Kennen Sie das leidige Thema der Produktdatenexporte?

Shopcockpit Produktdatenmarketing für Online-Shops  ganz einfach und ganz smart

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Shopcockpit doch kurz vor!
Alexander: Das ShopCockpit bzw. die ShopCockpit UG, das sind 2 Mann: Ronny Wangelin und ich, Alexander Hupe.
ShopCockpit ist der Name unseres Tools für das Produktdatenmarketing, die Firma haben wir genauso benannt, denn wir konzentrieren uns in ausschließlich auf das Tool, seine Weiterentwicklung, die Anbindung an die Kundenshops und den Support und die Schulung für das ShopCockpit und das Thema Produktdatenmarketing.

Wie ist die Idee zu Shopcockpit entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ronny: Ach, „unsere Geschichte“ oder vielleicht besser „unsere Beziehung“ begann schon 2001. Damals im caupo-Forum. Das war damals eine sehr angesagte Shopsoftware. Und wir starteten damit unabhängig voneinander ins Abenteuer eCommerce. Über das caupu-Forum dann „trafen“ wir uns, lösten etliche Probleme der Software, bauten uns ein paar Erweiterung, planten das Online-Marketing unserer Shops gemeinsam. Und irgendwie passt das alles von Anfang an. Als war der Andere schon immer dar. So wurden wir auch Freunde, auch neben dem Internet. Und beides hält bis heute. Unsere Freundschaft, die Freundschaft unserer Familien nebst Frauen und Kindern und auch unsere Geschäftsbeziehung.
Irgendwann gab es dann den OXID eSales, die Jankowfsky-Brüder (Eric und Lars), die damals noch bei Caupo waren und dann OXID entwickelten, die nahmen uns mit, wir bauten weiter an unseren Shops, nun auf OXID-Basis, waren immer noch marketingbegeistert und nutzten dann auch bald die ersten Preisvergleichsseiten und Produktsuchmaschinen.
Bzw. wollten wir das tun, aber die Shops boten damals wenig bis keine Exportschnittstellen und schon gar keine Möglichkeiten der Filterung und Optimierung der Exportdateien. Und statt immer wieder programmieren zu müssen, wollten wir ein Tool haben, mit dem wir immer wieder neue Portale anbinden konnten, einige Einstellungen vornehmen konnten und auch die Erfolge jedes Portals messen konnten.
Das Ergebnis was dann der CSV Maker, der 2003 fertig war und der uns dann tatsächlich aus der Hand gerissen wurde, denn nicht nur wir hatten wohl den Bedarf :-).
Also gründetet wir dann schnell eine Firma (BETA Company), dachten uns einen Preis für das Tool aus usw. Das war dann quasi der Start unseres gemeinsamen Unternehmerlebens.
Über die Jahre wurde aus der BETA Company eine eCommerce-Agentur, Alex pushte seinen Shop weiter und irgendwann 2011 lockerte sich unsere Geschäftsbeziehung. Alex war nur noch wenig an der BETA Company beteiligt, sein Shop forderte ihn ganz.
Ende 2013 ging es mir dann gesundheitlich nicht so gut, ich musste ein paar Wochen komplett pausieren und Alex sprang wieder ein.
Und da wir ja immer wieder sagten „wir müssten mal wieder..“ und der Nachfolger des CSV Maker gebaut werden musste, wir beide Veränderung in unserer Arbeitswelt wollten, haben wir dann 2015 entschieden, wieder etwas zusammen auf die Beine zu stellen. Und zwar den Nachfolger des CSV Maker komplett neu zu denken und komplett neu zu entwickeln.
Und weil wir auch etliche Dinge, die im Arbeitsalltag so vorkommen und die uns über die Jahre im eCommerce dann irgendwann nervten, nicht mehr wollten sondern uns eine Firma bauen wollen, die uns richtig Spaß macht, viele Dinge anders machen wollen, haben wir beschlossen, eine neue Firma zu gründen, nochmal alles auf Start und uns alles so aufzubauen, wie wir uns das zusammen geplant haben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ronny: Die größten Herausforderungen waren in unserem Fall wohl
a) schnell fertig werden, denn nachdem wir einigen Kunden und Partner mal ein paar Einblicke in das Tool im alpha-Stadium gaben, war der „Druck“ bzw. der Wunsch da, das Tool schnell einsetzen zu können.
Und 2. mussten wir schauen, das wir dann tatsächlich mal live gehen. Wir verschoben das Relais ein paar mal um noch diese und jene „wichtige“ Funktion einzubauen.
Alexander: Finanziert haben wir uns aus dem Cashflow. Wir haben bzw. hatten ja neben der ShopCockpit UG jeder noch eine Firma. Ronny die BETA Company, die den CSV Maker, den Vorgänger des ShopCockpits, als Produkt anbot und ich meinen OnlineShop endlichzuhause.de.
Damit hatten wir jeder unser Einkommen und konnten und können ohne Fremdkapital oder Investoren arbeiten.

Wer ist die Zielgruppe von Shopcockpit?
Alexander: Zielgruppe ist eigentlich jeder OnlineShop, der auch Produktdatenmarketing betreibt. Also sein Sortiment, seine Artikel in Preisvergleichen oder auf Markplätzen listet, Affiliatemarketing betreibt ect.
Wir wollen auch für den „kleinen Händler“ eine Lösung.

Wie funktioniert die Software?
Alexander: Aktuell wird das ShopCockpit noch direkt an den Shop angedockt, also auf dem Server des Kunden installiert und greift auch direkt auf die Datenbank des Shops zu. Wir arbeiten aber an einer SaaS-Lösung, die dann noch in diesem Jahr verfügbar sein wird.
Das ShopCockpit generiert Datenfeed, die von Preissuchmaschinen, Markplätzen, Affiliateportalen ect. Gebraucht werden, um die Produkte des Shops zu listen.
Klingt erstmal nicht so spannend und irgendwie auch nicht so, als müssen man da einen Service draus machen.
Wer aber einen Shop betreibt, der kennt das leidige Thema der Produktdatenexporte.
Wenn sie denn da sind, dann in der Regel mehr schlecht als recht. Anpassungen oder gar Filterungen sind in den Exporten gleich gar nicht vertreten usw.
All das regelt das ShopCockpit. Und zwar ganz einfach und ohne Programmierkenntnisse, alles in einem übersichtlichen Interface.
Und wenn dann die Exporte eingestellt und angepasst sind, werden die Datenfeed automatisch und regelmäßig generiert.
Das ShopCockpit bietet unzählige Einstellungen, Filter und Perfomanceoptimierungen für jeden einzelnen Feed. Wir wollen den bestmöglichen Export generieren, der dem Kunden so viel wie möglich an Umsatz beschert, bei so wenig Kosten wie möglich.
Und dazu beinhaltet das ShopCockpit auch einen umfangreichen Statistikbereich, der den Shopbetreiber mit vielen tiefen Analysen und Kennzahlen versorgt.

Wie viel kostet die Software?
Alexander: Das ShopCockpit ist eine Mietsoftware und kann 30 Tage kostenlos und unverbindlich in vollem Umfang getestet werden.
Wer sie dann dauerhaft einsetzen möchte, der kann für 49 € pro Monat die Basic mieten oder für 69 € pro Monat die Professional-Edition, mit deutlich mehr Funktionen.

Shopcockpit, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ronny: Na selbstverständlich haben wir dann in 5 Jahren den Markt mit unserem Tool komplett unter Kontrolle, ein Monopol errichtet und sind größer, cooler und besser als Apple und Co zusammen. Spätestens in 5 Jahren. Weniger darf es nicht sein!
Aber im Ernst: Wir haben für uns eine Vision im Kopf, wie wir arbeiten wollen, mit welchen Kunden, wie unser normaler Arbeitstag aussehen soll usw. Wir sind ja beide über 40 und da bekommt die sogenannte Work-Life-Balance schon deutlich Gewicht.
Täglich 16 Stunden und mehr am Rechner, nur um irgendwelche imaginären Deadlines oder Milestones zu erreichen, das war für uns nie cool und darf auch nie passieren. Mal 3-5 Wochen zusammen auf Achse und trotzdem läuft „der Laden“.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ronny: Tipps sind immer so eine Sache. Jeder sollte da schon seinen Weg finden. Es hilft sicher, wenn man das was man tut gern macht. Ich bin Gründer/ selbstständig, weil ich mein Unternehmen haben wollte. Und ich hatte und habe absolut Spaß am eCommerce, Internet, OnlineMarketing ect. Und das seit 1998 🙂
Für mich ist quasi, Achtung Phrase, der Weg das Ziel.
Außerdem, und das vielleicht tatsächlich als Tipp, das echte Leben neben der Arbeit nicht vergessen. Das ist wichtig, denn wenn man nicht aufpasst kann aus dem Elan auch schnell eine Überlastung werden.

Wir bedanken uns bei Alexander und Ronny für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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