Von nichts kommt nichts!

Scratchplan innovative Business Pläne für Startups

Stellen Sie sich und die App Scratchplan kurz unseren Lesern vor!

Mit Scratchplan entstehen im Handumdrehen innovative Business Pläne für Startups und Projekte auf dem iPhone oder iPad – ganz ohne einschläfernde Tabellenwüsten und fehleranfällige Formeln. Auf der Couch oder am Schreibtisch, alleine oder im Team, so einfach wie nötig und so komplex wie nötig.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Als Venture Lead bei einem Münchener Company Builder habe ich täglich mit Business Plänen zu tun. Sie sind ein wichtiger Bestandteil von jedem Projekt, machen aber niemandem wirklich Spaß und dafür häufig viel zu viel Mühe. Also entschied ich mich ganz uneigennützig, das zu ändern.

Welche Vision steckt hinter Scratchplan?

Um mich ganz auf einen Business Plan einlassen zu können, brauche ich einen freien Kopf und optimale Arbeitsbedingungen. Die finde ich nicht in einer Tabellenkalkulation, wo mehr Kopfarbeit in Formeln und Formatierungen fließt, als in das eigentliche Geschäftsmodell. Meine Vision ist, Gründern und Projektmanagern diese optimalen Arbeitsbedingungen zu schaffen – und zwar ganz egal, ob sie lieber an einem Schreibtisch, in einem Café oder auf der Terrasse arbeiten.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Scratchplan entstand als reines Bootstrap-Projekt neben meinem Beruf. Dadurch hatte ich nur wenige Möglichkeiten, mich einmal mehrere Stunden am Stück mit dem Produkt zu beschaffen. Um dennoch voran zu kommen und eine überzeugende App abzuliefern, hat es mir sehr geholfen, das Projekt sauber aufzusetzen und in kleine Arbeitspakete zu packen, die ich dann bspw. während einer Zugfahrt oder beim Warten auf einen Termin kurzfristig erledigen konnte.

Wer ist die Zielgruppe von Scratchplan?

Scratchplan richtet sich primär sowohl an Gründer, die als Einzelkämpfer die wirtschaftliche Machbarkeit ihres Traums prüfen möchten, als auch an etablierte Unternehmen, die Scratchplan wunderbar zur Planung von Projekten und Rechnung von Business Cases nutzen können. Aufgrund des flexiblen Konzepts ist es aber auch sehr gut zur Planung von Hobbies oder sonstigen Freizeitprojekten geeignet. Scratchplan unterstützt dabei auch die Zusammenarbeit in Teams.

Wie funktioniert Scratchplan? Wo liegen die Vorteile?

Beginne ich mit der Planung eines neuen Projekts, nutze ich den Business Plan Assistenten und das innovative Kennzahl-System von Scratchplan, um die Struktur meines Plans zielgerichtet aufzubauen. Schon nach wenigen Taps sehe ich die Grundzüge des Projekts vor mir und kann dann in Ruhe Detailaspekte verfeinern.

Steht ein Termin bei einem möglichen Investor, Geschäftspartner oder einer Bank an, werfe ich jetzt nicht mehr endlose Zahlenkolonnen auf den Beamer. Stattdessen tauchen wir zusammen auf dem iPad in die interaktive App ein, prüfen Potentiale und Risiken finden heraus, wie sich Rahmenbedingungen auf die Entwicklung des Projekts auswirken. Das schafft viel Vertrauen.

Wie ist das Feedback?

Scratchplan konnte im App Store innerhalb kürzester Zeit viele positive Bewertungen sammeln und ist mit glatt fünf Sternen bewertet – das macht mich sehr stolz. Noch wichtiger sind aber die Erfahrungen, die die Nutzer beispielsweise bei der Suche nach Investoren machen. Sie erzählen, dass Business Pläne mit Scratchplan deutlich einfacher zu kommunizieren sind und sie viel entspannter in Pitches gehen – sie können sich jetzt auf die Kernaspekte ihres Produkts konzentrieren.

Wo geht der Weg von Scratchplan hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mein Ziel ist es, Scratchplan zum Standard für die Erstellung von Startup Business Plänen zu machen. Hierzu möchte ich insbesondere unerfahrenen Gründern in der App noch mehr inhaltliche Unterstützung bieten, bspw. durch Vorlagen für verschiedene Geschäftsmodelle. Auch ist für den Sommer eine Version für macOS geplant. Was sich dabei nie ändern wird: Scratchplan enthält keine Komponenten von Drittanbietern, sammelt keinerlei Nutzungsdaten und läuft nur lokal auf dem Gerät des Anwenders. Vertraulichkeit ist hier das oberste Prinzip.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Erstens: Stehe zu deinen Prinzipien – auch, wenn das hin und wieder nicht der einfachste Weg ist.
Zweitens: Baue ein Produkt für deine Kunden, nicht für dich selbst. Beobachte sie, wenn sie es nutzen, und lerne daraus.
Und zu guter Letzt: Von nichts kommt nichts. Werte entstehen bei der Arbeit, nicht beim Reden. Probiere aus, und hör nicht zu viel auf fremde Tipps.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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