Wenn du von deiner Idee überzeugt bist, lasse dich nicht von Zweifeln überrollen!

SchulBuLi, die einfachste und schnellste Art, Schulbedarf zu bestellen

Stellen Sie sich und das Startup SchulBuLi doch kurz unseren Lesern vor!
SchulBuLi ist die einfachste und schnellste Art, alle benötigten Schulbücher und Schulmaterialien zu beschaffen. Wer selbst schulpflichtige Kinder hat oder an einer Schule für die Beschaffung der Lernmittel verantwortlich ist, weiß, was gemeint ist, denn oft bekommt man von der Schule zum Schuljahreswechsel eine lange, manchmal jedoch kryptische Einkaufsliste und verbringt dann einen Teil der Ferien mit der Beschaffung der Lernmittel. SchulBuLi verschafft genau hier Abhilfe, denn bei uns spart man bei diesem Einkauf eine Menge Zeit und Aufwand. Wir verstehen uns als innovativer Online-Anbieter mit Zusatz-Service: Bei uns kann man nämlich nicht nur alle Schulbücher und Schulmaterialien online bestellen, sondern findet diese in fertig vorbereiteten Online-Warenkörben vor, die alles enthalten, was die individuellen, oft umfangreichen Schulbuch- und Materiallisten fordern. Alles!

Vom Schulbuch bis zum Tuschkasten.

Wie ist die Idee zu SchulBuLi entstanden?
Die Idee kam mir vor ein paar Jahren, als ich – Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern – auf der Suche nach einem Anbieter war, der mir den alljährlichen Schuleinkauf irgendwie erleichtert. Ich empfand die Beschaffung als sehr aufwändig und insbesondere damals auch besonders lästig. Als ich nicht fündig wurde, beschloss ich, meine Idee in ein Konzept zu übersetzen und testete dieses auch gleich mit drei Schulen aus. Alle, Eltern, Schulleitung und ich selbst, waren begeistert!

Welche Vision steckt hinter SchulBuLi?
In unserer Vision bieten wir allen Schülern, Eltern, Lehrern bzw. Schulen eine automatische Online-Bestellung ihrer persönlichen Schulbuch- und Materiallisten an. So können alle benötigten Schulhefte, Mappen, Arbeitshefte, Schulbücher usw. mit nur vier Klicks bestellt werden und werden bequem nach Hause bzw. an die Schule geliefert.

Hieraus leitet sich auch unser zentrales Motto „stressfrei ins neue Schuljahr!“ ab, um das sich bei uns alles dreht.

Unsere Kunden sollen ohne den üblichen Stress des umfangreichen Schuleinkaufs in die Ferien starten und lieber möglichst jede freie Minute mit der Familie auskosten, statt mit Suchen, Koordinieren und Schlange stehen verbringen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Als ich Ende 2016 beschloss, SchulBuLi auf den Weg zu bringen, war ich in Vollzeit festangestellt und startete zunächst nebenberuflich. Das bedeutete ein gutes Jahr Doppelbelastung, in der mich meine Familie fantastisch unterstützt hat und wir so gemeinsam viele spannende neue Erfahrungen erlebt haben.
Ende 2017 entschied ich mich, mich gemeinsam mit meiner Geschäftspartnerin SchulBuLi voll und ganz zu widmen.

Eine weitere Herausforderung war – zumindest anfangs, die Schulwelt auch mit den Augen von Schulmitarbeitern zu sehen. Ich selbst arbeitete vorher in Großunternehmen als Projektleiterin und da zählten in erster Linie Effizienz und Zahlen und es wurde sehr an Standards gemessen. In vielen Schulen geht es natürlich auch um Effizienz, aber im Großen und Ganzen liegen die Schwerpunkte dort naturgemäß nun mal woanders. Das zu verstehen, die Perspektive der Schulen einnehmen zu können, sich auf ihre Herausforderungen und Bedürfnisse einstellen zu können, das war zunächst neu für mich.

Wer ist die Zielgruppe von SchulBuLi?
Wir bedienen zwei Zielgruppen. Zum einen Eltern und Schüler, die sich um die Beschaffung der Lernmittel wie Schulbücher, Arbeitshefte, Schreibwaren und den sonstigen Schulbedarf selbst kümmern müssen und hier zukünftig viel Zeit und Aufwand sparen möchten. Insbesondere für Eltern von Grundschülern ist unser Angebot auch eine echte Entlastung, denn aufgrund der Variantenvielfalt der verschiedenen Schulmaterialien sind sie oft überfordert und fühlen sich unsicher bei der Auswahl.

Zum anderen bieten wir unsere Services auch Lehrern und Schulen an

Viele Schulen bzw. Lehrer kümmern sich selbst um die Beschaffung der Schulbücher, teilweise sogar um die Schreibwaren und Materialien. Ihnen können wir tatkräftig zur Seite stehen, wenn es z.B. um die Recherche von korrekten ISBN-Nummern und Ausgaben geht. Daneben können Schulen bei uns ihre Sammelbestellungen ebenso bequem und schnell erledigen.

Wie funktioniert SchulBuLi?
Ganz einfach und bequem: Auf unserer Startseite  wählt man einfach den Ort und Namen der Schule aus, dann die entsprechende Klasse. Nun ist man schon im fertig vorbereiteten Warenkorb und kann hier bei Bedarf auch Anpassungen vornehmen. Dann noch Lieferadresse angeben, bezahlen, fertig!

Welche Vorteile bietet SchulBuLi? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Im Schulbedarfs-Markt ist die Konkurrenz zugegebenermaßen groß und jeder Anbieter hat so seine Stärken. Unsere liegen definitiv im Servicebereich. Wir nennen uns daher auch nicht gern „nur“ Online-Shop, sondern verstehen uns eher als Online-Dienstleister.
Neben dem reinen Abverkauf stellen wir für unsere Kunden den Warenkorb individuell zusammen, so dass der Kunde nur noch bestellen muss und sich selbst das mühsame Suchen erspart. Das ist eine Menge Arbeit und kostet viel Zeit. Darüber hinaus reduzieren wir auch die Beschaffungswege, denn bei uns gibt es alles, was für ein Schuljahr benötigt wird, aus einer Hand.

Der Einkauf aller Schulbücher, Arbeitshefte und Schulmaterialien kann bei SchulBuLi also in einem Rutsch erledigt werden

SchulBuLi, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Die Fünf-Jahres-Vorausschau ist in digitalen Zeiten sehr schwer, denn vor fünf Jahren habe ich noch nicht geahnt, dass wir ein Startup aufbauen werden. Trotzdem gern der Versuch, in die Zukunft zu schauen:
In fünf Jahren wird SchulBuLi ein etabliertes Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern sein und seine Services in allen Bundesländern anbieten. Aktuell fokussieren wir uns ja noch auf die Länder Berlin und Niedersachsen. Darüber hinaus wollen wir als Marke einen hohen Bekanntheitsgrad bei unseren Zielgruppen haben sowie eine sehr hohe Kundenzufriedenheit. Und natürlich werden wir auch unseren Produktausbau weiter vorantreiben. Wir haben bereits viele spannende Ideen, die wir in den nächsten Jahren mit unseren Kunden ausprobieren und umsetzen werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tipp Nr. 1: Wenn du von deiner Idee überzeugt bist, lasse dich nicht von Zweifeln überrollen!

Ich glaube, jeder, der gründet, kennt dieses Gefühl: Eigentlich ist man von seiner Idee total überzeugt, sonst würde man das Risiko ja nicht eingehen. Aber dann spricht man mit jemandem, der die Produktidee überhaupt nicht gut findet, sie evtl. sogar vehement ablehnt oder man hat einen dieser Tage, an denen einfach alles schiefläuft. Dann kommt das „Tal des Zweifelns“ und das kann sehr tief sein. Meine Geschäftspartnerin und ich haben das auch durchgemacht, insbesondere in den ersten Monaten. In diesem Fall lautet mein klarer Tipp: Nicht von den Ängsten und Zweifeln überrollen lassen. Weiter dranbleiben und den Zweifel zum Freund machen. Nicht gleich das Endziel in Frage stellen, sondern überlegen, ob evtl. nur der Weg dorthin angepasst werden sollte. Bleibt von eurer Idee überzeugt!

Tipp Nr. 2: Gib das, was nicht zu deinen Kernkompetenzen gehört, an Profis ab!

Zu Anfang haben wir alles selbst gemacht, weil wir unsere eigenen Erfahrungen sammeln wollten. Das war auch sehr hilfreich im Lernprozess. Ab einer gewissen Größe jedoch kann man alleine bestimmte Aufgaben nicht mehr mit der Professionalität ausführen, die es braucht. Da hilft es, sich einen professionellen Partner zu suchen und es gemeinsam zu tun. Wir haben uns z.B. im Bereich Fulfillment einen guten Logistik-Partner für die Lagerhaltung und den Versand geholt.

Tipp Nr. 3: Regelmäßiges Hinterfragen – Mache ein Ritual daraus!

Meine Geschäftspartnerin und ich haben klar aufgeteilte Bereiche, für die jeder von uns eigenverantwortlich ist. Dennoch treffen wir uns regelmäßig, um unser Tun gegenseitig kritisch zu hinterfragen. Ich weiß, dass sich viele davor scheuen, weil sie sich nicht in „ihre Suppe spucken lassen“ oder die Harmonie stören wollen. Für uns fühlt es sich jedoch gut und richtig an und schon bei der zweiten Session haben wir festgestellt, dass wir auf diesem Wege zu fantastische Lösungen kommen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Juliane Will für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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