Überlebenstipps für Start-ups – So endet der Start in die Selbständigkeit nicht im Chaos

Wer träumt nicht davon, Inhaber eines innovativen Start-ups zu sein und seine eigenen Ideen und Visionen mit Hilfe einer Selbstständigkeit zu verwirklichen?

Leider scheitern viele Jungunternehmer auf dem Weg zum Ziel. Doch woran liegt das?

Start-Up-People: Let’s get real! Einer der größten Fehler von Start-up Gründern beginnt bereits damit, das Unternehmen als solches zu bezeichnen. Mit dem Begriff Start-Up wird häufig eine „Wir versuchen es mal“- Mentalität assoziiert. Womit wir gleich zu einem weiteren Punkt kommen:

Hört auf, zu versuchen und macht einfach! Gebt alles, was ihr in Euch habt, den letzten Tropfen Schweiß, bis hin zum letzten Atemzug, damit Eure Idee ein Erfolg wird und nicht zu den vermutlichen 90% gehört, die binnen 5 Jahren vom Markt verschwunden sind. Doch auch damit ist es nicht getan.

Im Folgenden haben wir die drei schwerwiegendsten Fehler aufgelistet, die Start-ups machen können und zeigen Ihnen, wie Sie diese umgehen und mit Ihrem Unternehmen erfolgreich und nachhaltig wachsen.

Erster großer Fehler: Ohne konkretes Ziel starten

Viele Existenzgründer haben eine Idee, die sie verwirklichen wollen und die sie mitunter schon über einen längeren Zeitraum begleitet. Sie sehen sich als aufstrebenden Unternehmer, der viele Mitarbeiter beschäftigt und der mit seinen Ideen und Innovationen andere Menschen begeistern kann.

Dabei wird aber oft vergessen, dass es wichtig ist, dass die Idee nicht nur im Kopf funktioniert, sondern dass sie auch exakt und detailliert ausgearbeitet wird. Ideen im Kopf bringen keine Einnahmen und keinen Erfolg.
Einfach zu beginnen und zu machen, ohne genau zu wissen, wohin die Reise geht, kann nicht funktionieren. Jedes erfolgreiche Unternehmen hat einen Masterplan. Und dieser Masterplan muss exakt darlegen, welche Ziele vorhanden sind, wann diese Ziele erreicht werden sollen und wie es nach dem Erreichen der Ziele weitergeht.

Die Lösung für dieses Problem: Nur wer genau weiß, was er möchte, weiß auch, welcher Weg dorthin führt. Ziele müssen klar definiert werden. Sie müssen messbar sein und sie müssen unmissverständlich sein. Die Ziele müssen regelmäßig kritisch kontrolliert und überprüft werden. Nur dann gelingt ein erfolgreicher Start mit einem Unternehmen.

Zweiter großer Fehler: Das Vorgehen basiert auf „Versuch und Irrtum“

Sicherlich ist es richtig, dass verschiedene Dinge ausprobiert werden müssen, bevor der passende Weg gefunden wird. Aber nicht im Rahmen einer Existenzgründung. Denn das geht meistens in die Hose.

Bei einem Baby kann man nicht mal probieren und testen was geht. Wenn man das Überleben eines Babies sichern und es wachsen sehen will, dann tut man gut daran, eine erfahrene Mutter um Rat zu bitten.

Genauso verhält es sich bei Start-ups. Der eingeschlagene Weg muss ein geprüfter Erfolgsplan sein und sollte im besten Fall bereits an anderer Stelle funktionieren. Niemand erfindet das Rad komplett neu. Irgendwo gibt es erfolgreiche Unternehmer, die diesen oder zumindest einen ähnlichen Weg bereits gegangen sind. Start-up-Gründer haben weder Zeit noch Ressourcen für Versuch und Irrtum. Modelling of Excellence heißt das Schlüsselwort.
Wer hat Ähnliches schon erreicht? Wie hat er es gemacht? Wie können wir dies modellieren? Sind die wichtigen Fragen, die sich ein Start-up-Gründer bereits vor der Gründung stellen muss.

Lösung: Wer viel ausprobieren möchte, sollte noch kein Unternehmen gründen. Erst wenn ein erfolgsgeprüfter Plan steht, gibt es hohe Chancen auf einen Erfolg. Versuchen und sich irren sind in einem Unternehmen fehl am Platz.

Dritter großer Fehler: Liquiditätsplan und Kostenkalkulation fehlen

Ohne finanzielle Mittel keine Gründung von einem erfolgreichen Unternehmen. Da es in der Regel kaum möglich ist, die benötigten finanziellen Mittel aus eigener Kraft aufzubringen, muss eine klare Kostenkalkulation vorhanden sein. Es muss ein Liquiditätsplan erstellt werden, der aufzeigt, welche Kosten anfallen, wie sich die Kosten mittel- und langfristig entwickeln und welche Einnahmen geplant werden.

Viele Jungunternehmer kennen sich mit solchen Dingen nicht aus. Mitunter reicht es auch nicht, wenn man Betriebswirtschaft studiert hat, um einen solchen Liquiditätsplan und eine passende Kostenkalkulation aufzustellen. Es lohnt daher immer, fachkundige Hilfe an die Seite zu holen, die diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Erfolg begleitet.

Auch hier empfiehlt es sich aufs Modelling of Excellence zu verlassen. Wer hat schon Ähnliches gegründet? Welche Kosten und Engpässe sind auf ihn zugekommen? Wie hat er diese gemeistert?

Vor allem beim Thema Finanzen ist es wichtig, alle Berechnungen auf geprüften Fakten aus der Praxis beruhen zu lassen, statt auf theoretischen Annahmen. Diese fallen im Rahmen einer Gründung meist viel zu optimistisch und realitätsfremd aus. Wer sich bei Sturm auf einem Segelboot befindet, verlässt  sich ungern auf ein „ich hab da ne Idee“, sondern die Überlebenschancen sind viel höher, wenn man den Rat eines erfahrenen Kapitäns einholt. Ebenso sind die Chancen für ein Start-up viel höher, wenn es einen erfahrenen Mentor bzw. ein Vorbild zum Modellieren hat.

Tipps für ein erfolgreiches Start-up Unternehmen

Der Markt ist voll von Angeboten, die Start-up Unternehmen unter die Arme greifen sollen. Empfehlenswert ist es, nicht jedem Kaufanreiz und jeder Investitionsidee zu folgen. Es sollte nichts gekauft werden, was nicht für die Erfüllung des gesteckten Zieles absolut notwendig ist.

Alle Kostenpunkte, die im Rahmen des Geschäftaufbaus anfallen, müssen direkt geprüft werden. Abos sollten vermieden werden. Es gibt ferner die Möglichkeit, auch die laufenden Kosten für das Personal zu minimieren. Zum Beispiel, indem man Arbeiten ausgliedert, externe Dienstleister beschäftigt und so dafür sorgt, dass die Personalkosten vor allen Dingen in der Anfangsphase gut gesteuert werden können.

Es bedarf einer großen Portion Mut, Durchhaltevermögen und Kampfgeist, um ein Start-up zu gründen. Aber auch wer mutig lachend in die Kreissäge läuft, wird nicht überleben. Daher sind Vorbilder mit geprüften Strategien und Konzepten essentiell, um auf dem Markt zu bestehen.

Autor:

Gunnar Kessler, der Money Mentor, ist 2facher Speaking Award Gewinner und bekannt als Unternehmer, Autor, Motivational Speaker, Podcast Host von „Show Me The Money Honey“ und gefragter Online Marketing Experte.

Er glaubt daran, dass jeder Mensch es verdient hat, reich, frei und glücklich zu leben und dass das Internet dies heute für jeden Menschen möglich macht! Mehr auf: www.gunnarkessler.com

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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