Samstag, Oktober 16, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

SMAFO: City-E-Bike SMAFO Two bieten wir eine Art Volks-E-Bike

Stellen Sie sich und das Startup SMAFO doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Sven-Ulrik Schneider und habe 2018 mit meinem Co-Founder André Thiele zusammen SMAFO gegründet. Wir wollen dazu beitragen, dass Mobilität nachhaltiger wird. Mit unserem eigenen City-E-Bike SMAFO Two bieten wir eine Art Volks-E-Bike an. Obwohl 2020 schon 1,95 Millionen E-Bikes in Deutschland verkauft wurden, könnte E-Bike-Mobilität bereits eine viel größere Rolle spielen. Aber hohe Anschaffungskosten, Unterhaltskosten oder die Angst vor einem Diebstahl halten immer noch zu viele Menschen davon ab, mit dem Rad bzw. E-Bike zu fahren. Genau hier setzen wir an.

Wir wollen mit unserer vertikal integrierten Marke ein unschlagbares Angebot verfügbar machen. Neben dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ermöglichen wir flexible Nutzungsoptionen wie Leasing oder unser E-Bike-Abo.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich persönlich bin schon von klein auf viel auf dem Radl unterwegs gewesen. Mein Kindheitstraum war es, Profisportler zu werden. Bis ich 23 Jahre alt war, bin ich professionell Mountainbike- und Rennradrennen gefahren. Ich war Mountainbike Landesmeister und habe am Worldcup teilgenommen. Es war schon immer mein Traum, auch beruflich etwas mit Bikes zu machen.

André und ich waren unabhängig voneinander vor SMAFO schon unternehmerisch tätig. Wir haben damals oft darüber gesprochen, etwas zusammen zu starten. 2018 haben wir uns dann die Zeit genommen und gemeinsam das Konzept zu SMAFO entwickelt. 

Welche Vision steckt hinter SMAFO?

Wir wollen Menschen durch einfache und nachhaltige E-Bike Mobilität ein Stück mehr Freiheit geben. Bei SMAFO geht es uns nicht nur darum, ein weiteres Mobilitätskonzept auf den Markt bringen. Wir wollen unseren Kund:innen ein neues Lebensgefühl vermitteln.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen drehten sich fast immer um die Hardware und deren Finanzierung. Zu Beginn haben wir versucht, mit regionalen Herstellern und Produzenten Beziehungen aufzubauen. Als junges Startup haben wir aber leider keine Beachtung gefunden. Mittlerweile konnten wir ein starkes Netzwerk und dadurch eine verlässliche Supply Chain aufgebaut. Wir sind noch eigenfinanziert, weil es uns wichtig war, zuerst das Business-Modell aufzubauen und erste Traktion zu zeigen. Das haben wir 2020 erfolgreich geschafft. Um jetzt den nächsten Schritt zu gehen, haben wir gerade eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Mit dem frischen Kapital wollen wir in erster Linie unser Team erweitern und unsere App und digitale Plattform weiterentwickeln.

Wer ist die Zielgruppe von SMAFO?

Wir sprechen mit unserem Produkt die breite Masse an. Je nach Art der Nutzung unserer Produkte, lässt sich ein leichter Shift durch die Zielgruppen erkennen. Kauf- und Leasing- Kund:innen sind oft eher die Freizeit-, Hobby und Sport-Nutzer:innen. Bei unseren Abo-Kunden steht tatsächlich meist die Mobilität im Vordergrund.

Wir haben sehr früh gemerkt, dass es viele Menschen gibt, die bereits über ein E-Bike als Alternative zum Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr nachgedacht haben. Aber sie konnten sich oft nicht mit dem klassischen Fachhandel identifizieren. Da sehen wir für die Zukunft noch ein großes Potential.

Wie funktioniert SMAFO? Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile?

Unser E-Bike ist als Alltagsrad konzipiert. Es kombiniert verlässliche, namhafte Komponenten mit zeitgemäßem, minimalistischem Design. Dadurch ist das SMAFO-Bike immer ein  verlässlicher Partner, egal ob im Stadtverkehr oder bei einer Radwanderung.

Was uns wirklich von anderen Herstellern abhebt, ist die Digitalisierung des E-Bikes durch modernste IoT (Internet of Things)-Technologie. Über unsere App und die Online-Plattform erhält man Zugang zu SMAFO Connect. Dazu gehört der SMAFO Unfall-Assistent: Im Falle eines Unfalls registriert die verbaute IoT-Technik einen Sturz und löst ein Notfallprotokoll aus. Der Fahrer wird mittels App kontaktiert. Bleibt dieser Kontaktversuch erfolglos, werden Rettungskräfte alarmiert und zur Unfallstelle geschickt. Unser Kunde erhält beim Kauf eines SMAFO E-Bikes außerdem eine Diebstahlversicherung und einen Wiederbeschaffungsservice. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir wollen nachhaltige Mobilität für alle einfach und sorgenfrei zugänglich machen. Wir haben das technisch hochwertigste und dazu preisgünstige Angebot im Komplettpreis.

Dazu besticht SAMFO durch Einfachheit und Komfort. Über SMAFO Connect sind alle Services gebündelt und direkt nutzbar. Andere E-Bike-Anbieter haben zwar ebenfalls eine Diebstahlversicherung und einen Wiederbeschaffungsservice, allerdings nur gegen Aufpreis. Bei uns ist das für die ersten sechs bis zwölf Monate inklusive. Außerdem meldet sich unser Rad, wenn es einen Service benötigt. Und der SMAFO Unfall-Assistent ist bisher in dieser Form einzigartig. Die einzelnen Services können die Kund*innen danach flexibel dazu buchen oder kündigen, wie sie möchten.

SMAFO, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Genau wie der Wandel der Mobilität gerade erst begonnen hat, stehen auch wir noch ganz am Anfang. Wir haben eine klare Vision und sind hochmotiviert, mit unserem Angebot einer der bedeutendsten E-Bike-Anbieter weltweit zu werden. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Eine klare Vision verfolgen! Mit der Gründung eines StartUps und auf neuen Wegen wird es viel Widerstand und andere Meinungen geben. Es ist wichtig, an sich und seine Vision zu glauben. 
  2. Keine Angst vor CopyCats! Jeder kennt das Gefühl eine tolle Idee zu haben und die Angst davor sie zu teilen. Das halte ich für einen Fehler. Am besten sprecht ihr so früh wie möglich mit so vielen Menschen wie möglich über eure Ideen und Visionen. Das schützt vor dem Denken in der eigenen Bubble und oftmals entstehen daraus tolle Möglichkeiten.
  3. Ein starkes Team bilden! Alleine ist alles schwerer und macht weniger Spaß. Wenn ihr schon frühzeitig auf der gemeinsam Begeisterung und mit der richtigen Kultur ein Team aufbaut, ist es viel einfacher Rückschläge oder Herausforderungen zu überstehen.

Wir bedanken uns bei Sven-Ulrik Schneider für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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