Das A und O ist ein gutes Netzwerk

Sensosurf intelligente Maschinenkomponenten für Predictive Maintenance

Stellen Sie sich und das Startup Sensosurf doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind ein junges Hightech-Unternehmen aus Bremen und haben uns auf smarte Maschinenkomponenten, im ersten Schritt auf intelligente Steh- und Flanschlager für Förderanlagen, spezialisiert. Wir sind ein internationales und interdisziplinäres Team aus den Bereichen Mikrosystemtechnik, Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik, BWL und Marketing.

Wie ist die Idee zu Sensosurf entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee entwickelte sich während der Promotion am Lehrstuhl für Mikrosensoren, -aktoren und -systeme (IMSAS) der Universität Bremen. Dort haben Gerrit, Jette und ich zusammengefunden und 2016 die Sensosurf GmbH als Spin-Off des Instituts gegründet.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Während des Studiums haben Jette und ich den Schülerwettbewerb „Jugend unternimmt“ aktiv mitgestaltet. Als dann das Promotionsthema eine wirtschaftlich hochinteressante Gründungsidee bot und wir festgestellt haben, welchen Bedarf es an unseren Lösungen zur Überwachung von Produktionsprozessen gibt, haben wir den Entschluss gefasst zu gründen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine Herausforderung ist auf jeden Fall die Finanzierung. Wir sind gerade auf der Suche nach einem gut siebenstelligen Investment für unsere Seed-Finanzierung, um unsere Produktion für smarte Flansch- und Stehlager aufzubauen.
Gefördert werden wir im Rahmen des EXIST-Forschungstransfers durch das Bundesministerium für Wirtschaft und das Accelerator-Programm TechFounders. Zudem durften wir uns bereits über mehrere Auszeichnungen wie den Schaeffler Innovation Award sowie den WECONOMY Award freuen.

Wer ist die Zielgruppe von Sensosurf?
Wir konzentrieren uns gerade voll und ganz auf smarte Maschinenkomponenten für große Förderanlagen, die unter anderem in der Holzverarbeitungsindustrie oder Lebensmittelindustrie eingesetzt werden.

Wie funktioniert Sensosurf?
Sensosurf integriert Sensoren direkt in Standard-Maschinenelemente, wie beispielsweise Gewindestangen oder Flansch- und Stehlager. Dafür integrieren wir Sensoren direkt in Standard-Maschinenelemente. Wir können so mechanische Belastungen direkt am Ort des Geschehens messen. Im Zusammenspiel mit vernetztem, maschinellem Lernen bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Informationen über Ihre Komponenten und Maschinen, ganz im Sinne von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge.
Zusammengefasst trifft bei uns Sensorintegration auf Machine Learning für applikationsspezifische Informationen ab Tag eins. Wir machen also intelligente Maschinenkomponenten für Predictive Maintenance.

Welche Vorteile bietet Sensosurf?
Sensosurfs smarte Bauteile ermöglichen unseren Kunden Einblicke in ihre Maschinen. Unsere Kunden profitieren also von einer optimierten Instandhaltung, einer höheren Bauteilauslastung und einer noch nie da gewesenen Betriebssicherheit. Bei Förderanlagen können wir zum Beispiel Verstopfungen, den Füllgrad oder Lagerversagen überwachen. Zudem lernen unsere Bauteile voneinander und liefern so immer mehr Informationen aus dem Maschineninneren.

Sensosurf, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir werden, neben unseren smarten Steh- und Flanschlagern für Förderanlagen, noch weitere Maschinenelemente intelligent machen. Aktuell finden Gespräche über intelligente Gewindestangen für die Windenergiebranche statt. Unsere Vision: Smart Steel.

Zum Schluss: Welche (3) Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Das A und O ist ein gutes Netzwerk. Also geht auf Veranstaltungen, Messen und Events! Tauscht euch mit ehemaligen Kommilitonen oder im Sportverein über eure Ideen aus! Holt euch Feedback von potentiellen Kunden ein und schaut nach Best Practices anderer Gründer! Denn nur wer über seine Ideen redet, kann auch etwas über sich selbst erfahren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dr. Cord Winkelmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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