Wenn nicht jetzt, wann dann?

Beim Fotobuch von Snaphapp steht Glücklichsein im Mittelpunkt

Stellen Sie sich und Snaphapp doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Christian und Anne, Arbeitskollegen in einer Digitalagentur und nun haben wir unser gemeinsames Unternehmen gegründet – die eat app live UG (haftungsbeschränkt). Wir wollen digitale Produkte entwickeln, die unserem Lebensgefühl gerecht werden, zum Beispiel zum gesunden Essen oder Glücklichsein. Und unser erstes Produkt, Snaphapp, hat letzteres Im Fokus: Glücklichsein. Snaphapp ist das erste geleitete Fotobuch zum Thema Glücklichsein – mittels App werden den Nutzern 27 Aufgaben gestellt, die uns nachweislich glücklicher machen. Zu jeder Aufgabe ist ein Foto zu hinterlegen. Ganz zum Schluss kann sich dann jeder sein persönliches Glücksfotobuch nach Hause liefern lassen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Es war ganz klar die Sehnsucht nach Selbstbestimmung und -verwirklichung. Wir haben einen echt guten Arbeitgeber (die Agentur heißt FLYACTS) und haben uns nicht aus Frust zu diesem Schritt entschieden. Unsere Motivation liegt eher in den Freiheiten begründet, die wir uns damit erhoffen: die Freiheit ganz spontan einen Nachmittag frei zu machen und dafür sonntags ein paar Stunden zu arbeiten. Die Freiheit, auf Mallorca zu arbeiten (wenn wir es denn mal möchten). Und außerdem hatten wir einfach Lust, ein „eigenes Thema“ zu realisieren und damit viel neues zu entdecken.

Welche Vision steckt hinter Snaphapp?

Mit Snaphapp wollen wir Menschen nachhaltig glücklich machen. Außerdem ist Snaphapp der Ausgangspunkt für weitere Themen zu geleiteten Fotobüchern. Damit wollen wir eine ganz neue Ära der Fotobuchgestaltung einläuten: der gleiteten Fotobücher – für mehr Spaß und Abwechslung bereits beim Erstellen!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Durch unsere Vorgeschichte konnten wir bis jetzt alle Kosten recht gering halten: Christian ist Entwickler und hat sich um die App gekümmert und Anne ist BWLerin, sodass sie den Rest übernehmen konnte. Aktuell ist der Launch das Schwierigste – wenn sich alle Erwartungen, Hoffnungen und Träumereien der Wirklichkeit stellen müssen und die ersten Zweifel kommen. Da muss man sich immer wieder erneut motivieren, z.B. mit dem Wissen, dass Coca-Cola auch nur 50 Dollar Umsatz im ersten Jahr gemacht hat.

Wer ist die Zielgruppe von Snaphapp?

Eigentlich jeder, der ein Smartphone hat und gerne damit fotografiert. Denn wer sehnt sich nicht nach ein bisschen mehr Glücklichsein?

Wie funktioniert Snaphapp? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Kern ist Snaphapp eine App, die den Nutzern 27 Aufgaben stellt, z.B.

Bei dieser Tätigkeit vergehen die Stunden wie im Flug.

Das ist Urlaub für mich, so kann ich den Alltag vergessen.

Das war eine sehr gute Entscheidung.

Etwas, was mich seit meiner Kindheit aufmuntert.

Zu jeder Aufgabe gibt es auch ein bisschen Hintergrundwissen. Zum Beispiel warum wir uns bewusst sein sollen, was in unserer Kindheit schön war: „10 % unserer Lebensumstände beeinflussen unser Glück – also auch unsere Kindheit und Erziehung. Nutze das und schwelge in glücklichen Erinnerungen.“

Jeder Aufgabe geht dabei ganz leicht zu erfüllen: per Foto. Und wenn mindestens 18 Aufgaben erfüllt wurden, kann man sich ein Fotobuch mit diesen tollen Glücksmomenten bestellen und sich immer wieder vor Augen führen, wie schön das eigene Leben ist. Denn wir müssen uns einer Erkenntnis bewusst sein: Glücklichsein ist nicht durch einzelne große Ereignisse geprägt, sondern durch viele, viele kleine.

Genau so ein Produkt wie Snaphapp gibt es aktuell noch nicht, aber es gibt Ausfüllbücher zu diesem Thema. Das braucht aber viel Zeit und ist in unseren Augen nicht so ansprechend wie das Festhalten in Bildern (ein Bild sagt mehr als tausend Worte, oder?). Und dann gibt es noch klassische Fotobücher. Aber da muss man schon vorher alle Bilder haben und sich selbst die Geschichte dazu ausdenken. Das ist mühsam und wollen wir mit Snaphapp verbessern

Wie ist das Feedback?

Wertvoll, überragend, fantastisch. Wir haben aktuell ja eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext laufen (https://www.startnext.com/snaphapp) und unsere privaten Kontakte um fleißiges Teilen gebeten. Von „eine geniale Idee“ und Sponsoren der ersten Stunde unserer Kampagne bis hin zu „diese Idee ist so neu, dass muss erstmal sacken“ ist alles dabei. Jede, wirklich jede Rückmeldung nehmen wir dabei dankbar entgegen und lassen alles in unsere zukünftige Aufstellung fließen. Und auch hier ein Dankeschön an all die lieben Menschen, die uns bereits unterstützt haben.

Snaphapp, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nächstes Jahr gehen wir erstmal bei unserem jetzigen Arbeitgeber in Teilzeit. Vollzeit zu arbeiten und ein neues Business zu gründen, geht dann doch zu sehr zu Lasten von Freunden und Familie. Wir wollen das Produkt „geleitetes Fotobuch“ in der Bekanntheit steigern und neben Snaphapp noch weitere geleitete Fotobuch-Themen voranbringen (z.B. zu Babies erstem Jahr oder dem geliebten Haustier). In fünf Jahren haben wir uns dann hoffentlich so gut etabliert, dass wir davon leben können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn nicht jetzt, wann dann? Einfach machen und lernen. Das ist viel wertvoller, als nur sehnsüchtig darüber nachzudenken.

Risiko eingehen – aber nur so hoch, wie ihr es verkraften wollt/könnt.

Bereits weit vor Start/Veröffentlichung eures Produkt mit der Vermarktung beginnen, wenn ihr sofort durchstarten wollt. Ansonsten: Geduld mitbringen und Zweifel beiseite schieben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Anne und Christian für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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