Die 5 größten PR-Killer für Start-Ups – So kommt Ihr Produkt garantiert nicht in die Medien

Eine gute Idee reicht in der heutigen Zeit nicht aus, um ein Produkt sicher am Markt platzieren zu können. Es bedarf ein wenig mehr Arbeit, Ideenreichtum und Geduld, damit ein Produkt den gewünschten Erfolg mit sich bringt. Ich möchte Ihnen aufzeigen, was die fünf größten PR-Killer für Start-Up Unternehmen sind.

1.     Der “Ich stelle das Produkt in den Vordergrund“ Fehler

Sicherlich ist Ihre Idee, die Sie rund um Ihre Produkte haben, sehr gut und für den Markt geeignet. Doch viele Dinge, die in Form von Produkten entwickelt werden, ähneln sich oder sind nicht so herausragend, dass sie komplett neu sind und die Welt sie noch nie gesehen hat. Wenn Sie also nicht gerade ein Medikament erfunden haben, das gegen eine tödliche Krankheit hilft oder wenn Sie nicht der Erfinder vom fliegenden Auto sind, dann ist es strategisch nicht gut, wenn ausschließlich das Produkt in den Vordergrund gestellt wird.

Auf der einen Seite gibt es heutzutage nichts, was es noch nicht gibt oder was es zumindest in dieser Art noch nicht gibt. Außerdem haben Journalisten und somit die Medien nur ein geringes Interesse an einer werblichen Berichterstattung. Mit einer solchen Berichterstattung verdienen die Medien kein Geld. Wollen Sie ein Produkt bewerben, dann müssen Sie eine Anzeige schalten. Und das geht über die Anzeigenabteilung und nicht über einen Bericht.

Wichtig ist, dass nicht das Produkt ausschließlich im Vordergrund steht, sondern die tolle Gründergeschichte, die mit dem Start-Up einhergeht. Sprechen Sie über das Unternehmen und über die Gründe, warum Sie sich selbstständig gemacht haben und warum deine Idee und wie aus einer Idee ein Produkt geworden ist. Wer sich mit einer guten Geschichte geschickt verkauft, wird auch sein Produkt geschickt verkaufen können.

2.      Der CC-Fehler

Viele Start-Ups setzen darauf, ihre Werbung oder ihr Produkt mit Hilfe von E-Mails zu bewerben. Gerne wird der eine oder andere zusätzliche Journalist ins CC gesetzt, damit nicht für jeden Ansprechpartner eine eigene E-Mail kreiert und versendet werden muss. Effektives Arbeiten nennt dies der Fachmann – die Medien nennen dies Faulheit und zeigen dahingehend gerne ihren Unmut.

Obendrein ist es peinlich, wenn jeder sieht, dass Sie mit Ihrer Geschichte bei jedem noch so kleinen Journalisten vorsprechen. Niemand hat Lust, eine bereits tot gelaufen Geschichte aufzugreifen und in den Medien zu publizieren. Die Journalisten haben täglich so viele Anfragen, dass sie meist auf solche Mails gar nicht mehr antworten.

Wenn Sie wirklich einen Massenversand per E-Mail anstreben, dann ist es wichtig, dass Sie die Journalisten nicht ins CC setzen, sondern dass Sie ein Blind Copy machen. Das bedeutet, dass zwar ebenfalls mehrere Nachrichten auf einmal versenden werden können, die Empfänger aber nicht sehen, wer die anderen Nachrichten erhalten hat.

3.     Der Massenversand Fehler

Wie bereits kurz angeschnitten, ist es gar nicht so förderlich, ein Produkt mit Hilfe von einem Rundschreiben bei allen nur erdenklichen Journalisten und Redaktionen zu bewerben. Nachrichten, die auf diesem Wege versendet werden, sind in der Regel nicht persönlich und sprechen den Empfänger nicht präzise an. Dadurch werden sich die Journalisten und Redaktionen von der Nachricht auch nicht begeistern lassen und sie werden sofort erkennen, dass es sich hier um einen Massenversand handelt.

Effektiver und gewinnbringender ist es, wenn die Pressemeldung nicht an 100 Redaktionen geschickt wird, sondern als Themenvorschlag an 5 bis 10 ausgewählte Redakteure oder Journalisten. Das ist meist sinnvoller und bringt in Summe mehr Erfolg, als ein Massenversand, der weder individuell noch personenbezogen ist.

4.      Der Pressemeldung Fehler

Viele Start-Ups deklarieren ihre Mitteilungen als Pressemeldung. Das ist aber falsch, weil die Journalisten, Redakteure und Redaktionen solche Meldungen gerne als Werbemails einstufen und sie entsprechend aussortieren. Besser ist es, wenn Mitteilungen als Themenvorschläge deklariert werden. Wenn den Medien ein Thema vorgeschlagen wird, über welches es sich zu berichten lohnt.

Beispielsweise über das neue Produkt, das Ihr Unternehmen entwickelt hat. Themenvorschläge, die einen Mehrwert mit sich bringen, sind nicht nur für die Medien interessant, sondern auch für die Leser. Daher muss man sich beim Verfassen solcher Mitteilungen recht kreativ präsentieren, damit diese nicht einfach nur kommentarlos gelöscht werden.

5.      Ich rufe mal eben an – Fehler

Für einen Journalisten gibt es kaum etwas schlimmeres, als einen Anruf zwischen Tür und Angel abwickeln zu müssen. Wer als Unternehmer denkt, dass er einfach mal in einer Redaktion anruft und dort sein Produkt vorstellt, wird recht schnell abgewimmelt werden. Denn die Journalisten, Redakteure und Redaktionen stehen unter einem enormen Zeitdruck. Sie konzentrieren sich auf aktuelle Entwicklungen und Geschehnisse und müssen innerhalb kürzester Zeit darauf reagieren können. Wird dann mit einem Anruf gestört und vielleicht noch die Recherchephase unterbrochen, führt der Anruf nicht zum Erfolg.

Wer unbedingt anrufen will, sollte einen Termin vereinbaren. Oder aber den schriftlichen Weg nutzen, damit die Anfrage dann bearbeitet werden kann, wenn entsprechend Zeit dafür gegeben ist.

Autor:

Mein Name ist David Rölleke. Als PR Manager habe ich mir meine Sporen in der Medienbranche verdient. Durch meinen schnellen Erfolg war es mir möglich, meine Erfahrungen und engen Kontakte zu den Medien in meinem eigenen Unternehmen zu verankern, welches ich heute gemeinsam mit meinem Team führe. Unsere Vision: Medien ausleben und Menschen erfolgreich miteinander vernetzen.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

 

redaktion

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