Stehe immer wieder auf!

SHARK-Bike dreirädriges überdachtes Elektrofahrrad

Stellen Sie sich und das Startup SHARK-Bike kurz unseren Lesern vor!

Das SHARK-Bike ist der TESLA unter den E-Bikes. Es verbindet die Vorteile eines Autos mit dem eines E-Bikes in einem Produkt. 

Mittlerweile fahren schon mehr als eine Milliarde Autos auf den Straßen der Welt herum, ein Drittel davon in Europa. Autobesitzer geben im Durchschnitt jährlich 6.500€ pro Jahr für ihr Auto aus. Wir von SHARK-Bike können diese Mobilitätskosten um über 80% senken und gleichzeitig 1,24 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. 

Das SHARK-Bike ist ein dreirädriges überdachtes Elektrofahrrad mit zwei Sitzen, Türen und einer Neigetechnik. Die abnehmbaren Akkus haben eine Reichweite von über 150km und können an jeder Steckdose geladen werden. So verbindet das SHARK-Bike die Vorteile eines Elektroautos mit jenen eines E-Bikes in einem Produkt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Eigentlich wollte ich kein Unternehmen gründen, sondern einfach nur ein SHARK-Bike kaufen. Nach intensiver Recherche bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich das selbst in die Hand nehmen und mir selbst ein SHARK-Bike bauen muss. Allerdings hat sich sehr schnell herausgestellt, dass das SHARK-Bike viel mehr Potential hat, als ich anfangs vermutet hatte. Ab diesem Zeitpunkt habe ich begonnen den Business-Plan zu schreiben, Kalkulationen aufzustellen, Geld für die Konstruktionszeichnungen in die Hand zu nehmen und schlussendlich ein Unternehmen zu gründen.

Welche Vision steckt hinter SHARK-Bike?

Mein Traum ist es, mit meinem Backpack-Rucksack und dem SHARK-Bike Island zu umrunden. Dabei möchte ich die Landschaft genießen, unabhängig sein und während der Reise so richtigen Fahrspaß zu erleben. Das SHARK-Bike soll den Menschen wieder die Freiheit geben, um ihre Träume zu verwirklichen. 

Mit einer kostengünstigen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Mobilitätslösung wollen wir eine Alternative zum Automobil schaffen. Alleine der unvergleichliche Fahrspaß eines SHARK-Bikes, soll dem Auto schon das Wasser abgraben. Das SHARK-Bike kann zukünftig jedes vierte Auto ersetzen und somit jährlich 1,24 Tonnen CO2 pro ersetztem Auto einsparen. So wollen wir jeden SHARK-Bike Kunden zu einem Klima-Helden machen. 

In meiner Vision vom SHARK-Bike sehe ich an jedem Bahnhof SHARK-Bikes zum Ausleihen, sehe ich viele Menschen mit dem SHARK-Bike zur Arbeit fahren, sehe ich Lieferdienste mit SHARK-Bikes in der Stadt herum fahren, sehe ich Angestellte und Arbeiter auf Industriebetrieben mit SHARK-Bikes von einem Gebäude zum anderen zu fahren, sehe ich Eltern, die Ihre Kinder in die Schule bringen, sehe ich Touristen, die mit dem SHARK-Bike Städte wie London auch bei Regen erkunden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war und ist, Rückschläge weg zu stecken und immer wieder aufzustehen, wenn man am Boden ist und der Weg zum Ziel wieder einmal in weite Ferne gerückt ist. Ich habe drei Mal wieder ganz von vorne beginnen müssen und dabei sehr viel „Lehrgeld“ zahlen müssen. Man muss seine eigenen Erfahrungen sammeln und aus seinen Fehlern lernen. 

Bisher habe ich die Entwicklung des SHARK-Bikes selbst finanziert und ca. 50k investiert. Abgesehen von den vielen tausenden Stunden die man in so eine Idee investiert. Aber was tut man nicht alles, um seine Träume und Visionen zu verwirklichen?

Wer ist die Zielgruppe von SHARK-Bike?

Das ist fast wie die Frage: Was ist die Zielgruppe von Autos? Aber natürlich hat diese Frage auch für uns eine sehr wichtige Berechtigung. Wir fokussieren uns im B2B Bereich zunächst auf Industriekunden, welche ein großes Betriebsgelände mit hohem Mobilitätsbedarf vorweisen. Im B2C Bereich konzentrieren wir uns auf die Kundengruppe der Pendler, da diese den größten finanziellen Nutzen vom SHARK-Bike haben.

SHARK-Bike dreirädriges überdachtes Elektrofahrrad

Was ist das Besondere am SHARK-Bike? Wo liegen die Vorteile?

Wir verbinden die Vorteile von Elektroautos mit jenen eines E-Bikes. Das ist unser USP.

  • Fahrspaß ist uns sehr wichtig. Mit der geplanten Neigetechnik wollen wir unseren Kunden das Gefühl vermitteln auf der Straße Ski oder Motorrad zu fahren. 
  • Als Zweisitzer mit Kofferraum bietet das SHARK-Bike genügend Platz für den Alltag.
  • Das Chassis schützt einem von allen Seiten vor Wind, Regen und Sonne. Man bleibt beim Fahrradfahren trocken.
  • Das moderne Design soll den optischen Anforderungen unserer Kunden entsprechen.
  • Eine hohe Energieeffizienz (1kWh/100km) aufgrund der Leichtbauweise
  • Eine elektrische Reichweite zw. 150km und 250km
  • Das Laden ist so einfach wie ein Mobiltelefon aufzuladen. Die Akkus sind abnehmbar und mit einem Netzteil einfach an jeder Steckdose aufzuladen. Somit wird keine Ladeinfrastruktur notwendig. 
  • Eine gute visuelle Sichtbarkeit auf der Straße reduziert die Umfallgefahr im Straßenverkehr. 
  • Aufgrund der stabilen Dreieckskonstruktion der Radaufhängung kann man nicht mehr umfallen bzw. stürzen. Vor allem bei Senioren ist das ein sehr großes Thema.
  • Rechtlich gesehen ist das SHARK-Bike ein Lastenfahrrad. Somit braucht es kein Nummernschild und muss nicht zugelassen werden. Die Kosten für eine Pflichtversicherung entfallen somit.
  • Einfach zu reparieren und keine hohen Reparaturkosten wie beim Auto
  • Gesundheitsaspekt: Man kann seine Wegzeit sinnvoll nutzen und ein leichtes Kardio-Training absolvieren, welches die Vitalität fördert und Herzkreislauferkrankungen vorbeugt. 
  • Wir ermöglichen es unseren Kunden ein Klima-Held zu werden und die Erde zu retten. 

Wie ist das Feedback?

Das Feedback ist meist sehr positiv. Es gibt sehr viele positive Stimmen und vor allem Interessenten, die so ein SHARK-Bike gerne kaufen und fahren würden. Vor allem das Design und das nachhaltige Konzept, spricht die Leute an. Für Firmen steht die Wirtschaftlichkeit aufgrund der geringeren Investitions- und Betriebskosten stark im Vordergrund. Das hat auch schon dazu geführt, dass wir dieses Jahr unsere ersten Investorengespräche geführt haben und an mehreren Wettbewerben teilnehmen. 

SHARK-Bike wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das wichtigste Ziel zurzeit ist es, den Prototypen fertig zu stellen und die Finanzierung für die kommenden Jahre aufzustellen. Da wir den Markteintritt 2021/22 planen, haben wir einen straffen Zeitplan vor uns. Im ersten Jahr wollen wir uns auf die DACH-Länder fokussieren und eine Stückzahl im oberen 3-stelligen Bereich produzieren. In den folgenden Jahren wollen wir dann in einem weiteren Schritt Richtung Skandinavien, Frankreich und BENELUX-Länder expandieren, wachsen und starke Kooperationspartner für das SHARK-Bike begeistern. In fünf Jahren wollen wir erreichen, dass man das SHARK-Bike in ganz Europa kennt und auch damit beginnen neue Märkte auf anderen Kontinenten zu erobern.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens, denke deine Idee gut durch!

Entwickle deine Idee weiter und suche das Gespräch auch mit Leuten deines Vertrauens, aber auch mit Skeptikern! Recherchiere in allen relevanten Bereichen, stelle Kalkulationen auf, schreibe einen Businessplan und update diesen immer wieder! In ein oder zwei Jahren, kann sich viel getan haben. Ein gutes Konzept ist enorm wichtig und hilft dir auf jede Frage eine passende Antwort zu geben.  

Zweitens, glaube an dich und deine Idee!

Es wird viele Leute geben, die dir hunderte Gründe nennen können, warum du es nicht schaffen wirst und warum deine Idee nicht gut ist. Lass dich aber auch nicht von deinem Enthusiasmus blenden! Es gibt immer irgendwas, was man noch nicht zu 100 Prozent durchdacht oder bedacht hat. Nimm echtes Feedback dankend auf! Arbeite es in dein Konzept ein und entwickle es immer weiter! 

Drittens, stehe immer wieder auf!

Es wird sehr oft der Fall sein, dass die Sonne nicht mehr scheint und Gewitterwolken aufziehen und du völlig am Boden bist. Wenn du also wieder ganz unten bist, sei dir bewusst, es kann nur aufwärts gehen. Es ist echt hart, speziell wenn du wichtige Unterstützer verlierst. Aber genau das macht es aus. Diese harten Zeiten werden dich prägen und stärker machen. Man kann es Resilienz oder eine Dicke Haut nennen. Aber eines ist klar, es gibt immer einen Weg. Du musst ihn nur finden.

Extratipp! Mache Fehler und lerne daraus! Aus Fehlern lernt man oft am besten. Ich habe schon sehr viele Fehler gemacht und ein teures „Lehrgeld“ dafür zahlen müssen. Aber je eher man bestimmte Fehler macht, desto besser. Im Frühstation sind gewisse Fehler zwar sehr hart durchzustehen, aber vielleicht weniger tragisch. Denn zu einem späteren Zeitpunkt könnte dir der gleiche Fehler das zehn oder hundertfache Kosten. Je früher du Fehler machst, desto besser. Solange du aus deinen Erfahrungen lernst, hast du auf jeden Fall etwas gewonnen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Paul Japek für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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