Bleib ehrlich

SMS-DOOR entriegelt und verriegelt Türen

Stellen Sie sich und das Startup SMS-DOOR doch kurz vor!

SMS-DOOR ist ein Produkt von Irinkov engineering. Das Produkt ist ein elektromechanisches System für Zutrittskontrolle von der Ferne: den Zutritt zu abgesonderten Bereiche zu ermöglichen, bzw. diese abzusondern. Einfacher erklärt, SMS-DOOR entriegelt und verriegelt Türen.


Wie ist die Idee zu SMS-DOOR entstanden?

SMS-DOOR entstand nicht als eine bloße Idee für ein Produkt, sondern aus der Notwendigkeit heraus und weil es keine vergleichbare Produkte auf dem Markt gab. SMS-DOOR wurde vor ca. 10 Jahren „geboren“. Als ich damals in Wien eine Wohnung als Ferienwohnung anbietete, hatte ich massive Probleme mit der Schlüsselübergabe gehabt. Es gab folgende Konstellation:

Der Gast bucht die Unterkunft. Der Ankunft in die Unterkunft kann sofort (einige Minuten nach der Buchung) oder in einigen Tagen sein. Mittels E-Mails hat man sich beim Gast über die Buchung bedankt und gefragt, wann dieser zu erwarten sei.

Daraus ergaben sich folgende Situationen:

  1. Der Gast stand bereist vor der Tür
  2. Der Gast informierte, dass er in 2 Tagen um einer gewissen Urzeit antreffen wird
  3. Der Gast antwortete gar nicht

Wie man sich vorstellen kann, ist die Situation 1 schlimm.

Die Situation 2 konnte so aussehen, dass der Gast um 17 Uhr zu erwarten war, dieser aber auf dem Weg eine mehrstündige Verspätung hatte. Oder dass der Gast um 00.00 Uhr in Wien am Flughafen ankommt.

Die Situation 3 war die schlimmste. Man hat gar nichts gewusst.

Damals gab es alle diese Produkte von heute nicht. Es gab nur einen einzigen Anbieter, der Türantriebe auf dem Markt hatte. Den Antrieb habe ich verwendet und habe dazu ein passendes, als Patent eingereichtes Kommunikationssystem basierend nur auf SMS entwickelt.

Es war eine ganz klare Entscheidung nur mit SMS den Zutritt zur meiner Ferienwohnung zu ermöglichen. Warum? Weil das die einfachste technische Lösung war und ich wollte nur eine Tür entriegeln und keine Smart-home Lösung entwickeln.

Das Ziel war die Tür.

Wenn ich mir den heutigen „Missbrauch“ von hochwertigen, teure und unsicheren Technologie für die einfachste Steuerung anschaue, so muss ich auch jetzt ganz klar sagen: ich habe die passendste Lösung und Produkt für die Situation die ich hatte schon damals realisiert. SMS ist einfach, von jedem Handy ausführbar (es muss kein Smartphone sein), mit einer sehr hohen Verfügbarkeit und mit der höchsten Sicherheit die man heute bei Funkkommunikation haben kann. Übrigens, gerade in Deutschland als Land mir sehr schlechte Telekommunikationsinfrastruktur (ich kenne kein weiteres Land dass so unterversorgt ist), bietet die SMS die höchste Verfügbarkeit. Das man mit dem Auto unterwegs ist und versucht mittels eine Internetbasierte App die Tür zu steuern, wäre in Deutschalnd auf der Autobahn so gut wie nicht möglich und zu aufwendig. Aber einige Zeichen als SMS zu versenden, ist eine einfache und funktionierende Sache.

SMS-DOOR braucht keine Infrastruktur: kein WLAN, kein Bluetooth, kein Internet…

SMS-DOOR verursacht keine Kosten, weil man nur eine SMS Pre-paidkarte braucht, die nur zum Empfang der SMS notwendig ist und das Guthaben wird nicht angetastet.

Welche Vision steckt hinter SMS-DOOR?

SMS-DOOR ist ein Nischenprodukt. Daher sind die Visionen in einem Derivatprodukt gerichtet, nämlich in SMS-POST-BOX. Mit wachsender Anzahl an Hauszustellungen sehe ich ein enormes Potential für die Empfangsbox. Diese könnte zum Beispiel von den Lebensmittelketten für deren Kunden als Mietbox vor der Tür angeboten werden. Dabei sehe ich es so, dass nicht der Kunde für die Box bezahlen sollte, sondern die beliefernde Kette. Die Box wäre der Zugang zu der Kundenbereitschafft, mehr geliefert zu bekommen, als alleine einkaufen zu gehen.

Mehr dazu unter www.sms-post-box.com

Wer ist die Zielgruppe von SMS-DOOR?

Ferienwohnunsgbesitzer, Pflegebedürftige, eigene Gäste, Kinder, etc.


Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung 2 Minuten 2 Millionen zu bewerben?

Mein Sohn hat mich mit der Anmeldung überrascht. Ich hätte es alleine nicht gemacht. Ich bin ihm aber sehr dankbar, weil wir zusammen waren und eine spannende und emotionsgeladene Zeit zusammen verbracht haben. Wie wohnen leider nicht zusammen. Er ist in Wien und ich in Vorarlberg.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Wir haben uns abgesprochen wer was vorbereiten wird. Mein Sohn hat das Pitchen übernommen, ich habe mich um die Werbungsmaterialien und technische Vorbereitung gekümmert.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wenn ich mich entscheide etwas zu machen, so mache ich es maximal gut, wie es mir an dem Tag und zu der Situation möglich ist. Wir waren motiviert, wir wussten nicht was uns erwartet und wir haben natürlich Hoffnung gehabt. Wir wussten auch dass viel auch nach der Show passiert.


Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch 2 Minuten 2 Millionen viele Interessenten und auch Medien auf SMS-DOOR aufmerksam werden?

Die Show zeigt eine Richtung. Die Investoren und die Kontakte nach den Auftritt werden unsere weitere Schritte beeinflussen. Daher war es wichtig, dass wir teilnahmen. Irinkov engineering ist kein Startup Unternehmen, aber das Produkt als solches. Für das Produkt war die Sendung wichtig.


Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Frau K. Schneider. Leider war ihr das Produkt zu technisch und man kann so ein komplexes Produkt niemals in 2 oder in 10 Minuten erklären. Etwas was ich seit Jahren entwickele, kann ich unmöglich so gut in so einer kurzen Zeit präsentieren.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

Es haben sich Interessenten gemeldet. Der von vielen prognostizierte Zusammenbrechen vom Webserver ist aber nicht erfolgt 

Leider haben sich auch viele „Geschäftsleute“ gemeldet, die mir alles Mögliche verkaufen wollten. Da frage ich mich, wer eigentlich vor dem TV gesessen ist . Solchen „Anbietern“ würde ich diese Handlungen ausreden wollen. Das ist fast beleidigend.

SMS-DOOR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

SMS-DOOR wird es immer geben. SMS-DOOR und SMS-POST-BOX sind nur einige von vielen Eigenprodukte. Als Entwickler habe ich weitere Produkte entwickelt, die im Moment in Patentierungsphase sind und daher kann ich nicht sehr viel dazu sagen. So planen wir im nächsten Jahr erneut bei der Show in Österreich oder in Deutschland mit einem heißen Hometrainer zu sein. Generell werden noch viele Produkte von Irinkov engineering auf dem Markt in den nächsten 5 Jahren kommen, dabei ist das Ganze nicht das Hauptgeschäft des Unternehmens. Aber immer wieder wenn Erfindungen als Problemlöser erkannt werden, wird daraus ein Produkt generiert.


Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Bleib ehrlich: nur das was dich begeistert kann deine Mitmenschen begeistern, niemals umgekehrt

Bleibe wach: das tägliche Leben liefert uns die Ideen, öffne deine Füller. Schon das gehen auf die Toilette verursacht bei mir hunderte Fragen und mein Gehirn sucht nach Lösungen.

Arbeite hart: sobald du etwas liebst, wird die Zeit immer zu wenig und du empfindest sie als immer unzureichend und schaust auf die Uhr aus einen ganz andren Grund hin. Als Kinder wollen wir alles was uns gefällt immer möglichst lang machen.

Ich lege noch etwas unabdingbares nach:

Sei ein umgekehrte Paranoiker: alles was dir passiert ist zu deinem Nutzen da.

Wagen dich: ich bereue immer die Dinger die ich nicht getan habe, nicht diese die ich getan habe und vielleicht auf der Nase gefallen bin.

Habe kein Respekt von der Masse: die Masse ist das was am Verbreitesten ist. Das ist aber nicht das Beste, niemals!

Titelbild: SMS Door 2Minuten 2Millionen (c) / Fotograf: Gerry Frank


Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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