Seid von dem gesellschaftlichen Nutzen eurer Idee überzeugt

Solaga: Alwe Algenbild zur Verbesserung der Luft

Stellen Sie sich und das Startup Solaga doch kurz unseren Lesern vor!

Solaga wurde als Start-up-Unternehmen in Berlin gegründet. Sie finden uns in der Johann-Hittorf-Straße 8. Derzeit sind wir acht bis zehn Personen: Biotechnologen, Biologen, Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Designer.

Solaga hat ein innovatives Algenbild zur Verbesserung der Luft zu Hause und im Büro entwickelt. Alwe ist ein eco-effizientes Wanddekor. Das Algenbild bringt Leben an die Wand – platzsparend und pflegeleicht. Im Herzen beherbergt Alwe einen lebenden Mikroalgenbiofilm, welcher als Luftreiniger aktiv Luftschadstoffe bindet und unschädlich macht. Lüftungsöffnungen an der linken und rechten Seite integrieren Alwe in die natürliche Raumluftzirkulation. Luftschadstoffe werden auf der feuchten Oberfläche des Biofilms der Mikroalgen gefangen. Die gebundenen Schadstoffe werden dann deaktiviert und von den immobilisierten Mikroalgen verbraucht.

In Zukunft sollen urbane Multifilter zur nachhaltigen Luftreinigung in Städten beitragen. Algen benötigen nur CO2 und Sonne zum Leben und können daher wartungsarm eingesetzt werden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Die Möglichkeit für Innovation: Neue Lösungen für Probleme entwickeln. Wir wollen neue Dinge erforschen und ausprobieren. Als Gründer hat man diese Freiheit. 

Solaga: Alwe Algenbild zur Verbesserung der Luft

Welche Vision steckt hinter Solaga?

Bei Solaga wollen wir den Alltag der Menschen und die Zukunft der Energieerzeugung verändern. Wir wollen eine bessere und grünere Welt für die Zukunft schaffen.Wie schaffen wir das? Mit den Superkräften unserer Algen. Wir wollen Biofilme zu einem Teil unseres täglichen Lebens machen und es jedem ermöglichen, von ihren erstaunlichen natürlichen Eigenschaften zu profitieren. Wir glauben fest daran, dass sie uns helfen werden, unsere Lebensbedingungen zu verbessern.

Wer ist die Zielgruppe von Solaga?

Die Zielgruppen für die Algenbilder sind Unternehmen wie Arbeitsräume, Netzwerkdienstleister, Architekten und Immobilienentwickler, Versorger (Energie, Wasser, Abfall), Umweltfirmen und Freiberufler wie Ärzte, Apotheker und Rechtsanwälte. Zur Zielgruppe der Algenbilder für den Innenbereich gehören sowohl Geschäftskunden als auch Privatpersonen. Besonders hervorzuheben sind Designer, “(Bio-)Technologieliebhaber” und gesundheitsbewusste Menschen. Auf der Geschäftskundenseite sind innovative Unternehmen zu nennen, die daran interessiert sind, die Raumluft für ihre Mitarbeiter zu verbessern. Interessant sind auch Innenarchitekten, Hotels und Raumgestalter.

Wie funktioniert Solaga? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Neben den bekannten Gefahren durch verschmutzte Außenluft muss auch die Qualität der Innenraumluft berücksichtigt werden. In schlecht belüfteten Räumen kann der CO2-Gehalt rasch ansteigen. Wir verbringen viel Zeit in Innenräumen. Die Luft in Innenräumen kann zehnmal stärker verschmutzt sein als die Außenluft. Ein erhöhter CO2-Gehalt kann die kognitiven Funktionen stark beeinträchtigen und mit Müdigkeit, Schläfrigkeit und Schwindel in Verbindung gebracht werden. Andere Luftschadstoffe wie Chemikalien (VOC), Partikel und Stickoxide erhöhen das Risiko von Atemwegserkrankungen. Es gibt auch andere Anbieter mit Produkten zu Luftreinigung, aber Solaga stellt etwas vollkommen Neues her: Das Kerngeschäft von Solagas ist die Produktion und Kommerzialisierung von Mikroalgen-Biofilmen. In dieser Form gibt es diese noch nicht auf dem Markt. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Solaga: Alwe Algenbild zur Verbesserung der Luft

Corona ist ein gutes Stichwort. Es gibt immer mehr Hinweise daraus, dass der verheerende Verlauf der Krankheit durch das Virus auch mit den Vorbelastungen der Lunge durch Luftverschmutzung zusammenhängt. Ein dauerhaft erhöhte Belastung der Lunge hat negative Auswirkung auf Lebensdauer und Lebensqualität der Menschen.

Konkret haben wir als Reaktion auf Corona die nötigen Schutzmaßnahmen ergriffen und versuchen neue Wege zu finden das Unternehmen auch in dieser Zeit weiterzuentwickeln. Über unseren Webshop kann man die Produkte aber online kaufen, insofern kann jeder Kunde bedient werden.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

In einer Krise liegt die Chance für neue Entwicklungen. Förderprogramm und Investitionen haben eine Lenkungswirkung und entscheiden, welche Technologien in Zukunft auf den Markt kommen. Wir wünschen uns hier eine substanzielle Förderung nachhaltiger Ideen. Weiter hoffen wir, dass nachhaltige Lösungen zur Eindämmung der Luftverschmutzung in Zukunft einen noch größeren Stellenwert in der gesellschaftlichen Diskussion einnehmen.

Solaga, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir verkaufen das Algenbild für Innenräume und entwickeln einen Multifilter für den Außenbereich. In fünf Jahren würden wir uns freuen, wenn unser Algenbild ein gewohnter Anblick in Wohnungen und Büros wird und wir mit Unternehmen und Städten möglichst viele Multifilter aufstellen konnten. Nachhaltige Luftreinigung sollte ein wichtiger Teil moderne Stadt- und Gebäudeplanung werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Seid von dem gesellschaftlichen Nutzen eurer Idee überzeugt und eignet euch Wissen über Finanzplanung und Marketing an. Macht davor vielleicht Erfahrungen in einem Startup, um zu schauen, ob euch die Arbeit in einem Unternehmen, welches sich im Aufbau befindet, zusagt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Benjamin Herzog für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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