Fail fast, fail often

Smart Infrastructure Ventures Frühphasen Venture Capital Fonds, der in SmartCity, Energie und eHealth investiert

Stellen Sie sich doch unseren Lesern kurz vor

Ich heiße Dirk Frohnert und war über 10 Jahre Fondsmanager bei JPMorgan in London. Nun bin ich zurück in Deutschland und habe als aktiver Business Angel den neuen Venture Capital Fonds Smart Infrastructure Ventures zusammen mit meinen beiden Partnern Björn Bauermeister und Dr. Eric Weber gegründet.

Stellen Sie uns und unseren Lesern Smart Infrastructure Ventures kurz vor!

Wir sind ein neuer Venture Capital Fonds – sogar der erste private in den neuen Bundesländern. Investieren werden wir deutschlandweit mit Schwerpunkt auf Mitteldeutschland in der Frühphase in Gründerteams aus den Bereichen SmartCity, Energie & eHealth, sowie verwandten Branchen. Aufgrund unserer engen Verbindung zum mehrfach ausgezeichneten SpinLab – The HHL Accelerator, der renommierten Gründerhochschule HHL Leipzig Graduate School of Management und unserer starken lokalen Gründernetzwerke sehen wir uns außerdem als erster Ansprechpartner für privates Venture Capital in den neuen Bundesländern.

Was sind Ihre Aufgaben bei Smart Infrastructure Ventures?

Als junger und sehr agiler VC Fonds ist das Aufgabenspektrum extrem weitreichend. Aktuell besteht unser Team lediglich aus 2 Geschäftsführern (General Partnern) plus 6 Venture Partnern, die uns aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrung punktuell beim Deal-Flow über die Auswahl der Investments bis zu deren Weiterentwicklung unterstützen. Die Aufgaben der operativ tätigen General Partnern reichen von der Errichtung und Registrierung des Fonds über Fundraising und Investorenbetreuung bis hin zu proaktiver Generierung von Deal-Flow & Teilnahme an Konferenzen sowie Unterstützung unserer Investments bei alltäglichen Herausforderungen.

Was unterscheidet Smart Infrastructure Ventures von anderen VC Fonds?

Der größte Unterschied von Smart Infrastructure Ventures zu vielen anderen Fonds ist, dass wir über unser zuvor angedeutetes Netzwerk nachweislich Zugang zu potentiellen Kunden, weiteren Investoren, Talenten und Know-How mitbringen. Zudem resultiert aus unserem unternehmerischen Ansatz Agilität in Verbindung mit einer hohen Entscheidungsverantwortlichkeit. Jede Person, die im Entscheidungsprozess von Smart Infrastructure Ventures involviert ist, ist ebenfalls in den Fonds investiert und hat somit einen sehr hohen zusätzlichen Anreiz, dass wir als Team erfolgreich sind wodurch eine Interessenkongruenz mit unseren Investoren sichergestellt wird.  

In welche Startups investiert Smart Infrastructure Ventures?

Wir investieren deutschlandweit in der Frühphase – und wenn wir früh sagen, dann meinen wir auch wirklich früh. Unser Branchenfokus ist wie unser Name schon sagt „Smart Infrastructure“, also SmartCity, Energie & eHealth sowie verwandte Sektoren. Von diesem Branchenschwerpunkt weichen wir nur ab, wenn sich aus unserem besonderen Zugang zu Startups aus den neuen Bundesländern, z.B. durch SpinLab – The HHL Accelerator, eine interessante Investmentmöglichkeit bietet.

Wie können sich Startups bewerben?

Am allereinfachsten geschieht das über ein Formular auf unserer Website (dort kann man dann auch direkt ein Pitchdeck hochladen und das Fondsmanagement kann somit am schnellsten antworten/reagieren) oder aber man spricht uns oder einen Mitarbeiter des SpinLab einfach direkt an.

Gibt es den richtigen Zeitpunkt, um ein Startup zu gründen?

Ja, der ideale Zeitpunkt war heute Morgen, aber auch morgen Früh ist auch ok. Spaß beiseite – eine Gründung sollte natürlich auch wohl überlegt sein, allerdings warten viele Gründer zu lange auf den perfekten Zeitpunkt anstatt einfach mal eine Geschäftsidee auszuprobieren!

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Ihnen aus?

Ich bin froh, dass es einen normalen Arbeitstag im engeren Sinne gar nicht gibt – das war in meinem alten Job als Fondsmanager von liquiden Anlagen ganz anders. Als Mitgründer eines kleinen VC Fonds muss man auch sehr viel improvisieren können bzw. sich flexibel auf ändernde Gegebenheiten reagieren. Da jeder manchmal quasi jeden Job machen muss und es keine strikte Arbeitstrennung wie in einem Konzern gibt, muss man sich 100% aufeinander verlassen können. Ganz genau so wie in den Startups, in die wir investieren werden.

Wie hat sich aus ihrer Sicht die Startup-Szene in den letzten Jahren verändert?

Das ist ein weites Feld. Investoren, auch viele internationale, werden immer mehr und investieren immer größere Summen in immer früheren Phasen. Startups werden immer kreativer auf der Suche nach Branchen und sogar Nischen, die sie disrupten können. Gründer werden immer professioneller und das Ökosystem in Berlin und anderen Städten wie z.B. auch Leipzig wächst kontinuierlich. Nur die bürokratischen Hürden zur Unternehmensgründung in Deutschland sind in den letzten Jahren unverändert hoch geblieben.

Welches sind die größten Fehler junger Gründer?

1.       Zu spät zu gründen bzw. zu lange zu warten um mit einem dann „perfekten“ Produkt an den Markt zu gehen. Man sagt ja, dass wenn man sich als Gründer für sein Produkt nicht schämt, man schon zu lange das Produkt perfektioniert und damit wertvolle Zeit verschwendet hat.

2.       Das Fundraising zeitlich zu unterschätzen bzw. mit dem Fundraising aufzuhören, sobald man ein erstes Termsheet auf dem Tisch liegen hat. Außerdem machen viele Gründer keine Due Diligence ihrer Investoren um herauszufinden, welcher Investor der richtige ist, der ihnen neben Kapital vor allem mit den richtigen Kontakten und mit Rat & Tat zur Seite steht.

3.       Nach einer erfolgten Finanzierung die bisherigen Sparzwänge radikal über Bord zu werfen und das nun erhaltene Geld schnell zu investieren, anstatt weiterhin beim „trial & error“ Verfahren zu bleiben, um so das Kapital möglichst effizient zu investieren.

Welche 3 Tipps haben Sie für Gründer?

1.       Ein gutes Gründerteam kann auch in einem schlechten Marktumfeld erfolgreich sein, ein schlechtes Gründerteam auch in einem guten Marktumfeld scheitern.

2.       Fail fast, fail often.

3.       Einfach machen!

Wir bedanken uns bei Dirk Frohnert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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