Bleib dabei stets ehrlich und deinen Grundsätzen treu

Sehnlichst Agentur: Gesamtpaket von Marketing, Content-Entwicklung und Grafik

Stellen Sie sich und das Startup Sehnlichst doch kurz unseren Lesern vor!
„Sehnlichst“ konkretisiert, wonach sich Gründer, Start-ups, kleine und mittelständige Unternehmen sehnen: die professionelle Dienstleistung einer Werbeagentur in einem erschwinglichen Rahmen.
Durch meine zehnjährige Zeit als Generalist in einer Wiesbadener Agentur, und in der ich zuletzt in meiner Rolle als Senior Art Director ganzheitlich Kunden betreuen durfte, konnte ich ausreichend Erfahrung und Selbstbewusstsein sammeln, um das Abenteuer Gründung anzugehen. Im Sommer 2017 gründete ich dann die 1-Mann-Agentur „Sehnlichst – Marketing, Text & Grafik“ und widersetzte mich bewusst den vielen Ratschlägen mein Angebot an Dienstleistungen zu konkretisieren. Denn „Sehnlichst“ ist mehr, wie ein Freelancer. Es ist ein Gesamtpaket von Marketing, Content-Entwicklung und Grafik. Alles aus einer Hand und somit effizient und erschwinglich.

Wie ist die Idee zu Sehnlichst entstanden?
Eigentlich fühlte ich mich schon immer wohl in der Rolle des Angestellten. Ein festes Einkommen, geregelten Urlaub, bezahlte Krankheitstage – um nur ein paar der Vorteile zu nennen. Doch wuchs in mir immer mehr das Bewusstsein, dass Arbeit einen zu wesentlichen Teil unseres Lebens darstellt, um sie einfach nur tagtäglich in gelenkten Bahnen hinzunehmen.

Ich verspürte urplötzlich das Verlangen nach möglichst viel Eigenverantwortung und nach der Möglichkeit meine Arbeit so zu formen, wie es mir beliebte.
Nun sitze ich zeitweise bis 01.00 Uhr morgens am Rechner und wache fünf Stunden später wieder auf, um weiterzumachen. Getrieben von einem Zusammenspiel aus Motivation, Spaß und Kreativität, das keine Müdigkeit zulässt.

Welche Vision steckt hinter Sehnlichst?
„Sehnlichst“ verkörpert die Vision einer Werbeagentur, die ohne unnötige Hierarchien existiert. Einer Agentur, die auf die Wünsche und Vorstellungen der Kunden eingeht und die Leistungen entsprechend den Anforderungen anzupassen vermag. So bekommt der große Weinexporteur das gewünschte Markenkonzept und der kleine Veranstaltungstechniker seine Visitenkarte. Taten bestimmen den Arbeitsalltag und keine blockierenden „Wie wäre es, wenn“-Gedanken.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bürokratie und Buchhaltung nerven und sind somit die größte Herausforderung für mich. Es dauerte ein paar Monate, bis ich mir eingestand, dass es auch Dinge gibt, die man besser aus der Hand gibt, um die gewonnene Zeit für lukrativere Aufgaben verwenden zu können.

Eine weitere große Schwierigkeit sehe ich darin sich nötige Auszeiten zu nehmen. Auch positiver Stress kann der Gesundheit schaden und so versuche ich mich täglich ausgleichend mindestens eine Stunde sportlich zu betätigen, sowie genügend Zeit mit meiner Frau und meinen zwei Töchtern zu genießen. Den perfekten Weg habe ich darin gefunden, auf ein Wochenende zu verzichten und stattdessen häufigere Auszeiten zwischendurch einzubauen.

Eine Finanzierung benötigte ich glücklicherweise nicht. Der Vorteil in meinem Beruf ist, dass man keinen Grafiker und keinen Marketer benötigt. Diese Aufgaben übernehme ich selbstverständlich selbst und das kleine unbenutzte Zimmer bei uns im Haus reicht mir vorerst, um die Wünsche meiner Kunden zu erfüllen.

Wer ist die Zielgruppe von Sehnlichst?
Ich bevorzuge eine gesunde Mischung aus mittelständigen, eingesessenen Unternehmen, die mit regelmäßigen Aufträgen ein relativ festes Einkommen generieren, und Start-ups, die kreativ fordern und meinen Helferinstinkt wecken. Um Gründern die Angst vor ersten Anfragen zu nehmen, habe ich kürzlich die Aktion „Ein Herz für Gründer“ gestartet. Ich möchte ihnen Agenturqualität zum kleinen Preis bieten, damit sie dem Wettbewerbsvorteil der Konkurrenz in dieser Hinsicht nicht ausgeliefert sind.

Die Preise passe ich individuell ihren Vorstellungen an, ohne zu pauschalisieren und ohne zu verkomplizieren. Die Beratung ist dabei stets kostenlos.

Wie funktioniert Sehnlichst?
„Sehnlichst“ funktioniert durch viel Initiative und Arbeitseinsatz. Leerzeiten fülle ich mit Akquise und Eigen-PR. Das beste Marketing ist allerdings noch immer Empfehlungsmarketing und so freue ich mich mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Auftrag über eine weitere neue Herausforderung, die daraus resultiert.

Welche Vorteile bietet Sehnlichst? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Im Grunde habe ich die Vorteile bereits beschrieben, doch ich fasse sie noch einmal zusammen:
Sehnlichst bietet Agenturleistungen zu günstigen Konditionen. So profitieren nicht nur eingesessene Unternehmen, sondern auch Gründer und Start-ups von wertvollen Leistungen. Schnelligkeit und Effizienz steht dabei ebenso im Vordergrund, wie ein qualitatives Ergebnis.

Sehnlichst, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Auch wenn ich es mir im Detail noch nicht vorstellen kann, spielen meine Gedanken damit, irgendwann Mitarbeiter zu beschäftigen. Dabei möchte ich selbstverständlich möglichst viele der Vorteile, von denen ich predige, weiterhin aufrechterhalten.

Inwiefern dies möglich ist, wird sich zeigen. Doch ich beschäftige mich jetzt schon viel mit der Thematik des „New Work“ à la Einhorn Kondome. In alternativen Arbeitskonzepten und vor allem in der möglichst selbstbestimmten Arbeit von Angestellten sehe ich die Zukunft und möchte schon jetzt darauf vorbereitet sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Finde deine persönliche Mitte. Sprich: Arbeite nicht zu viel und arbeite nicht zu wenig.
Bleib dabei stets ehrlich und deinen Grundsätzen treu.
Und denke nicht zu viel, sondern mache! Denn zuviel Planung nimmt einem den Wind aus den Segeln.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Florian Sehn für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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