Ja, wir haben einen Happiness Manager

Skribble: PDFs einfach und rechtsgültig elektronisch signieren

Stellen Sie sich und das Startup Skribble kurz unseren Lesern vor!

Verträge sollen nicht mehr den Umweg über Drucker und Papier nehmen müssen, um rechtsgültig unterschrieben zu werden: Mit Skribble werden Signaturprozesse 100% digital abgewickelt, basierend auf der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) – die einzige e-Signatur, die der handschriftlichen Unterschrift vor Schweizer und EU Gesetz gleichgestellt ist. Dabei geht die Sicherheit nicht auf Kosten von Einfachheit: Jede Firma, unabhängig von Grösse und Technologieaffinität, soll von den Vorteilen der digitalen Transformation profitieren können. Deshalb kann Skribble auch ohne jegliches IT-Wissen sicher eingesetzt werden.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Signaturlösungen waren bis anhin entweder auf QES Level und damit super sicher, aber schwierig einsetzbar. Oder sie waren einfach einsetzbar, hinkten aber punkto Sicherheit und Vertraulichkeit Hinterher. Eine Lösung, die Einfachheit und Sicherheit kombiniert, fehlte. Das ist extrem schade! Denn die einfach einsetzbare, hochsichere e-Signatur ist das fehlende Puzzleteil, um Geschäftsprozesse durchgehend digitalisieren zu können. Also entschlossen ich und meine Mitgründer, diese Lücke zu schliessen.

Welche Vision steckt hinter Skribble?

Wir wollen Vertrauen in der digitalen Welt sicherstellen. Dabei soll Sicherheit nicht auf die Kosten von Einfachheit gehen: Der Aufbau von Vertrauen in digitalen Geschäftsbeziehungen soll so einfach und intuitiv werden wie Toasten. Seit der Gründung 2018 arbeitet bei Skribble ein wachsendes Team von Trust Shapern auf diese Zukunft hin.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir durften Ende Mai unsere erste Finanzierungsrunde im siebenstelligen Bereich abschliessen. Zu unseren Investoren gehören unter anderem umantis-Gründerin Nicole Herzog, Doodle-Gründer Myke Näf, Contovista-Gründer Gian Reto à Porta und die Venture-Capital-Gesellschaft btov Partners. Die grosse Herausforderung im Plattform- bzw. Massengeschäft ist es, rasch eine  stabile Nutzerbasis aufzubauen. Das kann nie schnell genug gehen.

Wer ist die Zielgruppe von Skribble?

Firmen, die ihre Geschäftsprozesse End-zu-End digitalisieren und ihre Signatur-Prozesse schneller und günstiger abwickeln wollen – also grundsätzlich Firmen aller Branchen und Grössen. Beim Markteintritt gehen wir aber entlang spezifischer Verticals vor. Daneben steht Skribble auch Privatpersonen zur Verfügung.

Wie funktioniert Skribble? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir legen einen starken Fokus auf gutes UX-Design und die arbeit mit modernsten Technologiestandards: Du kannst Verträge einfach per Drag-and-Drop über den Browser auf die Skribble Plattform ziehen und mit wenigen Klicks rechtsgültig signieren. Alternativ haben Firmen die Möglichkeit, die Skribble-Plattform via API in ihre bestehende Softwareumgebung einzubinden.

Eine weitere Besonderheit von Skribble betrifft die Identifikation: Für das Signieren mit QES muss man über eine E-ID verfügen. Aktuell ist es weder in Deutschland noch in der Schweiz klar, welche E-ID sich durchsetzen wird. Skribble bindet alle relevanten E-IDs an. So ist man als Firma auf jeden Fall auf der sicheren Seite: Egal welche E-ID sich durchsetzt, bei Skribble wird man mit ihr signieren können. Für Signierende, die (noch) keine E-ID haben, bieten wir verschiedene Identifikationslösungen an.

Wie ist das Feedback?

Gut! Wir dürfen uns über namhafte Kunden und Partner freuen. Zu den Kunden gehört z.B. der Kanton Freiburg, unser Technologiepartner ist die Swisscom (Schweiz) AG. Eine Kundin aus dem HR-Bereich hat den Vorteil von Skribble letztes auf lustige Art und Weise verdeutlicht. “Skribble setzt meinen chronischen Sehnenentzündungen ein Ende”, meinte sie. Sie unterschreibt täglich stapelweise Dokumente, was ihrer Hand zusetzte. Mit Skribble wickelt sie diese in Zukunft mit wenigen Klicks ab.

Skribble, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ein Grossteil der Firmen in der Schweiz und der EU konnten ihren Scanner und Drucker in die Besenkammer verfrachten. Den papierbasierten Geschäftsverkehr liessen sie hinter sich, weil sie ihre Verträge nun elektronisch mit Skribble signieren. Sie haben an Geschwindigkeit gewonnen, sparen Geld und verschonen die Bäume.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Unterschätzt nicht die Wichtigkeit der Team-Kultur und der internen Organisation. So hat Skribble z.B. einen Happyness Manager, der sicherstellt, dass alle zufrieden sind und ungehindert arbeiten können. Das hat sich bewährt!
  2. Vernachlässigt nicht das UX-Design. Als Tech-Startup tendiert man dazu, vor allem Kompetenz im IT-Bereich aufzubauen. Die ist natürlich extrem wichtig, aber auch die andere Seite darf nicht fehlen.
  3. Setzt einen klaren Fokus und verzettelt euch nicht. Versucht nicht, alles selbst zu machen, sondern zieht die richtigen Leute mit ein. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Philipp Dick für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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