Feedback ist das A und O

ShakeDate: Stop Swiping – Start Shaking

Stellen Sie sich und das Startup ShakeDate doch kurz unseren Lesern vor!

ShakeDate ist bereits unsere zweite App. Vor drei Jahren haben wir – Lukas Reinhardt und Kai Burghardt – mit unserem Mitgründer João Ferreira die App Meet5 entwickelt. Bei Meet5 geht es vor allem darum, neue Bekanntschaften zu schließen und gemeinsam Locations zu entdecken sowie Aktivitäten auszuprobieren. Vor einem halben Jahr hatten wir dann die Idee, zusätzlich eine Dating-App herauszubringen, die anders ist als alle anderen. Das ewige Swipen fanden wir langweilig ebenso wie Dates zu zweit. Daher geht es bei ShakeDate, ähnlich wie bei Meet5, darum sich entspannt in der Gruppe kennenzulernen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Da wir mit Meet5 bereits ein Unternehmen gegründet hatten, fiel es uns nicht schwer mit ShakeDate ein zweites Produkt auf den Markt zu bringen. Wir arbeiten mit viel Leidenschaft an beiden Apps – die Erfahrungen, die wir bereits mit Meet5 gesammelt haben, helfen uns natürlich auch bei der Entwicklung von ShakeDate. Bevor wir uns zusammenfanden, waren wir bereits selbstständig tätig. Außerdem macht uns die Entwicklung eines eigenen Produkts Spaß, da fiel die Entscheidung relativ leicht, ein Unternehmen zu gründen.

Welche Vision steckt hinter ShakeDate?

Unser Konzept lautet: Stop Swiping – Start Shaking! Mit der Erfindung des „Shakes“ sagen wir dem „Swipe“ sozusagen den Kampf an. Zusammen mit der Idee, sich zu viert in der Gruppe kennenzulernen, ist diese Art des Online Datings einzigartig.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung ist vermutlich, neue und vor allem aktive Nutzer für ShakeDate zu gewinnen – nur so kann eine App wachsen. Da wir bereits erfolgreich zusammenarbeiten, kamen wir in der Entwicklung des Konzepts recht schnell voran. Wir mussten uns auch nicht, wie zu Anfang bei Meet5, von privaten Rücklagen finanzieren. Meet5 wird durch Business Angels finanziert, letztes Jahr haben wir eine zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen und eine mittlere sechsstellige Summe erhalten. Wir können einen Teil der Summe auch für ShakeDate verwenden, denn beide Apps ergänzen sich. 

Wer ist die Zielgruppe von ShakeDate?

Generell ist ShakeDate für jeden etwas, der gerne spielerisch und entspannt neue Leute kennenlernt. Die App richtet sich vor allem an Studenten und an die Gruppe der 18- bis 35-Jährigen.

Wie funktioniert ShakeDate? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit ShakeDate findest du deine nächste Verabredung ganz einfach, indem du dein Handy schüttelst. Mit jedem Shake wird eine neue Gruppenkonstellation generiert. Sobald dir eine Gruppe gefällt, kannst du ihr ein Like geben. Hat eine Person des anderen Geschlechts die gleiche Gruppe geliket, habt ihr ein Match und der Gruppenchat öffnet sich. Die App ist komplett kostenlos, durch bestimmte Aktionen in der App sammeln die Nutzer zusätzlich sogenannte Coladas, die für Extra-Funktionen ausgegeben werden können. Der Vorteil an ShakeDate sind die 4er-Gruppen. Sie unterscheiden die App auch von anderen Dating-Apps. Ein Treffen in der Gruppe ist wesentlich entspannter und nicht so verkrampft wie ein Einzeldate. Außerdem bietet ein Kennenlernen in der Gruppe mehr Sicherheit.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Das komplette Team ist im Homeoffice, zum Glück können wir ohne große Probleme von zu Hause aus arbeiten, auch wenn wir den persönlichen Kontakt zueinander natürlich vermissen. Dafür nutzen wir jetzt, wie die User unserer Apps, Videotreffen zum Austausch.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Eigentlich geht es bei ShakeDate darum, sich persönlich kennenzulernen. Daher lief der Chat ursprünglich nach 24 Stunden ab, nun erneuern sich diese 24 Stunden mit jeder Nachricht. Solange die Nutzer miteinander schreiben, bleibt der Chat also offen. Darüber hinaus hat jeder Gruppenchat eine Video-Funktion und die Nutzer können sich so jederzeit und ganz unkompliziert per Video kennenlernen. Wir haben uns zudem eine Foto-Challenge überlegt. Die Nutzer werden am Beginn des Gruppenchats dazu aufgefordert ein Bild von einem Gegenstand aus der eigenen Wohnung zu machen – so ist das Eis direkt gebrochen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Die Krise lässt uns erkennen, wie wichtig soziale Kontakte sind und wir rücken gewissermaßen zusammen. ShakeDate bringt spielerisch die unterschiedlichsten Menschen zusammen und sorgt für eine willkommene Abwechslung in der Krisensituation. So kann man sich vorab bereits näher kennenlernen und sich auf zukünftige Treffen freuen.

ShakeDate, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Für die Zukunft wünschen wir uns, dass ShakeDate immer bekannter und auch weltweit genutzt wird. Wir freuen uns, wenn die Nutzerzahlen weiter steigen und der „Shake“ bald allgemein zum Dating-Vokabular gehört.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Feedback ist das A und O! Sprecht also so viel wie möglich mit Investoren, potenziellen Kunden, Freunden und der Familie über eure Idee.
  2. Gebt nicht auf! Wichtig ist es, mit viel Spaß und Leidenschaft am Ball zu bleiben.
  3. Arbeitet im Team zusammen, geht konstruktiv und wertschätzend miteinander um und vertraut einander.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lukas Reinhardt und Kai Burghardt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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