzbereit. Dank deutscher Ingenieurtechnik und intelligenter Batterie-Speicher wird die Nutzung erneuerbarer, nachhaltiger Energie bis in die Nachtstunden hinein gewährleistet. Die Betreiberfirma Mobile Solarkraftwerke GmbH & Co. KG konnte aus dem Pilotprojekt bereits viel Knowhow sammeln. So wurde etwa die Speichereinheit verdoppelt, um das typischer Nutzerverhalten der Dorfbewohner in den Abendstunden, wenn keine Sonne mehr scheint, technisch besser abbilden zu können.
„Durch die gesammelte Erfahrung im ersten Projekt, möchten wir auf diesem Wege noch vielen weiteren Dörfern und Regionen in Afrika die Möglichkeit geben, nachhaltig erzeugten Strom zu beziehen.“ so Charlie Njonmou Geschäftsführer der Mobilen Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG.

Der Prototyp, der im September letzten Jahres in Mourdiah (im Südwesten Malis) errichtet wurde, versorgt inzwischen seit fünf Monaten das lokale Mini-Grid mit 120 Haushalten mit Strom. Neben Privatpersonen werden dort auch Kioske und andere kleine Einzelhändler mit nachhaltigem Strom versorgt, was die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes unterstützt und so auch Fluchtursachen bekämpft.

In Sub-Sahara-Afrika leben mehr als 600 Millionen Menschen ohne Zugang zu Elektrizität. Städtische Regionen sind zu 60% elektrifiziert, ländliche hingegen nur zu 16%. Erklärtes Ziel der Kooperation zwischen bettervest und der Betreibergesellschaft ist es, die Mobile Solarkraftwerk Afrika GmbH & Co. KG langfristig zum dezentralen Energieversorger Afrikas zu machen.

Projektdetails: www.bettervest.com/projekt/solarcontainer-fuer-djoliba-mali

Quelle bettervest

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