smoope: Kundenkommunikation via Instant Messaging

smoope vernetzt Kunden mit Unternehmen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen smoope doch kurz vor!
Mein Name ist Eleftherios Hatziioannou – Vielen bekannt als „Lefti“. Ich bin einer der Gründer der smoope GmbH aus Stuttgart und verantworte als geschäftsführender Gesellschafter u.A. die Bereiche Business Development, Marketing und PR. Vor meiner Selbständigkeit habe ich mehrere Jahre bei der Daimler AG im Bereich Brand Communications gearbeitet – zuletzt als erster globaler Social Media Manager für Mercedes-Benz. Diese Erfahrungen nutzte ich später als freier Unternehmensberater, woraus unser heutiges Startup resultierte.

Wie ist die Idee zu smoope entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammen gefunden?
Es kamen zwei Dinge zusammen: Halil Mandal, mit dem ich die smoope GmbH gegründet habe, suchte als Mobilfunk-Unternehmer nach einem Weg, sich im Zeitalter von E-Commerce und Hotline-Vertrieb besser mit seiner Kundschaft zu vernetzen und darüber stärkere Kundenbindung zu erzeugen. Ich wiederum machte mir damals Gedanken, was nach Social Media kommt und welche Rolle Messenger im Business-Kontext spielen werden. Da wir uns privat schon lange kannten und entsprechend volles Vertrauen in einander hatten und haben, packten wir es kurze Zeit später gemeinsam an – genauer gesagt Ende 2013.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir sind sehr pragmatisch an die Sache herangegangen und haben zunächst einen Prototypen entwickeln lassen, mit dem wir in eine Testphase mit Mobilfunkshops eingetreten sind. Ein absolutes MVP (Minimal ViableProduct), denn es gab die App nur als Android-Version und sie konnte noch nicht viel mehr als Textnachrichten zu verfassen und versenden. Trotzdem war wenige Monate später klar, dass diese Art der Kommunikation den Puls der Zeit trifft. Wir sammelten wertvolles Feedback, das wir dann für die weitere Produktentwicklung übernommen haben. Im März 2014 haben wir dann smoope öffentlich vorgestellt. Danach ging es eigentlich Schlag auf Schlag. Wir konnten immer mehr Unternehmen von unserem Ansatz überzeugen, durften uns auf verschiedenen Bühnen präsentieren und kamen somit auf den Radar des Hightech-Gründerfonds, der seit August 2014 im Rahmen einer Seed-Finanzierung an uns beteiligt ist. Bis dahin hatten wir alles selbst finanziert und zusätzlich ein Darlehen aufgenommen, um keine Zeit zu verlieren und weiter Gas zu geben. Mit der Zeit kamen weitere Business Angels hinzu.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Eigentlich wollten wir zu Beginn „nur“ Halil’s Problem lösen. Aus einer App-Idee wurde aufgrund des Nutzerfeedbacks eine Plattform, über die sich Unternehmen und Kunden/Interessenten vernetzen und per Messenger in Kontakt treten können. Mit immer besserem Verständnis des Marktes und der Kundenbedürfnisse wurde unsere Technologie zu dem ausgebaut, was sie heute ist: Wir bieten Messaging as a Service für Unternehmen an. Eingesetzt werden unsere Lösungen von mittlerweile 300+ Unternehmen, z.B. im Kunden- und Bewerberdialog bis hin zu interner Kommunikation. Ein wichtiger Aspekt beim Einsatz von Messaging-Lösungen im B2C-Kontext war von Anfang an das Thema Datenschutz und -sicherheit, welches wir optimal bedienen können.

Wer ist die Zielgruppe von smoope?
In den letzten Monaten hat sich herauskristallisiert, dass wir besonders gut geeignet sind für den Einsatz in Unternehmen, die Diskretion und Datenschutz groß schreiben und Lösungen suchen, die sich tief in bestehende Prozesse integrieren lassen. Das kann natürlich mit der Branche zu tun haben (z.B. Banken/ Versicherungen) oder auch mit dem jeweiligen Fachbereich (z.B. Personalabteilungen). Wo immer sensitive Daten verarbeitet werden, sind wir die präferierte Lösung.Somit liegt unser Fokus auf Enterprise-Kunden in den genannten Segmenten.

Warum sollte man smoope nutzen?
Wir bieten Lösungen für Unternehmen, die die Chancen der populären Kommunikationsform „Messaging“ für Ihre Zwecke nutzen möchten – ohne dabei gravierende Risiken einzugehen. Messaging gehört nicht zu den Kernkompetenzen vieler IT-Abteilungen und ist oftmals mit großem Aufwand/Kosten verbunden, den die Unternehmen auf uns outsourcen können. Wer schnell und einfach einen Messaging-Kanal aufsetzen möchte, kann dies über die smoope-Plattform tun. Andere Unternehmen wiederum, die tiefere Integrationen benötigen können wir mit maßgeschneiderten Lösungen ausstatten – vom Web Widget zur Einbindung in Webseiten über In-App Messaging in bestehenden Apps der Unternehmen bis hin zum eigenständigen, firmeneigenen Messenger.

Wie funktioniert smoope?
Auf der öffentlichen Plattform können Nutzer nach angeschlossenen Unternehmen und Themen suchen – ähnlich wie das Prinzip von „Gelben Seiten“ stellen wir Kontaktdaten von Unternehmen zur Verfügung. Firmen, die mit uns zusammenarbeiten, können Nutzer direkt per Messenger erreichen und sich bei Bedarf viel Zeit und Nerven sparen – Stichwort Warteschleife. Zudem können wir Messaging-Funktionalitäten ganz gezielt für Unternehmen in bestehende Medien/ Prozesse integrieren und über das intelligente Backend sinnvolle Self Services über Bots abbilden – was immense Kosten- und Effizienzpotentiale mit sich bringt.

smoope, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Auch wenn es sehr verlockend ist sehr weit nach vorne zu blicken und zu träumen, konzentrieren wir uns aktuell mehr darauf jedes Projekt zur Zufriedenheit unserer Kunden umzusetzen und uns kontinuierlich weiter zu entwickeln – von Woche zu Woche, von Monat zu Monat und von Quartal zu Quartal. Solange wir dafür sorgen, dass unsere Kunden glücklich sind mit unseren Leistungen sind wir uns sicher, dass sich dies am Ende auch im Erfolg widerspiegeln wird.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Folge immer Deiner Leidenschaft: jeder Gründer sollte sich mit etwas befassen, das ihm wirklich Spaß macht. Ein Startup aufzubauen hat mit vielen Auf und Abs zu tun – entsprechend ist es wichtig, dass man sich mit etwas befasst, für das man wirklich brennt.
2. Pack‘ es an und bleibe flexibel: wer eine Idee hat und überzeugt davon ist, sollte so schnell wie möglich loslegen. Neben dem Marktfeedback kann man viele wertvolle Erfahrungen sammeln und herausfinden, ob die Idee tatsächlich funktioniert oder nicht. Entsprechend sollte man auch offen dafür bleiben, die Idee bei Bedarf weiter zu entwickeln.
3. Team-Player gesucht: aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es besser ist, gemeinsam mit anderen zu gründen, die komplementäre Stärken mitbringen. Im Team lassen sich Probleme besser bewältigen – genau wie beim Tandem fahren. Außerdem sollte jeder frühzeitig damit anfangen, sich ein entsprechendes Netzwerk aufzubauen, auf das man sich verlassen kann, wenn es drauf ankommt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Eleftherios Hatziioannou für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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