Lasst euch frühzeitig beraten/coachen, man kann und muss nicht alles können.

Smartjobr bringt Freelancer aus der Kreativ- und Digitalbranche schneller und einfacher mit Auftraggebern zusammen

Stellen Sie sich und das Startup Smartjobr doch kurz unseren Lesern vor!
Meine Name ist Nils Kreyenhagen, 35, ganz frisch verheiratet und ich bin COO und einer der Gründer von Smartjobr. Smartjobr ist eine App für iOS und Android und bringt Freelancer aus der nationalen und internationalen Kreativ- und Digitalbranche schneller und einfacher mit Auftraggebern zusammen. Durch ein intelligentes Matching, tagesaktuelle Sichtbarkeit der Verfügbarkeit und viele weitere Funktionen. Unser Ziel: der perfekte Match auf beiden Seiten.

Wie ist die Idee zu Smartjobr entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Pascal Wabnitz (CEO) und ich kennen uns schon seit vielen Jahren aus der Branche, wir haben bereits vorher erfolgreich zusammengearbeitet. Pascal hat ein ausgezeichnetes Netzwerk an Freelancern, war selbst über 10 Jahre als Freelancer tätig und hat das Edelkollektiv aufgebaut (Deutschlands erfolgreichster Zusammenschluss von Freelancern). Als ich noch Geschäftsführer bei der Personalberatung Markenpersonal war, haben wir kooperiert, wenn es bei unseren Kunden um das Thema Freelancer ging. Pascal hatte irgendwann die Idee, diesen doch recht manuellen Service zu digitalisieren und er war auf der Suche nach dem passenden Partner. Im Mai 2015 haben wir gegründet. Uns war klar, dass wir einen CTO brauchen, den wir mit Florian Mielke dann knapp ein Jahr später als Wunschlösung verpflichten konnten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Man schmeißt ja nicht nur einfach eine Idee auf den Markt, sondern formt ein Produkt und ein Unternehmen. Es ist existiert nichts, Strukturen und Prozesse müssen definiert werden etc. Diese Erfahrungen haben wir schon gemacht, weil wir alle drei aus der Selbständigkeit kommen. Nichtdestotrotz kamen Dinge auf, die nicht vorhersehbar waren, das ist typisch in der Softwareentwicklung. So haben wir bspw. aufs falsche Pferd gesetzt und zunächst hybrid entwickelt. Das war irgendwann eine Sackgasse, neun Monate Programmierung mehr oder weniger für die Tonne, bis auf die Erfahrungswerte.

Und alles komplett selbst finanziert über 2 Jahre. Nun haben wir erfreulicherweise mit Rulebreaker einen ersten, namhaften Investor im Boot. Ansonsten machen wir, so wie vermutlich viele Startups, die Erfahrung, dass die Risikobereitschaft in Deutschland doch eine ganze andere ist. Es bessert sich, aber es ist immer noch hart in der Frühphase an Kapital zu kommen.

Wer ist die Zielgruppe von Smartjobr?
Freelancer wie Designer, Texter, Programmierer, Marketingberater, UX Experten, Projektmanager usw. Also das was sich so in der nationalen und internationalen Kreativ- und Digitalszene tummelt. Auf der anderen Seite steht es jedem Unternehmen frei Smartjobr zu nutzen, um eben solche Freelancer zu finden. Egal ob Agenturen, Startups, Mittelständler oder Konzerne. Völlig branchenunabhängig.

Wie funktioniert Smartjobr?
Smartjobr kombiniert Matching-Technologie mit dem bereits bekannten Business-Netzwerk-Gedanken. Für Freelancer ist es besonders komfortabel, weil Jobs/Projekte automatisch auf sie zukommen, ohne großen Aufwand. Denn der suchende Auftraggeber kann bspw. in Kurzform und primär über Hashtags eine offene Freelance-Suche posten. Das wird dann automatisiert den passenden Freelancern angezeigt, in der Premium-Version unmittelbar bspw. per Push-Nachricht. Das beschleunigt den Prozess auf beiden Seiten enorm und das gibt es so in dieser Form weltweit nicht. Zusätzlich können beide Seiten gezielt ein Netzwerk aufbauen. Und sogar Teams können sich demnächst formieren und gefunden werden.

Welche Vorteile bietet Smartjobr?
Geschwindigkeit, intuitive und mobile Nutzung, Automatismen, Marktübersicht, Netzwerk, ein faires Preismodell. Da mache ich erstmal einen Punkt.

Was unterscheidet Sie von anderen Agenturen?
Sie meinen Personalvermittler? Die manuellen Prozesse sind oft sehr zeit- und nervenaufreibend. Wir sind einfach deutlich schneller und es macht auch mehr Spaß. Den Markt und die Zielgruppen kennen wir besonders gut. Und von Wettbewerben unterscheidet uns sicherlich auch der Punkt, dass wir es professionell angehen, zum Start bspw. schon ein Team von 11 Leuten sind. Es gibt viele kleine – ich nenne sie jetzt mal Hobbylösungen – in diesem Markt.

Smartjobr, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Die Arbeitswelt hat sich bereits durch die Digitalisierung stark verändert, agiles Arbeiten und Projektgeschäft nehmen zu. Das ist ein globales Thema, der Markt wächst sehr stark. Unser Produkt steht für diese Arbeitswelt. Neben der mobilen Lösung, werden wir ein Portal auf die Beine stellen und wollen auch international durchstarten. Damit sind wir erst einmal beschäftigt und bleiben gespannt, wohin die Reise geht. Also vielleicht fragen Sie in 1,5 Jahren nochmal nach

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Einen Punkt habe ich oben bereits angedeutet: Seid euch bewusst, dass ihr parallel ein Unternehmen aufbaut, mit allem was da dran hängt.
Ein Top-Team aufzubauen, sollte vor den eigenen wirtschaftlichen Interessen stehen.
Lasst euch frühzeitig beraten/coachen, man kann und muss nicht alles können.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nils Kreyenhagen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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