Donnerstag, Februar 25, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

ShootShare: Shootings einfach online buchen und produzieren

Stellen Sie sich und das Startup ShootShare doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind ShootShare ein bayerisches Software Startup für weltweite B2B Fotoproduktionen. „Go Global, Shoot Local.“ lautet unser Motto, denn wir unterstützen Kunden aus dem Fashion-, Beauty- und Lifestyle Bereich, mit unserem Produktions-Tool, dabei Shootings weltweit eigenständig online zu buchen und durchzuführen.

In der Zeit der Pandemie können unsere Kunden nicht ins Ausland zu Shootings reisen, oder gar Teams um den Globus fliegen. Auch die Klimakrise spricht dafür neue nachhaltige Wege in der Produktion von Werbebildern zu gehen – so ist ShootShare vor allem für Marken interessant, welche Budget einsparen möchten, dabei aber nicht auf hochqualitative Kampagnenbilder für ihre Kollektionen und Produktsortimente verzichten wollen. „Save your budget and the planet.“ ist unser Credo. Wir haben den kompletten Produktionsprozess für unsere Kunden digitalisiert und öffnen so kleinen und großen Marken die Tür für effizientere, transparentere und nachhaltigere Foto- und Videoproduktionen. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin leidenschaftliche Unternehmerin in der Kreativ & Produktionsbranche und interessiere mich vor allem für Effizienz, Nachhaltigkeit und Fairness. Ich hatte das Glück im innovativen Umfeld der Robotertechnik aufzuwachsen. In meinem späteren Arbeitsumfeld als Produzentin und Fotografin für internationale Werbekunden bin ich auf die immer wieder gleichen Probleme meiner Kunden gestoßen. Dies hat mich dazu inspiriert ShootShare zu gründen. Mit ShootShare ist es uns gelungen den Produktionsstandard der Branche fairer für Kunden und Kreative zu gestalten und die gängigen Probleme von Kunden und Kreativen aufzulösen.

Was war bei der Gründung von ShootShare die größte Herausforderung?

Es war eine anspruchsvolle Aufgabe die einzelnen Schritte der aufwändigen Produktionsabläufe zu digitalisieren und daraus ist ein feines Zusammenspiel in unserem Algorithmus entstanden. Timing ist wie so oft alles – ShootShare ist seit 2016 in der Entwicklung und durch die veränderten Reisebedingungen und die Anerkennung des Klimanotstandes, können wir nun Kunden eine gute Alternative in der Zeit der Krise bieten. Hätten wir zu früh gelauncht wäre das allgemeine Verständnis für die Software vielleicht noch nicht so weit gewesen.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Es ist sogar notwendig dies zu tun. Perfektion kann mitunter als Feind der Kreativität betrachtet werden. Zwar ist Timing das eine, aber der Zustand „perfekt“ kann in einem dynamischen Unternehmen wie ShootShare nur als Denkanstoß gelten. Wir entwickeln uns ständig weiter da wir täglich im Austausch mit unseren Kunden sind. Dabei ist es wichtig zuzuhören, denn nur so erkennen wir ob wir wirklich alles tun, um unseren Kunden die bestmögliche Lösung zu bieten. Wer Passion für seine Idee empfindet, der sollte sie weiter verfolgen – dabei gilt der bekannte Spruch von Reid Hoffman, dem Mitgründer von LinkedIn: „If you are not embarrassed by the first version of your product, you’ve launched too late.“

Welche Vision steckt hinter ShootShare?

Die Vision von ShootShare ist es faire, transparente und nachhaltige Shootings zum neuen Standard der Branche zu machen. Daher ist es unsere Priorität Produktionsprozesse für Kunden und kreative Fachleute zu vereinfachen und allgemein übersichtlicher und fairer zu gestalten: Mit ShootShare wissen Marken stets genau, wohin ihr Budget fließt. Außerdem setzen wir uns aktiv für eine faire Bezahlung und Behandlung von Kreativen ein. Dadurch, dass wir ausschließlich mit lokalen Profis und nach unserem „ShootShare Sustainable Production Plan“ arbeiten, tragen wir aktiv zur Reduzierung der Umweltschäden bei. Über sechs Jahre hinweg ist ein starkes Netzwerk in Europa, Südafrika und den USA entstanden, welches stetig wächst. Ich möchte ein Umfeld für Kreative und Kunden schaffen, welches Kreativität fördert und beide Seiten auf Augenhöhe bringt. Die Chancen stehen gut, dass wir hier nachhaltig die Branche zum Positiven beeinflussen.

Wer ist die Zielgruppe von ShootShare?

Unsere Zielgruppe sind Marken und Unternehmen, welchen die Umwelt und der Schutz von Ressourcen am Herzen liegt. Spezialisiert haben wir uns vor allem auf Fashion, Beauty und Lifestyle Brands in Europa, UK und den USA. Wir bieten ihnen die Möglichkeit einfach, nachhaltig und weltweit zu produzieren. Dabei haben sie jede Freiheit, die sie sich für ein Shooting wünschen und können in unserem modernen und klar gegliederten ShootShare Online Tool ihr perfektes Shooting-Szenario zusammenstellen. Vom Fotografen über Models bis hin zu verschiedenen Buy-Out Varianten (den Fotorechten für Modelle und Fotografen) kann bei ShootShare alles individuell und auf die eigenen unternehmerischen Bedürfnisse abgestimmt werden.

Wie funktioniert ShootShare?

Brands können sich online registrieren und ShootShare entdecken: Ob Kapstadt, Venice Beach oder Rom, wir haben weltweit zahlreiche Destinationen und bieten für jede Marke neue Möglichkeiten bei transparenter Preisgestaltung. Unsere Software stellt das passende Team für die Umsetzung zusammen. Vor Ort arbeiten wir ausschließlich mit lokalen Fachleuten zusammen, welche das Shooting anhand des online erstellten Briefings durchführen. Hierbei begleiten wir die Kunden mit unserer Software durch den gesamten Produktionsprozess – vom Briefing, über Moodboards, Feedback bis zur Postproduktion der Bilder. Kunden müssen selbst zum Shooting das Homeoffice nicht verlassen. Ist alles nach den Wünschen der Kunden perfekt so können die Marken abschließend die Bilder auf der Plattform herunterladen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

ShootShare ist die erste Plattform auf der Marken Fotoshootings online buchen und produzieren können. Wir bieten weltweit die Vermittlung des kompletten Produktionsteams lokal an und lassen den Kunden nicht im Regen stehen, wenn es an den Produktionsteil geht.

Andere Unternehmen in unserem Markt stellen den Kontakt zu Kreativen her, aber betreuen die Kunden nicht im tatsächlichen Produktionsablauf. Wir haben uns diesen Punkt zum Kerngeschäft gemacht und den Weg vom Briefing bis zum Download des Bildmaterials effizient und transparent durchgeplant. Auch bietet ShootShare 100 % Transparenz in der Preisgestaltung, da unsere Shooting Pakete alles beinhalten was Kunden für eine erfolgreiche Umsetzung brauchen – Crew, Models, Equipment, Kreative, Locations und Buy-Outs. Außerdem sind die Preise bereits vor Beginn des Briefings einsehbar.

Des Weiteren sind wir auf Nachhaltigkeit in der Produktion und Fairness in der Zusammenarbeit mit den kreativen Profis ausgelegt. Wir unterstützen durch unser remotes Produktionskonzept aktiv die Eindämmung der Klimakrise und fördern lokale Kreativität, da wir ausschließlich mit Talenten vor Ort arbeiten. Durch unsere faire Preisgestaltung gehen wir außerdem aktiv gegen die Romantisierung der Kreativbranche vor. Faire Bezahlung ist der erste und wichtigste Grundstein, gefolgt von Diversity und Inklusion in der Auswahl der Kreativen und Models.

ShootShare, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es die Produktionsbedingungen für Kunden und Kreative nachhaltig positiv zu verändern. Hierbei sind wir ständig im Austausch mit unserer Community. Unser wirtschaftliches Ziel ist es in 5 Jahren 2% des weltweiten Marktes der Fotoproduktion im Lifestyle- und Fashionbereich abzudecken und das Best Practice Beispiel für faire und nachhaltige Produktionen zu sein. Um diese Ziele zu erreichen sind wir immer auf der Suche nach starken Partnern und Kunden, welche unsere Vision einer fairen, grünen und transparenten Zukunft unserer Branche teilen. Jeder der künftig im Bereich „sustainable remote production” wachsen möchte ist bei uns willkommen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  • Denkt immer an Euer WHY – den Moment, in dem ihr Eure Idee hattet, werdet ihr nie vergessen. Wenn dann harte Zeiten kommen und diese werden kommen, dann hilft es, sich an Euer Warum zu erinnern. Warum hat Euch die Idee damals fasziniert? Wo ist der Funke übergesprungen? Welche Vision hattet ihr? Die Antworten die ihr Euch selbst auf diese Fragen gebt Motivieren Euch durch die Durststrecken hin bis zum nächsten WIN. 
  • Verliert Eure Zielgruppe nicht aus den Augen – Sprecht mit vielen Menschen aus der Branche, spielt eure Ideen gemeinsam durch und entdeckt potenzielle Probleme, die ihr lösen könnt. So entwickelt ihr ein Produkt/ einen Service mit Relevanz und baut nachhaltig ein Netzwerk aus Gleichgesinnten auf, die Eure Vision teilen und fördern.  
  • Nehmt euch Zeit für ein paar Start-Up freie Stunden – Wir alle arbeiten viel zu viel und gesellschaftlich ist es im Trend „busy“ zu sein. Allerdings fünf Monate kein Wochenende frei zu nehmen ist nicht der richtige Weg, denn darauf folgt Burnout. Mental Health gehört beispielsweise zu unserer Unternehmenskultur einfach dazu. Macht also mal eine Pause – die Besten Ideen hat man bekanntlich unter der Dusche oder beim Joggen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Julia Reis für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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