Motivation und Ausdauerfähigkeit sind die Grundtugenden, ohne die es nicht funktioniert

Skadi sind echte Cocktails als Eis zum Selbsteinfrieren, kurz: Frozen Cocktails

Stellen Sie sich und das Startup Skadi doch kurz unseren Lesern vor!
Hej StartupValley Leser! Wir sind Skadi – ein Berliner Startup, das alkoholisches Eis aus besten Zutaten mixt. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das scheinbar unlösbare Problem des alkoholischen Eiskonsums zu lösen: Skadi sind echte Cocktails als Eis zum Selbsteinfrieren, kurz: Frozen Cocktails. Dazu benutzen wir ausschließlich natürliche Zutaten – ausgewählte Säfte und hochwertige Spirituosen – und verzichten dabei vollständig auf Konservierungsstoffe.

Wie ist die Idee zu Skadi entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Der erste Funke der Idee zu Skadi entsprang 2005 am Verkaufstresen einer Berliner Eisdiele:
„Wenn in einem Milchspeiseeis echter Prosecco enthalten sein kann, warum gibt es dann nicht auch Bargetränke auf Wassereis-Basis?“ Einige Jahre später, während der Arbeit als Cocktail-Bartender, entflammte das Feuer. Rasch wurde sich im Freundeskreis umgehört und schnell fand sich eine bunte, dynamische und querdenkende Vierergruppe die sich auf die eine Frage konzentrierte: Es musste doch irgendwie möglich sein, den einzigartigen Geschmack von frischen Cocktails zu konservieren und als Wassereis zu konsumieren. Zusammen entstand in unzähligen Versuchsreihen ein Pool an Wissen und Schlussendlich ein eigenes Produktionsverfahren, aus dem sich unsere Eissorten herauskristallisierten. Mittlerweile haben wir unser Team um fantastische helfende Hände und Köpfe vergrößern können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Unsere größte Herausforderung war vorerst die Physik: Alkohol und frieren, das passt nicht zusammen? Weit gefehlt! Es ist uns gelungen ein einzigartiges Produktionsverfahren zu entwickeln, um den Alkohol in unseren Frozen Cocktails zu binden. Aus eigenen Mitteln gegründet und vom Berliner Startup Stipendiums gefördert war es uns möglich unsere Ideen in die Tat umzusetzen. Vor allem die darüber zur Verfügung gestellten eigenen Büroräume haben uns dabei enorm geholfen.

Wer ist die Zielgruppe von Skadi?
Wir wollen einen alternativen Eis- und Alkoholgenuss für Erwachsene bieten. Unsere Zielgruppe ist dabei breit aufgestellt: vom studentischen Szenekenner bis zum 60-jährigen Boheme.

Was ist das Besondere an den Cocktails?
Im Gegensatz zu ähnlichen Produkten bestehen unsere Frozen Cocktails ausschließlich aus echten Säften und hochwertigen Spirituosen – und bilden dabei den originalen Cocktail ab. Außerdem ist es möglich, die Cocktails ungefroren zu lagern und zu versenden. Das Wegfallen der Gefrierkette bietet uns große Vorteile, sodass wir Skadi auch zum Selbsteinfrieren in unserem Onlineshop anbieten können.

Wie viele Frozen Cocktails haben Sie im Portfolio?
Aktuell bieten wir fünf Frozen Cocktail-Sorten an: Whiskey Sour und Sex on The Beach waren die ersten beiden Kreationen unseres Portfolios, mittlerweile gehören auch Vodka Mate, Summer Passion und Moscow Mule dazu. Wir sind also breit aufgestellt und jeder kommt auf seinen Geschmack. In der Hinterhand haben wir allerdings schon viele mehr, also bleibt gespannt, was es in Zukunft bei Skadi geben wird!

Wie ist das Feedback?
Das Produkt begeistert eine breite Masse und wir haben bereits treue Fans. Auch anfängliche Skeptiker*innen der „neuen“ Produktkategorie sind mit dem ersten Geschmacksknospenkontakt überzeugt – was wir den „Skadi-Effekt“ nennen äußerst sich zumeist so oder so ähnlich: „Wow – Das habe ich nicht erwartet. Das ist ja wirklich ein perfekt gemixter Cocktail!“. Ist die erste Hemmschwelle einmal überwunden, stoßen wir fast durchweg auf Begeisterung. Vor allem mit der Sorte „Vodka Mate“, die ja eigentlich nicht in das normale Cocktail-Portfolio passt, haben wir augenscheinlich den Berlin-Nerv der Zeit getroffen und außerordentliches Feedback erhalten.

Skadi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Fünf Jahre? Eine lange Zeit für junge Unternehmen. Wenn es nach uns geht ist Skadi dann weltweit der herausragende Name für Frozen Cocktails. Die nächsten zwei Jahre werden jedoch dafür entscheidende Weichensteller werden. Wir freuen uns auf die kommenden Herausforderungen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Vor dem Gründen kann man die Parolen nicht mehr hören, nach dem Gründen merkt man, dass viele durchaus ihre Berechtigung haben:
Motivation und Ausdauerfähigkeit sind die Grundtugenden, ohne die es nicht funktioniert. Dinge brauchen ihre Zeit und kaum eine Mühle mahlt so schnell wie Startups es bräuchten – habt einen langen Atem! Und: Keine Antwort heißt nicht nein. Bleibt am Ball, bis ihr eine endgültige Antwort habt!

Team und Fairplay bilden die Basis und ebenen den Weg. Ihr seid tagtäglich Problemlöser*innen, denn: Wenn Ihr es nicht löst, löst es niemand. Dein Aufgabenprofil variiert dabei mitunter stündlich. Konkrete Rollenabgrenzungen sind daher anfangs mitunter eher hinderlich. Das Teamklima ist dabei entscheidend und vor allem Eure Kritikfähigkeit. Nehmt es nicht persönlich, es geht nicht um Euch, sondern um das große Ganze!
Transparenz und Ehrlichkeit sind vielleicht für den schnellen Erfolg hinderlich, lassen Euch aber nachhaltig wachsen und langfristige Geschäftsbeziehungen aufbauen. Das zahlt sich am Ende aus.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Luca Ohl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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