Macht das was euch Spaß macht

Sbotlight: Drink-S ist ein fahrbarer Roboter, welcher jedem ein Glas Wasser anbieten kann

Stellen Sie sich und das Startup Sbotlight doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Saber Kaygusuz und der Geschäftsführer von Sbotlight. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht Serviceroboter in den Alltag zu integrieren, sodass Mensch und Maschine zusammen funktionieren beziehungsweise arbeiten können. In Japan sind Roboter schon oft zu finden z.B. in Hotels, an Flughäfen oder in Restaurants. In deutschen Fabriken wird auch mit Robotern gearbeitet, Sbotlight hingegen möchte verschiedene Roboter für alltägliche Situationen einsetzten.

Wie ist die Idee zu Sbotlight entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee von autonomen Servicerobotern entstand aus der Faszination von Robotik als mein Mitgründer, Alexander Brehl und Ich in der 8 Klasse waren. Dort haben wir einen Staubsauger- und Rasenmäh – Roboter entdeckt und dachten uns „cool, bauen wir auch sowas“. Also hatten wir schonmal eine Aufgabe: Roboter bauen, nun brauchten wir noch einen Anwendungsfall. Einer von uns beiden -wir wissen nichtmehr wer- hatte aus Spaß Getränkeroboter vorgeschlagen.

Was als Spaß- und Lernprojekt begonnen hatte, stoß auf großes Interesse verschiedener Firmen, so haben wir uns dafür entschieden das ganze professioneller aufzuziehen, das Team zu erweitern und Sbotlight zu gründen. Das Gründerteam war davor schon persönlich bekannt, so hat ein einfaches „Lust was richtig cooles zu entwickeln?“ ausgereicht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eines der größten Probleme liegt in der Entwicklung von Drink-S. Ich meine wir entwickeln sozusagen ein autonom fahrendes Auto, welches keinen Straßen oder Regeln folgen darf. Zugegeben Drink-S fährt 2km/h und keine 200. Anfangs hatten wir riesige Schwierigkeiten in der Entwicklung der Hardware, da wir einfach nicht wussten wie Roboter aufgebaut sind, geschweige dessen wie sie funktionieren. Nach 5 Jahren learning-by-doing kam Routine und viel Kreativität dazu. Die Finanzierung erfolgte immer privat, das hat uns gelehrt mit Geld vorsichtig umzugehen. So konnten wir durch sehr geringe finanzielle Mittel eine komplette Entwicklungsphase abschließen und dabei einen guten Prototypen bauen.

Wer ist die Zielgruppe von Sbotlight?
Unsere Zielgruppe sind in erster Linie Hotels und Autohäuser. Wir agieren ausschließlich im B2B Bereich und wollen unseren Kunden die Möglichkeit geben, ab dem ersten Moment deren Gäste zu beeindrucken. Stellen Sie sich folgendes vor: Sie betreten ein Hotel, es fährt ein Roboter an Sie heran und bietet Ihnen ein Glas Wasser an, dann führt er Sie zum Check In. Wir finden sowas einfach klasse. Prinzipiell kann man es auch allgemein fassen: Unsere Zielgruppe sind Firmen, welche den ersten Kundenkontakt sehr positiv gestalten möchten.

Wie funktioniert der Roboter ?
Drink-S hat insgesamt sieben Gläser und einen acht Liter Wassertank intern gelagert. Der Roboter kann autonom durch den Raum fahren, oder man gibt ihm eine feste Route vor. Wenn Drink-S eine Person sieht, fährt er zu dieser hin und bietet ihr ein Getränk an. Anschließend muss man nur noch auf der Benutzeroberfläche „Wasser“ drücken und schon fährt aus Drink-S ein Glas mit Wasser heraus.

Welche Vorteile bietet er?
Drink-S wurde konzipiert, um einen sehr guten ersten Eindruck zu hinterlassen. So sehen wir Drink-S als eine Möglichkeit um Präsents und Eindruck zu hinterlassen. Es gibt viele Flyer, Banner oder Visitenkarten, welche ein halbherziges design haben. Mit Drink-S glänzt man auf jeder Veranstaltung und bleibt im Kopf.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist fantastisch. Wenn ein Gast ein Getränk bestellt, weiss er noch nicht genau was passieren wird und wo das Getränk herauskommt, erst wenn das bestelle Glas oben hinausfährt, sind die Leute komplett fasziniert. Das freut uns am meisten.

Sbotlight, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen den europäischen Markt mit Service – Robotern versorgen, da wir darin ein extremes Potential sehen und den „Trend“ des asiatischen Raumes nach Europa bringen möchten. Und das mit Robotern, welche Made in Germany sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Als aller erstes: Macht das was euch Spaß macht, woran ihr gerne bis 5 Uhr morgens sitzt und euch fragt wo die Zeit hin ist. Wenn euch etwas liegt, fangt einfach mit einem Prototypen an, egal ob Programmieren, Löten, Designen, Musik, Film usw. Das wichtigste realisiert eure Idee!
Zum zweiten: Teilt eure Idee und euren Prototypen, zeigt es Freunden und Familie. Holt euch Feedback ein und bewertet selbst, ob Ihr es umsetzten wollt oder nicht. Versteckt eure Idee nicht aus Angst, dass Sie ein anderer klauen könnte. Geht das Risiko ein!
Zum dritten: Macht nicht alles perfekt, verliebt euch nicht in Details und Perfektion. Schaut am Anfang, ob euer Produkt einen Markt findet. Zeit für die Details findet man, wenn das Produkt vom Markt akzeptiert wird.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Saber Kaygusuz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X