Lerne Aufgaben von Ablenkungen zu unterscheiden

Season Family der kulinarischer Begleiter gesunde Fertiggerichte, Kochboxen und Spezialitäten

Stellen Sie sich und das Startup Season Family doch kurz unseren Lesern vor! 

Wir sind der kulinarische Begleiter für die ganze Familie und bieten mit unseren gesunden Fertiggerichten, Kochboxen und Spezialitäten etwas für jeden Gaumen und Geldbeutel. Das Kraftwerk für unseren Erfolg sind unsere Restaurants und unsere Manufaktur vor Ort in Oberfranken. Hier produzieren wir alles aus einer Hand. Mit der Geburt meiner Tochter habe ich dann angefangen, meine Lieblingsprodukte zuzuordnen. Ich habe jedem Familienmitglied eine Produktkategorie zugeordnet. So entstand die Marke Season Family. 

 Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Den Wunsch, mein eigener Chef zu sein, hege ich schon seit meiner Jugend. Ich habe mich allerdings zuerst nicht richtig getraut, bis meine Frau mir schließlich die Pistole auf die Brust gesetzt hat und sagte „Du machst es jetzt, oder nie!“ Dann habe ich Blut geleckt und der Rest ist Geschichte.

 Welche Vision steckt hinter Season Family?

Die Gesellschaft wird sich immer weiter verändern. Essen bleibt jedoch eine Konstante. Essen verbindet und wir wollen weiterhin kulinarische Brücken bauen zwischen den Menschen. Wenn sich bei uns eine Oma trotz Ihrer schmalen Rente eine leckere Kochbox für den Sonntag leisten kann, dann denke ich mir: „Ok, es macht Sinn was du machst!“

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Der Start gelang mit Eigenkapital, dann habe ich eine gute Hausbank hinzugezogen, und für die weitere Expansion einen Investor. Der klassische Weg also.

Wer ist die Zielgruppe von Season Family?

Unsere Zielgruppe ist breit gefächert. Essen und Ernährung ist schließlich für alle ein Thema. Man kann jedoch folgende drei Untergruppen hervorheben:

1. Leute, die neugierig sind und kulinarische Alternativen im Alltag suchen (so wie ich). 

2. Leute, die wenig Zeit haben, oder keine Lust, selber zu kochen (wie meine Frau). 

3. Unsere Fitnessgerichte sprechen vor allem sportlich aktive, junge Leute an. 

Wie funktioniert Season Family? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Season Family funktioniert online über unsere Website und stationär über eigene Shops. Aktuell haben wir vier Verkaufsläden und wollen diese Zahl in den nächsten Monaten von Stadt zu Stadt erweitern. In unserer Branche musst du mit Preis und Leistung überzeugen. Du kannst zwar ein Konzept zu einer Show aufblasen, doch irgendwann verpufft der Effekt. Wir sind altmodisch, konzentrieren uns auf guten Service, das Produkt und die Zufriedenheit der Kunden. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Als wir unsere Restaurants vorübergehend schließen mussten, haben wir voll auf unseren Webshop gesetzt. Als Gastronom musst du dir in Zeiten wie diesen mehrere Standbeine aufbauen. Am 3. April ist zudem mein Sohn zur Welt gekommen. Mitten im Lockdown. Als ich ihm in die Augen geschaut habe, gab ich mir selbst ein Commitment: Du befindest dich gerade in einer großen Transformation der Gesellschaft. In 30 Jahren sagst du ihm nicht, dass du auf deinem Arsch gesessen warst und Daumen gelutscht hast. 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben alles auf den Prüfstand gestellt und unsere Erkenntnisse sofort in die Tat umgesetzt. Meine Erfahrung der letzten Monate ist vor allem: Die meisten Leute sind faul, wenn es ums Essen geht. Wir haben gesunde Fertiggerichte ins Sortiment aufgenommen, die sich in wenigen Wochen zum Powerseller entwickelt haben. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Gerade in der Gastronomie ist es schwierig, im Zusammenhang mit Corona von Chancen zu sprechen. Allerdings ist die derzeitige Situation eine gute Ausgangslage, frühere Erfolgsrezepte zu hinterfragen und endlich neue Dinge auszuprobieren. Unser Kantinengeschäft lief großartig, wieso aber nicht auch das Onlinegeschäft endlich sinnvoll erweitern? Die Krise hat uns die Zeit verschafft, das Sortiment und die Vertriebswege auszubauen. 

Season Family, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen uns als vertrauenswürdige, leckere Marke etablieren und als kulinarischer Begleiter den Menschen im Alltag Freude machen. In fünf Jahren würde ich mit meinen Produkten gerne in jedem zehnten Haushalt vertreten sein. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Mach’s nicht!

Wenn doch, dann investiere zuerst viel Zeit in dich selbst. Dein Mindset muss für die Herausforderung bereit sein. Wenn mal ein Lkw voller Scheiße über dich drüberfährt, musst du trotzdem lachen und nach vorne schauen.

Lerne Aufgaben von Ablenkungen zu unterscheiden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Eduard Stähle für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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