Sei mutig und habe keine Angst zu Scheitern

SO COSI Schmuck Label mit Hommage an die Freundschaft

Stellen Sie sich und das Startup SO COSI doch kurz unseren Lesern vor!

SO COSI ist aus persönlichen Gründen entstanden, das Label ist eine Hommage an die Freundschaft zwischen meiner besten Freundin Cosima und mir. Trotz der Entfernung zwischen Düsseldorf und Hamburg ist das enge Band zwischen uns nie schwächer geworden und wir kommunizieren täglich über Whatsapp – hauptsächlich mit den kleinen Happy Faces, die jede Stimmung perfekt ausdrücken. Der Schmuck soll die Trägerin beständig wie die beste Freundin durch jede Situation im Leben begleiten und eine persönliche Bindung sichtbar machen – ob mit der besten Freundin, der Schwester oder der Mutter. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

SO COSI ist bereits meine zweite Gründung und ist mehr durch Zufall entstanden.  Gestartet bin ich vor 7 Jahren mit der Boutique Agentur Helena Reich Relations, unter deren Dach wir klassische PR, Events und Influencer Marketing vereinen. Heute zählen zum Beispiel Douglas, Estee Lauder Companies oder auch Eprimo zu unseren Kunden. Wir konnten Erfahrungswerte sammeln, die bei dem Aufbau von SO COSI sehr hilfreich waren und nach wie vor sind. Aber auch umgekehrt befruchten unsere Erfahrungen mit SO COSI die Arbeit in der Agentur. 

Alles fing mit einer Kette an, die ich für Cosima als Geschenk designte und auf die sie immer wieder angesprochen wurde. Die Nähe zum Schmuck war bereits da, denn mein Kindheitsfreund Chris Rauschmayer ist Geschäftsführer der Trauringfirma Rauschmayer. Er produzierte auch das Einzelstück für Cosima. 

Ich bat ihn, mir noch 20 weitere Ketten herzustellen, er brachte mich aber auf die Idee, lieber eine ganze Kollektion zu entwerfen. Wenige Wochen später legte ich ihm einen Businessplan vor und SO COSI konnte kurz darauf starten. 

Was war bei der Gründung von SO COSI die größte Herausforderung?

Sich als neues Label im hart umkämpften Schmuckmarkt durchzusetzen, ist schon eine Herausforderung, aber ich habe mich auf das konzentriert, was ich am besten kann: Marketing. Innerhalb von kurzer Zeit hat sich SO COSI als Lieblings-Label vieler Influencer und Celebrities entwickelt, heute ist es aus den Instagramfeeds gar nicht mehr wegzudenken. Hierdurch und natürlich auch aufgrund der Werte, wie Freundschaft, für die SO COSI steht, schaffen wir eine starke emotionale Bindung zwischen Kunden und Label. Breite Präsenz und ein schwer nachahmbarer USP erleichtern schließlich die Positionierung im Markt. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich bin ein Verfechter von „better done than perfect“ und auch der Meinung, dass diese Einstellung für das inzwischen sehr schnelle Onlinegeschäft wichtig ist. Das Produkt muss stimmen und qualitativ top sein, aber ob alles bis ins kleinste Detail optimiert ist, ist zweitrangig. 

Ich bezeichne mich als sehr zuversichtlich und versuche, mir nicht allzu viele Gedanken darüber zu machen, dass etwas nicht klappt oder nicht komplett steht. Das Einzige, was es bei einer Gründung braucht, ist Mut. Ich treffe oft Menschen, die an sich tolle Businessideen hatten, bloß leider nicht den Mut, sie umzusetzen, weil nicht alles bis ins letzte Detail perfekt oder durchgeplant war. Das ist sehr schade. 

Welche Vision steckt hinter SO COSI?

Mit SO COSI wollen wir gute Laune verbreiten und daran erinnern, nicht immer alles ernst zu nehmen, sondern dem Leben mit einem Augenzwinkern zu begegnen. 

Das Schönste ist das Feedback unserer Kunden: Erst vor Kurzem schrieb uns eine Kundin, dass sie direkt gute Laune bekommt, wenn sie ihre Happy-Faces-Kette anlegt. Für genau solche Momente arbeiten wir tagtäglich. 

Wer ist die Zielgruppe von SO COSI?

Den Großteil unserer Zielgruppe bilden natürlich Frauen. Ich mag es, dass wir alle Altersgruppen ansprechen: Kleine Mädchen, die unseren Schmuck zuckersüß finden und sich die Gesichter an den Schaufenstern der Juweliere plattdrücken, oder Jugendliche, die uns mit ihren meistgenutzten Emojis identifizieren. Die End-Zwanziger, die immer auf der Suche nach der nächsten Trendmarke sind und eben auch die etwas älteren Kundinnen, die die freundlichen Gesichter niedlich finden und sie aus den Whatsapp Nachrichten ihrer Kinder kennen. Wir sind alterslos, das trägt sicherlich auch zu unserem Erfolg bei.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

SO COSI lebt von emotionalen Werten wie Freundschaft oder Verbundenheit, die natürlich gerade über die Social Media Kanäle sehr gut funktionieren. Bei der Gründung habe ich mich entschieden, die Marketingstrategie und die starke Präsenz auf Instagram in den Mittelpunkt zu stellen, auch wenn dieser Weg bei meinen Mit-Gesellschaftern anfangs auf Widerstand gestoßen ist. Gerne wollten sie die Marke traditionell aufbauen und auf schon bekannte, lang erprobte Strategien setzen. Der damals noch ungewöhnliche Ansatz erlaubt uns allerdings, ein Produkt nach den Wünschen der Konsumenten zu entwickeln und auch schnell auf neue Trends reagieren zu können. 

SO COSI, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In den nächsten fünf Jahren möchten wir die Marke gern weiter ausbauen und die Markenbekanntheit stärken. Um die nötige Reichweite hierfür zu schaffen, setzen wir seit Kurzem auch unsere „Besties“ Kollektionen um: Verschiedene Influencer designen mit der besten Freundin, der kleinen Schwester oder sogar dem Partner ihre eigene kleine Schmucklinie. Die Schmuckstücke bringen sie ihren Fans und Followern noch einmal näher und für uns ist es eine schöne Möglichkeit, bekannter zu werden. Dabei verlieren wir den Grundsatz von SO COSI, die Freundschaft, natürlich nicht aus den Augen, das soll weiter unser Kern bleiben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Sei mutig und habe keine Angst zu Scheitern. Glaube an deine Idee und verfolge sie zielstrebig, auch wenn es immer wieder Tiefpunkte gibt. Jedes Tief lässt dich auch wichtige Dinge lernen und dich deine Sache beim nächsten Mal umso besser machen. 

Hab Freude an dem, was du machst. Sein eigenes Unternehmen zu führen ist sehr zeitintensiv, aber wenn dein Job eine Art Hobby ist, dann entschädigt das für sehr viel. 

Setze auf ein gutes Projektmanagement-Tool, um dich gut zu organisieren. Am Anfang eine gute, übersichtliche Struktur aufzubauen ist sehr wichtig, damit du beim Wachstum nicht den Überblick verlierst. An dieser Stelle mache ich gern etwas unbezahlte Werbung: JIRA ist hierfür einfach super! 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Helena Reich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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