Offen sein für Neues

Sinfosy Indoor Tracking mittels Bluetooth Low Energy

Stellen Sie sich und das Startup Sinfosy kurz unseren Lesern vor!

Sinfosy wurde im Jahr 2015 von Dr. Karsten Königstein gegründet. Das 20 Mitarbeiter umfassende, junge Unternehmen versteht sich als Systemanbieter und hat sich in Wildau niedergelassen, vor den Toren Berlins. Die Sinfosy GmbH ermöglicht Anwendern ihrer Technologie einen unkomplizierten Einstieg in die Industrie 4.0 – ohne Vorabinvestitionen oder Entwicklungskosten. Denn die zum Einsatz kommende Hardware wird speziell für die Bedürfnisse der Kunden vorkonfiguriert und kann mitsamt der zugehörigen Software zu einem attraktiven Mietpreis angeschafft werden, inklusive Support.

Dieses Leistungspaket ermöglicht die komplette Digitalisierung firmeninterner Prozesse an nur einem Tag. An Erfahrung mangelt es dem Start-up nicht, denn Firmengründer Dr. Königstein war viele Jahre als Manager bei BOSCH und anderen internationalen Konzernen tätig. Gemeinsam mit seinem Team aus Ingenieuren und Entwicklern konnte er bereits dreimal in Folge den Brandenburger Innovationspreis nach Wildau holen. Diesen gab es jeweils für die Produkte SINTRA (präzise Indoor Lokalisierung mittels Bluetooth und komplettem Buchungssystem für die Fertigung), SILVA (Maschinenüberwachung mit Smartphone-Sensoren) und SCIP (eine App für die digitale Unternehmenskommunikation).

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Viele Unternehmen haben dieselben oder sehr ähnliche Probleme, wenn es ums Thema Digitalisierung geht. In vielen Fällen ist es sogar so, dass Probleme gar nicht als solche wahr genommen werden, weil das Problem ja jeder hat und es damit keine Lösung zu geben scheint. Wir greifen solche Themen auf und bieten dafür smarte Technologien an, die es den Unternehmen ermöglichen, sich im Wettbewerb neu zu positionieren.

Welche Vision steckt hinter Sinfosy?

Sinfosy hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen jeder Größe und Branche weltweit mit sofort einsatzbereiten Industrie 4.0 Standardlösungen zu versorgen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Gerade im B2B-Umfeld braucht man einen langen Atem. Einen Kunden zu gewinnen, diesen zur Referenz auszubauen und dann weitere Kunden zu diesem einzuladen, braucht Zeit und kostet einiges an Geld. Hier muss man starke Nerven, Durchhaltevermögen und auch das notwendige Kleingeld haben, um die Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. Wir haben gerade die Investoren wieder herausgekauft, um auf dem Weg in die Zukunft besser gerüstet zu sein.

Wer ist die Zielgruppe von Sinfosy?

Sinfosys Zielgruppe beschränkt sich nicht auf Unternehmen der industriellen Branche. Denn schnell hat sich herausgestellt, dass unsere Lösungen auch für den Gesundheitssektor (z.B. in Krankenhäusern) und bei der Nutztierhaltung (Viehzucht) interessant sind. Verschiedene Anwendungsfälle konnten zeigen, wie auch solche Betriebe außerhalb der Industrie von unserer Technologie profitieren können.

Wie funktioniert Sinfosy? Wo liegen die Vorteile?  Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Zum einen ist Sinfosy derzeit das einzige Unternehmen, welches zentimetergenaues Indoor Tracking mittels Bluetooth Low Energy möglich macht. Die Genauigkeit bei der Positionsbestimmung wird üblicherweise mit bis zu 1 Meter angegeben. Zum anderen bieten wir besonders nutzerfreundliche Technologie an, die durch handelsübliche Hardware (Smartphones und Tablets) sowie eigens programmierte Software intuitiv bedienbar und leicht verständlich ist.

Damit gibt es so gut wie keinen Schulungsaufwand. Personal und Management können nach Anschaffung sofort mit der Benutzung starten und Ergebnisse sehen. Wir optimieren den Workflow im Betrieb nicht nur, sondern machen ihn auch transparent. Das schafft vor allem den Anreiz, noch einen Schritt weiter zu gehen: Wer mehrere Lösungen aus dem Hause Sinfosy nutzt, profitiert doppelt. Denn alle Anwendungen von uns sind miteinander kompatibel und bilden starken Synergien. 

Wie ist das Feedback?

Kunden, die bisher viel Zeit und Arbeitskraft in die physische Suche nach Produktionsgütern investiert haben und dann plötzlich die Mitarbeiter wertschöpfend einsetzen können, sind völlig konsterniert, dass es vorher noch keine solche Lösung gab.

Viele Unternehmen nehmen es auch als gegeben hin, dass es in der Fertigung viel Papier gibt. Das muss aber nicht sein. Wir können die Produktion eines Unternehmens papierfrei bekommen und damit einen Schritt Richtung Nachhaltigkeit gehen.

Sinfosy, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Bosch, Continental, Daimler und viele andere Großkonzerne vertrauen uns schon regional. Einige Pilotprojekte sind bereits erfolgreich abgeschlossen und dann geht es in die Internationalisierung. Diese wird von den Großkonzernen getrieben, denn wenn Sie in einem Unternehmensteil etwas Gutes implementieren, spricht sich das schnell herum.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Man muss das Problem erkennen. Wie schon Einstein sagte, ist man mit der Kenntnis des Problems bereits bei 80% der Problemlösung.

Im B2B-Bereich muss man einen langen Atem haben. Nichts geht über Nacht. Um bei einem Großkonzern ein Pilotprojekt starten zu können, kann es schon mal 18 Monate dauern.

Offen sein für Neues. Die Technologie ist so schnelllebig, dass das, was heute Top ist, morgen vielleicht nur noch eine drittrangige Lösung darstellt.

Bildquelle: Süddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbH

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dr. Karsten Königstein für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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