Samstag, Dezember 3, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

smoost: Deutschlands größte Charity-App für Vereinsfundraising

Stellen Sie sich und das Startup smoost doch kurz unseren Lesern vor!
smoost ist mit mehr als 2.500 gemeinnützigen Organisationen und Vereinen Deutschlands größte Charity-App für Vereinsfundraising. Nutzerinnen und Nutzer können mit der App gemeinnützige Vereine und Organisationen finanziell unterstützen ohne dabei eigenes Geld ausgeben zu müssen. Die App funktioniert kinderleicht: Die Nutzer sehen sich Werbeprospekten des lokalen Einzelhandels an. Der Einzelhandel bezahlt wiederum Geld dafür, dass seine Prospekte angesehen werden. smoost nimmt dieses Geld und leitet Dreiviertel davon an die Vereine weiter. Pro angesehenes Prospekt werden mehrere Cent ausbezahlt.

Wir wandeln Werbegelder in Subventionen für regionale Vereine um. Der Nutzer entscheidet vorher welches Projekt er unterstützen möchte. smoost bietet somit einen cleveren Weg der Unterstützung. Daher auch der Name, er leitet sich nämlich von den englischen Wörtern „smart“ (schlau/clever) und „to boost“ (unterstützen, voranbringen) ab. Aktiv teilnehmende Vereine können so mehrere 100 Euro pro Monat einnehmen. Mit smoost werden Vereine, Unterstützungswillige und Unternehmen zusammengebracht – eine Win-Win-Situation für alle.

Wie ist die Idee zu smoost entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Charity-App smoost wurde im Jahr 2013 von Geschäftsführer Rainer Rother, Entwickler Thomas Helmrich und Grafik-Designer Elias Fecher ins Leben gerufen – sie kannten sich bereits aus früheren Projekten. Hier haben sie auch erkannt, wie viel Geld jeden Tag für Werbung von der Wirtschaft transferiert wird. So war die Idee geboren, dass man einen Teil dieses Geldes nehmen könnte, um Gutes zu tun. Bei smoost werden 75 Prozent der Werbeeinnahmen direkt an die gemeinnützigen Vereine weitergeleitet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Am Anfang standen wir vor der großen Herausforderung Werbeanbieter zu gewinnen und gleichzeitig mehr Nutzer von smoost überzeugen zu können. Daraus hat sich das klassische Henne-Ei-Problem ergeben: Wenn du wenig Werbung hast, ist es für die Nutzer uninteressant und wenn du wenige Nutzer hast ist es für die Werbenden uninteressant. Vor allem wegen bereits bestehenden Kontakten zur Werbebranche haben wir schnell Werbepartner finden können, die an uns geglaubt haben. Auch die Nutzer und Vereine der App waren schnell begeistert, so dass unsere Zahlen schnell gestiegen sind – mittlerweile sind mehr als 2.500 Vereine bei smoost registriert. Die Startfinanzierung lief über Eigenkapital. Hinzu kamen dann Business-Angels, die von der Idee begeistert waren und als Kapitalgeber mit eingestiegen sind.

Wer ist die Zielgruppe von smoost?
Ganz klar – gemeinnützige Vereine die für ein Projekt Geld sammeln möchten. Aktuell haben wir 2.500 Vereine an Bord, doch das Potential ist noch viel größer. Alleine in Deutschland gibt es nämlich über 600.000 Vereine mit sage und schreibe 20 Millionen Mitgliedern. Es besteht also noch viel Raum für Wachstum.

Wie funktioniert smoost?
In der App kann der Nutzer aktuell aus über 2.500 sozialen Projekten auswählen. Hat er ein Projekt gefunden, das er unterstützen möchte, kann er diese tun indem er sich ein Werbeprospekt des lokalen Einzelhandels aus seiner Umgebung in der App ansieht. Hat er das Prospekt bis zum Schluss durchgeblättert fließen automatisch mehrere Cent an sein zuvor ausgewähltes Wunschprojekt.

Welche Vorteile bietet smoost?
Die Charity-App hat viele Vorteile. Das Modell ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Das werbende Unternehmen kann zielgerichtet und umweltfreundlich (weil digital) seine Prospekte ausliefern – sie erreichen genau die Menschen aus ihrer Region, die sie erreichen wollen. Ihre Prospekte werden angesehen und landen nicht einfach ungelesen im Müll. Die Nutzer sehen immer die aktuellen Angebote in ihrer Umgebung und können Gutes tun ohne eigenes Geld ausgeben zu müssen. Und die Vereine und Organisationen können mit einer modernen Einnahmequelle ohne großen Aufwand sinnvolle und soziale Projekte finanzieren und brauch nicht stundenlang in der Fußgängerzone mit einer Sammelbüchse stehen. Und nicht zuletzt profitiert die Umwelt von der App, denn es werden unvorstellbare Mengen an Wasser, Papier und Farbe gespart, die beim herkömmlichen Prospektdruck anfallen, eingespart.

Wie ist das Feedback?
Wir bekommen sehr positive und zum Teil rührende Rückmeldungen. Es ist immer wieder toll, wenn bei uns Dankesschreiben im Briefkasten oder im Email-Postfach landen, in denen sich Vereine dafür bedanken, dass sie eine langersehnte Sache dank smoost realisieren konnten – Da weiß man, dass man für die richtige Sache arbeitet und das macht uns stolz.

smoost, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Entwicklungszahlen zeigen einen klaren Weg nach oben auf. In diesem Jahr haben wir erst die Halbe-Million-Euro-Marke an Einnahmen für die Vereine geknackt und in fünf Jahren sollte sich dieser Wert, wenn es so weiter geht, verzehnfacht haben. Wir hoffen auch bis dahin, das europäische Ausland mit in die App einbeziehen zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Hört nicht auf die Nein-Sager. Wenn du eine Idee hast und dafür brennst – zieh es durch. Die Nein-Sager und Zweifler, die deinen Weg säumen sind normal, du kannst sie ignorieren!
Lass dich von Rückschlägen nicht entmutigen. Sie gehören dazu. Zieh deine Erkenntnisse, justiere deinen Plan und weiter geht’s. Am Ende gewinnt derjenige, der am häufigsten wieder aufgestanden ist.
Planning is everything, plans are nothing. Habe immer einen Plan und verfolge ihn konsequent. Wenn der Plan nicht funktioniert, wirf ihn freudig über Bord und mache einen besseren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tim-Niklas Kubach für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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