ShareTheMeal: teile deine Mahlzeit mit einem hungernden Kind

ShareTheMeal mit nur einem Klick einem hungernden Kind für einen Tag helfen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen ShareTheMeal doch kurz vor!
Sebastian Stricker: Gern! ShareTheMeal ermöglicht es jedem Smartphone-Nutzer, durch nur einen Klick einem hungernden Kind für einen Tag zu helfen. Die App wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderem für Google sind wir eine der besten Apps des Jahres. So kurz nach dem weltweiten Start von ShareTheMeal am 12. November 2015 ist das eine Wahnsinns-Auszeichnung für unser ganzes Team.

Wie ist die Idee zu ShareTheMeal entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Stricker: ShareTheMeal habe ich zusammen mit Bernhard Kowatsch gegründet, der wie ich zuvor Unternehmensberater war. Die Idee kam uns als wir für das UN World Food Programme (WFP) gearbeitet haben. Im Schnitt kostet es nämlich nur 0,40 Euro, ein Kind in einem armen Land wie etwa Lesotho zu ernähren. Wir waren uns sicher, dass viele Menschen diesen Betrag gerne spenden würden, wenn es nur eine einfache Möglichkeit dazu gäbe. Eine App schien uns dafür die perfekte Lösung. Und so entstand ShareTheMeal.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Stricker: Bei einem Startup gibt es ständig neue Herausforderungen. Das habe ich seit der Gründung im Frühjahr 2014 gelernt. Es geht nie nur steil nach oben. Aber genau das macht es auch so spannend. Anfangs hatten wir finanzielle Unterstützung externer Investoren, nun sind wir vollständig unter dem Dach der Vereinten Nationen angesiedelt. 90 Prozent der Spenden gehen direkt an die Bedürftigen, rund zehn Prozent sind Verwaltungsaufwand, was im gemeinnützigen Bereich sehr niedrig ist.

Wer ist die Zielgruppe von ShareTheMeal?
Stricker: Ganz einfach gesagt ist das jeder Handynutzer. Weltweit gibt es 20 mal so viele Menschen mit einem Smartphone wie hungernde Kinder. Das ist eine enorme Chance. Gleichzeitig ist es natürlich so, dass es vor allem die Generation der unter 45-Jährigen gewohnt ist, mit dem Handy nicht nur zu telefonieren, sondern auch einzukaufen oder eben zu spenden. Sie machen daher auch den Großteil unserer Nutzer aus.

Wie funktioniert die Spende? Was muss man tun?
Stricker: Die App kann kostenlos für iOS und Android-Handys im App-Store herunter geladen werden. Man muss sich einmal registrieren, entweder mit seiner Kreditkarte oder über Paypal. Anschließend genügt ein Klick in der App, und man kann jederzeit und überall für nur 0,40 Euro Mahlzeiten mit hungernden Kindern teilen.

Wer bekommt die Spenden und wie werden die Spenden verteilt?
Stricker: Die Spenden werden von der App nicht zwischengespeichert, sondern fließen direkt an WFP. Die WFP-Mitarbeiter leisten direkt vor Ort Hilfe für die Kinder. Derzeit unterstützen wir mit den Spenden syrische Flüchtlingskinder in Jordanien mit Schulmahlzeiten. In der App kann jeder Nutzer sehen, wie weit wir bei unserem Spenden-Ziel voran gekommen sind.

ShareTheMeal, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Stricker: Wir hoffen, dass es für Handynutzer ganz selbstverständlich wird, in der Kantine, beim Cafe mit Freunden oder beim Abendessen eine Mahlzeit durch die App ShareTheMeal zu teilen. WFP geht davon aus, dass bis 2030 eine Welt ohne Hunger möglich ist. ShareTheMeal trägt dazu bei, dieses Ziel zu erreichen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Stricker: Durchhalten. Spaß haben. Und jeden Rückschlag als neue Chance ansehen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sebastian Stricker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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