Schnullerspender für ruhige Nächte

Mit dem Schnullerspender von binkybox hat die nächtliche Suche nach einem Schnuller ein Ende

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Hallo ich heiße Sebastian Stahl und habe die binkybox also einen Schnullerspender erfunden.
Die binkybox wird am Kinderbett befestigt und nachts vom schlafenden Kleinkind selbst bedient. Die Entnahme ist leichtgängig und wird schnell erlernt. Das transparente Sichtfenster ermöglicht eine Füll-Kontrolle. Dank der binkybox können Eltern entspannt durchschlafen.

SchnullerspenderWie ist die Idee zum Schnullerspender entstanden?
Wer kennt das nicht. Oder, wie alles begann.
Kennen Sie das auch? Neun Monate haben Sie sich auf die Ankunft eines neuen Erdenbürgers gefreut und vorbereitet. Namenslisten gewälzt und Möbel ausgesucht. Jetzt ist der kleine Fratz endlich da und das Glück ist überwältigend. Aber die Tage werden anstrengender und die Nächte vor allem eines – kürzer. Neben ganz viel Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit von Ihnen, ist der Schnuller für viele Babys ein Tröster am Tag und eine Einschlafhilfe in der Nacht.
Wenn aus Glück Erschöpfung wird.
Nachts kommt es häufig vor, dass Ihr Baby oder Kleinkind seinen Schnuller verliert und aufwacht. Findet es den Schnuller nicht auf Anhieb, wird es wach und weint nach Mama und Papa. Das kenne ich aus eigenen Erfahrungen nur zu gut:
„Bei uns hieß es dann, schnell sein, den Schnuller finden, den Mund treffen, den Kopf streicheln und hoffen, dass die kleine Maria* schnell wieder einschläft. Aber oft waren wir auch zu spät. So ein Mist! Sie war wach. Was nun? Schaukeln, rum tragen, durchs Kinderzimmer tigern. 30 Minuten später schlief sie dann wieder. Endlich!“
Dann konnte ich wieder ins Bett, bis sich das Drama wiederholte. Bis zu fünfmal die Nacht. Innerhalb kürzester Zeit ging ich und meine Frau auf dem Zahnfleisch. Und morgens sollte ich dann noch topfit auf der Arbeit erscheinen.
Eine Lösung musste her!
„Mir war klar: Eine Lösung musste her!“. Gemeinsam mit meiner Frau kam uns die Idee, mehrere Schnuller im Halbkreis um den Kopf der schlafenden Maria auszulegen. Wenn sie wach wurde, tastete sie im Halbschlaf nach ihrem „Nunu“, so hieß der Tröste-Freund, und steckte sich diesen selbstständig in den Mund. Und schlief weiter!
Gute gedacht, schlecht gemacht. Das Prinzip funktionierte nicht immer. Oft hörten wir, wie die Schnuller beim Versuch der Kleinen danach zu greifen aus dem Bett fielen. Und dann hieß es wieder: schnell sein. Bevor Maria richtig wach wurde. So konnte es nicht weiter gehen. Das war 2012.
Eine Idee wird geboren.
Als ich eines Nachts wieder völlig übermüdet am Bett meiner Tochter stand und versuchte ihr beim Einschlafen zu helfen, viel mein Blick auf eine leere Papprolle am Boden, mit der wir tagsüber noch gespielt hatten. Daneben lag ein Schnuller. Da ratterte es plötzlich in meinem Kopf.
Ich überlegte: „Wenn man die Schnuller da irgendwie einfüllen könnte und dann das Röhrchen am Bett befestigte…“ Ganz so einfach wurde es dann doch nicht. Aber das Tüftler-Gen war „aktiviert“.
Die binkybox war geboren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war das System klein und so leichtgängig zu machen, dass auch Babys es bedienen können. Hier war der Gedanke „form follows funktion“ ausschlaggebend, sodass ich am Anfang ein System hatte, welches ca. 33x18cm und ca. 45 cm hoch war. Dann haben wir geschaut wo wir den Schnullerspender kleiner machen können und dies step-by-step auch durchgeführt. Jetzt sind wir bei 9 x 12 cm und 33 cm in der Höhe. Natürlich waren auch verschiedenste Materialien getestet worden, da alle unterschiedlichste Eigenschaften mitbringen. Aber jetzt sind wir auf einem guten Weg und müssen an der binkybox nichts mehr ändern. Die Marktreife ist geschafft und jetzt wird er bald endlich auf dem Markt erhältlich sein.
Die Finanzierung ist in Deutschland leider ein etwas schwieriges Thema. Denn die Banken finanzieren mich erst, wenn ich ein fertiges Produkt habe und unterschriebene Verträge mit Abnehmern vorliegen. Demzufolge ist meine binkybox bis dato komplett selbst finanziert. Für die Serienfertigung hoffe ich darauf, dass eine Bank mir Geld gibt oder die Idee mit einem Geldgeber umsetze.

Wer ist die Zielgruppe von Schnullerspender?
Die Zielgruppe der binkybox sind alle Eltern, Omas, Opas, Tanten, Onkel,… von Kindern im Alter von 1 und 3 Jahren.
In Europa werden jedes Jahr ca. 5 Millionen Babys geboren, davon alleine 675.000 in Deutschland. Von diesen 675.000 Babys bekommen ca. 76 % einen Schnuller von ihren Eltern, das sind dann ca. 520.000 Babys pro Jahr.

Burg JungenWie funktioniert der Schnullerspender?
Die binkybox, wird am Bett befestigt und mit bis zu fünf Schnullern gefüllt. Dann kann das Baby / Kleinkind sich selbstständig neue Schnuller holen. Die Entnahme ist leichtgängig und wird schnell erlernt. Das transparente Sichtfenster ermöglicht eine Füll-Kontrolle. Dank binkybox können Eltern entspannt durchschlafen.
Die binkybox wird in der Nähe des Bettes montiert, sodass die Eltern bei Bedarf immer einen Schnuller griffbereit haben und nicht das Kind hochheben müssen, unter das Bett krabbeln oder zur Nachtapotheke fahren müssen.
Die binkybox wird in der Nähe der Haustüre montiert und wenn man das Haus verlässt, kann man immer einen neuen Schnuller schnell greifen und muss nicht mehr lange suchen.

Weitere Ausbauvarianten werden wohl mit LED, Babyphone und / oder Videokamera sein welche dann zum Beispiel mit dem Smartphone verbunden werden kann.
Im Detail::
– einfachste Entnahme: geringe Zugkräfte ermöglicht Bedienung durch Babys
– leicht zu erlernen: für Babys ab 8 Monaten geeignet
– automatisches Nachrücken von bis zu fünf Schnullern:
immer ein Schnuller im Entnahmebereich
– frische Schnuller dank sauberer Umgebung wenn frisch eingefüllt
– universelle Befestigungsmöglichkeit
– großes Sichtfenster zur Inhaltsüberprüfung
– kinderfreundliche Optik

Wo kann man den Schnullerspender kaufen?
Bisher noch gar nicht. Aktuell suche ich Händler für Deutschland. Im Ausland habe ich schon interessante Kontakte die nur darauf warten, dass ich sie beliefere. Deshalb wird die binkybox dann auf meiner Homepage www.schnullerspender.de und über kickstarter erhältlich sein.
Vorgestellt wird die binkybox auf der Kind & Jugend Messe vom 15.09.-18.09.2016 in Köln in Halle 10.1 A040

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren würde ich gerne soweit sein, dass ich mein Unternehmen auf zwei Beine gestellt habe. Zum einen der eigene Onlinehandel, und zum anderen die Belieferung von Vertriebspartnern. Außerdem würde ich gerne in Deutschland weitestgehend bekannt sein und in weitere europäische Länder exportieren können. Außerdem habe ich bis dahin einen Mitarbeiter, der sich um die Logistik kümmert und den Versand übernimmt.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Durchhalten!
Auch wenn ein Tiefschlag dem nächsten folgt, du denkst schlimmer geht es nicht mehr und es doch noch schlimmer kommt, irgendwann erscheint ein kleiner Hoffnungsschimmer und wenn du nur lange genug durchhältst wird es wieder bergauf gehen.
Du bist Motivator, Motor und Macher. Du bist alleine für deinen Erfolg verantwortlich.
Ich würde mich freuen wenn ihr an meiner Umfrage unter http://www.schnullerspender.de/links teilnehmen würden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sebastian Stahl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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