Auf das Netzwerk kommt es an – Digitalisierung beginnt mit den richtigen Talenten

skill-fisher kuratiertes Netzwerk aus Digital-Talenten

Stellen Sie sich und das Startup skill-fisher doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Kai und ich bin CEO von skill-fisher. skill-fisher ist ein kuratiertes Netzwerk aus Digital-Talenten, dessen Ziel darin besteht Unternehmen handverlesene Kandidaten für Ihre Digitalisierungsbedürfnisse vorzustellen. Der Fokus des Netzwerks liegt auf der Schnittstelle zwischen Fachbereichen wie Vertrieb oder Marketing und IT/ Technologie.
Wenn man so will also ein sehr persönliches und spezialisiertes Recruiting im Digitalkontext.
Zu mir: ich bin ein sehr neugieriger und umtriebiger Geselle, der gern neue Leute und Dinge kennenlernt und ausprobiert – die Aufgabe passt also gut zu mir.

Wie ist die Idee zu skill-fisher entstanden?
Der Grundstein stammt aus der vorangegangenen, für mich ebenfalls unternehmerisch-angehauchten Tätigkeit in einer Management-Beratung für Veränderungsprozesse in der fertigenden Industrie. In diesem Sektor – vor allem in der von uns viel beratenen Automobilbranche – hat sich in den letzten Jahren bekanntlich viel um das Thema Digitalisierung gedreht.
Dabei ließ sich beobachten, dass der Fortschritt häufig nicht allein an Technologie oder Methode gescheitert ist, sondern oft schlicht die richtigen „Köpfe“ gefehlt haben. Bei allen Schlagzeilen rund um die Technik geht es also am Ende doch um Menschen.
Da ich gleichzeitig durch verschiedene berufliche Engagements und auch privat viele Berührungspunkte mit der digitalen Welt hatte, war mein Netzwerk in diesem Umfeld bereits recht ausgeprägt. Vor allem habe ich aber ein gutes Verständnis für Bedürfnisse, Sprache und Themen in diesem Kontext entwickeln können.
Die Idee diese beiden Dimensionen – Bedarfe von Unternehmen und Netzwerk in der digitalen Welt – zusammenzuführen war die Geburtsstunde von skill-fisher.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Einarbeitung in das für uns zu der Zeit noch jungfräuliche Thema Recruting und darauf basierend die richtige Konzeptionierung des „Prototypen“ für den Service waren zu Beginn ein Thema, mit dem wir uns viel beschäftigt haben. Uns war der Bedarf klar, genauso wussten wir grob wie er bedient werden konnte.
Trotzdem haftet dem Recruiting ja nach wie vor ein eher „windiges“ Image an – wir wollten mit skill-fisher einen Service bauen, der sich bewusst vom Wettbewerb absetzt. Sowohl optisch, als auch konzeptionell.
skill-fisher ist ein Business-Venture der Management-Beratung aus der ich stamme – e&Co. AG – enablingvalue -, entsprechend kommt die Finanzierung zu einem großen Teil aus meiner „alten Heimat“. Der Rest ist aus einer Family & Friends-Runde, in der mein nahes Umfeld investiert hat.

Wer ist die Zielgruppe von skill-fisher?
Unsere Zielgruppe sind alle Unternehmen, die sich mit der Digitalisierung ihres Produkts, ihrer Kanäle oder ihrer Prozesse befassen und in diesem Kontext Personalbedarf nach passenden Experten haben. Dazu zählen der internationale Großkonzern, der eine Service-Plattform aufbaut, der Mittelständler der einen eCommerce-Shop ausrollen möchte sowie das Data-Analytics Startup in der Wachstumsphase.

Was ist Headhunting und welche Vorteile bietet Headhunting?
Headhunting im klassischen Sinne ist für mich fokussiert auf das Gewinnen von großen Trophäen – deshalb vermutlich auch die begriffliche Anlehnung an den Kopfgeldjäger. Da ging es immer um die ganz großen Fische, mit denen man sich in irgendeinem Vorstadt-Hotel im Taunus getroffen hat und die Executive-Karriere geplant hat.
Wir sprechen lieber von Recruiting als von Headhunting und verstehen darunter die Arbeit mit dem Kunden zur gemeinsamen Identifikation der richtigen Skill-Bedarfe sowie den darauf folgenden, agilen und feedbackgetriebenen Prozess zur Gewinnung oder eben Rekrutierung der richtigen Talente.
Ich empfinde deshalb Recruiting als passenderen Begriff für das was wir tun, weil ich eine Rekrutierung auf gemeinsame Werte und eine geteilte Vision zurückführe. Das halte ich für das Thema Digitalisierung, aber auch Talent-Akquisition allgemein, für das passendere Bild.

Wo liegt ihr USP?
Unser USP liegt in unserer Schnelligkeit und „Responsiveness“ (ja, in dieser Branche reicht das auch 2017 noch als USP) sowie unserem Verständnis für das Digital-Ökosystem. Für Auftraggeber ist sicherlich auch das risikobasierte Geschäftsmodell ein Argument – Kosten entstehen für ihn erst bei einer erfolgreichen Einstellung. Bis dahin ist unser Service für ihn kostenfrei und ohne Verpflichtung.

skill-fisher, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir werden daran arbeiten unser Netzwerk kontinuierlich weiter auszubauen und zu einer Community weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wollen wir unseren Service so passgenau wie möglich an die Bedürfnisse unserer Auftraggeber anpassen und weitere, begleitende Dienstleistungen wie das Erstellen aussagefähiger Stellenbeschreibungen bieten.
Mittelfristig werden wir möglichweise auch ein erstes technologisches Produkt, welches die von uns gelernten Probleme des Recruitings bzw. unserer Auftraggeber direkt adressiert, konzipieren und testen.
In fünf Jahren soll skill-fisher die Adresse der Wahl für Vernetzung und Beschaffung von Digital-Talenten in Deutschland sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Gründet nicht, um Gründer zu sein!
Prüft sehr genau, ob ihr an einem echten Problem arbeitet!
Macht euch im Vorfeld klar wie viel Fleiß, Durchhaltevermögen und Opfer es braucht!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Kai Kuljurgis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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